Tanz der Karten – Kapitel 6

~Hey Leute, heute gibt es mein nächstes Kapitel von Tanz der Karten. Dieses wird sehr speziell und ich hoffe, dass es euch gefällt. 😛
Viel Spaß!~

Am nächsten Tag ging ich nach der Uni wie gewohnt zur Arbeit. Toma hatte dieses Mal schon eine Stunde vor mir schon Schichtbeginn, weswegen er schon vor mir da war. Ich zog mir also gemütlich die Arbeitsklamotten an und wagte dann den Schritt ins Grauen. Als ich herauskamen sahen die Mädchen neben mir mich ganz erwartungsvoll an, weswegen ich mit einem Lächeln den Kopf schief legte und „Guten Tag die Damen.“ sagte. 3 von ihnen liefen rot an und erwiderten hektisch das „Guten Tag!“, was mich doch zum richtigen grinsen brachte. „Hey Toma.“, meinte ich kurz und knapp als ich hinter die Theke schaute, worauf ich zuhören bekam: „Guten morgen Shin! Wie war dein Tag? Hast du eine Prüfung geschrieben? Wie sieht eigentlich dein Notenschnitt zur Zeit aus?“ Ich musste tatsächlich lachen. „Hey, ganz langsam und eine Frage nach der anderen.“ Er seufzte: „Hai, hai.“ „Also mein Tag war ganz passabel bis jetzt. Ich habe in letzter Zeit keine Prüfungen geschrieben und mein Schnitt müsste im Vergleich zur Klasse etwas über dem Durchschnitt liegen. Und jetzt erkläre mir, was die Fragen sollten.“ Er lief rot an und sah zur Seite. „Ich will halt mehr über dich wissen und mehr mit dir reden…“ Ich nickte langsam und versuchte mein Herz zu ignorieren, dass wieder Aufstände machte.
Wir gingen also an die Arbeit. Ich nahm mir seine Worte etwas zu Herzen und bemühte mich wieder mehr mit ihm zu reden. Er hatte recht, nachdem er mir meinen ersten Kuss gestohlen hatte, distanzierte ich mich sehr von ihm. Mein Kopf schien sich einfach gegen ihn zu wehren, vor allem wenn die Mädchen wieder irgendwelche Extrawünsche hatte. Kurz bevor meine Schicht zu Ende war und ich in der Hoffnung, dass nun keine derartigen Bestellungen mehr kamen, passierte es. „Ich hätte gerne die Nummer 13.“ Toma nahm die Bestellung entgegen und wir lasen uns still durch, was wir tun mussten. Dann trafen sich geschockt unsere Blicke und wir liefen rot an. Immerhin kostete dieser Scheiß sie auch genug, aber trotzdem fragte ich mich, wer auf diese verdammte Idee gekommen war! Wir mussten instinktiv schlucken und waren wohl tatsächlich unschlüssig, ob wir das wirklich tun sollten. >>Ein kleiner Wettbewerb: Wer zuerst am Boden ist und wer dann zuerst stöhnt!<< Das ganze Café sah uns an. Ich schüttelte langsam den Kopf, doch er zuckte mit den Schultern, woraufhin ich heftiger mit dem Kopf schüttelte und er ins Grübeln geriet. Schließlich nickte er und starrte ihn nur entsetzt an. Das war der Moment, den er nutzte, um mich beim Handgelenk zu packen und mich so zu drehen als ob wir tanzten und mich in seine Arme warf. Ich war etwas überrumpelt und brauchte eine Sekunde, um zu reagieren, aber die Sekunde meines Schocks hatte er genutzt und mich zu Boden zu drücken. Erst zu spät versuchte ich mich zu wehren, doch so kam es, wie es kommen musste. Ich lag am Boden und er kniete über mir, aber war rot angelaufen. Anscheinend wusste er nicht wie er fortfuhr oder konnte es nicht vor all den Mädchen. Ob ich die Gelegenheit nutzen sollten, um den Spieß noch einmal umzudrehen? Doch es gelang mir nicht, denn er fuhr fort. Er begann meinen Hals zu küssen. Mein Herz schlug so unglaublich schnell, doch ich lag am Boden und all die Blicke, die uns zusahen konnte ich nicht vergessen, selbst nachdem ich die Augen schloss noch nicht. Das musste so falsch aussehen. Ich wollte hier weg. Er knabberte an meinen Ohr und flüsterte leise: „Nur ein einzelnes Stöhnen, dann ist das hier vorbei. Entspann dich bitte.