Tanz der Karten – Kapitel 10

~Hey Leute, heute gibt es ein neues Kapitel von Tanz der Karten, welches dieses Mal etwas dramatischer wird, aber ich hoffe, dass es euch trotzdem gefällt. Viel Spaß!~

Das durfte nicht wahr sein. Was hatte er mitbekommen?! Toma hielt seinen Blick gesenkt und schien Tränen in den Augen zu haben. „Jetzt verstehe ich es… endlich verstehe ich es…“, meinte er leise. „Nein, Toma, es ist anders.“, entgegnete ich schnell, doch er unbrach mich: „Du bist also schon vergeben, mh? War ich dir nicht gut genug? Wolltest du mich nie?“ Er schüttelte den Kopf. „Das darf doch nicht wahr sein… Wieso hast du es mir nicht einfach gesagt?“ Ihm kamen die Tränen und ich fühlte mich so hilflos. Was sollte ich ihm nur sagen? Es tat mir so Leid. Alles war meine Schuld und ich konnte einfach nichts dagegen tun. Wie könnte ich es jemals wieder gut oder ihm überhaupt erstmal erklären? „Toma… nein, ich…“ „Ich verstehe es schon! Ich sollte gehen und nie wieder kommen, nicht? Ich kann niemals mehr als dein bester Freund sein oder bin ich überhaupt wenigstens das für dich?“ Er sackte etwas in sich zusammen und krallte die Hände an den Kopf. Ich streckte die Hand nach ihm aus, aber ehe ich ihn erreichen konnte, rannte er weg. Mein Körper erstarrte, eine Gänsehaut überzog ihn und ich bemerkte, dass er zitterte. Wie, wie konnte ich ihm das nur antun? Ich wollte ihm sagen, dass ich ihn liebte, doch er hatte mich nicht reden lassen. Aber selbst wenn ich es hätte aussprechen können, dann hieß es noch lange nicht, dass er mir einfach so verzeihen würde. Was ich getan hatte, war unverzeihlich, oder? Ich ballte die Hände zu Fäusten, da meine Wut auf mein Handeln in diesem Moment sämtliche Grenzen überschritten hatte. „Shin… das wollte ich nicht.“, hörte ich plötzlich eine Stimme hinter mir. „Wenn du das nicht wolltest, dann hast du es gerade vermasselt…“ „Gibst du mir die Schuld?“ Ich wollte zwar „Nein“ sagen, aber ich sagte: „Ja.“
Dann entschloss ich mich Toma zu folgen. Ich konnte das nicht so auf sich beruhen lassen, also rannte ich die Treppen herunter und aus dem Gebäude heraus und ließ Ikki einfach stehen. Er musste den Tanzkurs einfach ohne uns weiterführen, immerhin war das seine Arbeit. „Toma…“, rief ich in die Welt heraus, nachdem ich die Straße entlang gerannt war. Es regnete und es war noch dazu etwas nebelig geworden. Wo war er nur hingerannt? „Ist er vielleicht zu sich gerannt oder an seinen Lieblingsplatz…?“, überlegte ich laut vor mich hin. „Toma… wo steckst du nur?“ Mir fielen mittlerweile die Tränen über die Wangen, doch durch den Regen konnte das Gott sei Dank niemand sehen. Ich rannte erstmal in die Richtung seines Lieblingsplatzes. Der Regen wurde immer stärker. Dummerweise hatte ich keine Kapuze oder irgendetwas, aber das war mir in diesem Moment eigentlich auch ziemlich egal. Es zählte, dass ich Toma schnell fand. Toma… bitte…ich musste es ihm erklären. Vollkommen erschöpft kam ich dort an, doch dort war niemand. Warum sollte er auch bei Regen herkommen? Es war ein dummer Gedanke gewesen, aber immerhin lag dieser Platz auf dem Weg zu seinem Haus, zu dem ich nun rannte.
Dort angekommen klingelte ich, doch er reagierte nicht. „Toma… Toma, bitte mach auf! Lass es mich erklären! Es ist wirklich nicht so wie du denkst!“, rief ich. Er musste dort sein, also redete ich einfach darauf. „Toma, wirklich… glaub mir. Es tut mir so unglaublich Leid… Ich konnte mich nicht gegen Ikki wehren und jetzt denkt er… Dabei will ich nur…“ Ich hielt für einen Moment inne und starrte zu Boden, sodass mir die nassen Haare ins Gesicht hingen. Liebte ich wirklich? Schon wieder übermannte mich dieser Verwirrung, dabei war ich mir doch gerade noch so sicher. Ich beobachtete wie die Wassertropfen von meinen Haaren, sowie meine Tränen auf den Boden vor seiner Tür tropften. „Toma… ich liebe dich.“, meinte ich leiser in der Hoffnung, dass er es noch hören würde. In diesem Moment ging die Tür auf und Toma stand mit roten Augen vor mir. Auch seine Haare und seine Kleidung waren völlig durchnässt. Er trug auch noch seine Schuhe, also schien er sich einfach nur hinter seiner Tür fallen gelassen zu haben. „Ist das wahr? Hat er dich gezwungen?“, meinte er kühl. „Mehr oder weniger ja…“, antwortete ich schlicht und fragte mich, ob er meinen letzten Satz gehört hatte. Er machte einen Schritt zur Seite und ich ging hinein. Wir zogen unser Schuhe aus und er ging schweigend in sein Zimmer. Ich folgte ihm dorthin. „Wie konnte er das tun?“, meinte Toma nachdenklich, während er auf den Boden starrte. Ich konnte ihm erst nicht antworten, weil ich nicht wusste, wie ich es sagen sollte, doch dann erklärte ich: „Naja…also…Er dachte, ich würde es wollen, wäre nur zu feige… also erpresste er mich.“ Toma ballte die Hände zu Fäusten. „Aber ich gebe mir die Schuld, ich hätte ihn bestimmt noch irgendwie umstimmen können, aber ich hatte Angst vor irgendwelchen Konsequenzen, also habe ich es einfach hingenommen. Es tut mir so Leid, wirklich. Verzeih mir…“, erklärte ich mit Tränen in den Augen und gesenktem Kopf. Toma stand wortlos auf und warf mir ein paar seiner Klamotten hin. „Du solltest dich erstmal umziehen, sonst erkältest du dich. Ich gehe solange einen Tee machen. Willst du einen?“ Er klang vollkommen ausdruckslos. „Du musst nicht…“ Er unterbrach mich: „Willst du?“ „Ich würde einen nehmen.“ Daraufhin nickte er nur und ging.
Für eine Sekunde starrte ich ins Leere. Es tat mir so Leid, was ich getan hatte und jetzt hörte ich mich so an, als wäre alles nur Ikkis Schuld, dabei wollte ich ehrlich zu ihm sein. Toma schien plötzlich so kalt und unnahbar. Es machte mir Angst. Was hatte ich nur getan? Ich zog mich um und bemerkte, dass Tomas Klamotten so unvergleichlich gut nach ihm rochen. Jetzt fühlte ich mich wieder wohl, sogar viel wohler als sonst. Ich spürte, dass ich plötzlich diesen Drang hatte Toma zu küssen, mich ihm hinzugeben und einfach bei ihm zu sein. Ein Lächeln huschte über meine Lippen, da kam Toma herein. Mein Beschluss war gefallen. Ich würde ihm jetzt ganz offiziell meine Liebe gestehen und ihn küssen. Dann wäre endlich alles in Ordnung. „Toma… ich muss dir etwas sagen.“ Er drückte mir schweigend die Tasse in die Hand. „Trink erstmal was. Es wird dich etwas wärmen.“ Mit einem Lächeln trank ich einen großen Schluck. Er wusste tatsächlich noch was meine Lieblingssorte war. „Sogar meine Lieblingssorte…“ Er lächelte stumm, doch dann verschwamm dieses süße Lächeln etwas vor meinem Augen. „Was ist hier los…?“, fragte ich etwas benommen. Toma legte einen Arm um mich und erklärte mit seiner herzlichen Stimme: „Ich weiß, dass es dir Leid tut… mir tut es auch Leid.“ Was sollte das denn bitte heißen? Mein Körper wurde langsam taub. „Toma…?“, flüsterte ich, so gut es mein schwindendes Gefühl in den Lippen noch hergab. Er gab mir einen Kuss auf die Stirn, nahm mir die Tasse ab, stellte sie weg und ließ mich langsam sinken. „Gute Nacht.“, flüsterte er mit seinem süßesten Lächeln, dass mir in diesem Moment aber einfach nur Angst machte. Dann wurde mir schwarz vor Augen.

Save the Game? Yes or No?
~So das war’s! Was hat Toma nur getan und was hat er vor? Wird Shin ihn aufklären können, was wirklich in ihm vor sich geht? Was denkt Toma wirklich? Wie wird Ikki überhaupt mit all dem umgehen? All das erfahrt ihr im nächsten Kapitel von Tanz der Karten! Eure DarKira~

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