“ Es war so peinlich und so schön zugleich. Wollte ich überhaupt, dass er aufhörte? Was dachte ich da nur? Natürlich wollte ich das er aufhörte. Mit einer Hand fuhr er über meinen Oberkörper. Das ging zu weit, ich zwang mich zu einem kurzen Stöhnen und er hörte auf. Mit einem Grinsen meinte er: „Gewonnen.“ Ich hatte tatsächlich Tränen in den Augen und musste mich zusammenreißen ruhig zu bleiben. Wenn das in diesem scheiß Café so weiter ging, was würden wir dann noch tun? In diesem Moment hörte ich eine bekannte Stimme hinter mir: „Also ist das hier jetzt wirklich ein Yaoi-Café? Interessant…“ Erschrocken sah ich über die Schulter und da stand Ikki, der zu mir heruntersah und mir die Hand hinhielt. „Komm wieder hoch. War aber interessant euch zuzusehen.“ Erschüttert lief ich rot an, stand schnell ohne seine Hilfe auf und verschwand im Umkleidezimmer. Mir liefen die Tränen über die Wangen. Ich verstand das alles nicht. Toma kam herein, schloss hinter uns die Tür und nahm mich kurzerhand in den Arm. „Hey, tut mir Leid. Ich wollte das doch nicht.“ Ich drückte ihn energisch weg. „Das ist doch nicht deine Schuld, du Idiot.“ „Was ist dann los?“ „Ich weiß es nicht. Lass mich einfach in Ruhe, ok?“ Ich zog mich in kürzester Zeit um und ließ den total verwirrten Toma stehen. So schnell wie möglich lief ich aus dem Café und zog mir die Kapuze tief ins Gesicht. Ich wollte nicht, dass mich irgendjemand so sah.
„Hey Shin, tut mir Leid. Ich hätte das nicht sagen sollen. Wahrscheinlich denkst du, ich will mich über dich lustig machen, aber es ist in Ordnung, dass du auf Kerle stehst.“ Erschrocken sah ich über die Schulter. Ikki war mir gefolgt. „Ich stehe nicht auf Kerle!“, schrie ich ihn ziemlich fassungslos entgegen. Er blieb zu meinen Entsetzen auch noch ruhig. „Das sah aber anders aus.“ „Das ist das, was mich stört!“ „Dass du nicht auf Kerle stehst, aber alle es denken oder dass du auf sie stehst, aber es dir nicht eingestehen willst?“ Ich ging wortlos weiter. Mit diesem Idioten von Tanzlehrer musste ich mich nicht über so etwas unterhalten. Aber hatte er nicht einen Freund? Vielleicht konnte ja gerade er mir helfen. So in Gedanken hatte ich gar nicht mitbekommen, dass er jetzt neben mir lief. Überrascht sah ich ihn an. Er lächelte und erklärte: „Ich muss eh in die Richtung.“ „Verstehe… Sag mal: Wie hast du herausgefunden, dass du auf Kerle stehst?“ Für eine Sekunde überlegte er. „Ich hatte etliche Beziehungen mit Frauen, aber jede hat nach ungefähr 4 Wochen mit mir Schluss gemacht. Nach und nach verlor ich immer mehr das Vertrauen in Frauen und bekam fast einen Hass auf sie. Eigentlich wünschte ich mir nur eine Freundin, die mit mir länger zusammen bleiben konnte, aber es passierte einfach nicht. Kent, mein jetziger Freund, hat mich schließlich gefragt, ob ich es anstatt mit den ganzen Frauen nicht einmal mit einem Kerl probieren wolle. Ich bin ihm erst für eine Weile aus dem Weg gegangen, aber irgendwann hab ich mich doch darauf eingelassen und festgestellt, dass er mir gefällt, sogar mehr als mit irgendeiner Frau.“ „Das klingt ein wenig tragisch.“ „Zu dem Zeitpunkt war es das auch, aber mittlerweile bin ich glücklich, dass ich so mit Kent zusammen gekommen bin.“ Ich blieb stehen. „Hier wohne ich, also…“ Er ließ mich nicht ausreden. „Darf ich mit zu dir kommen?“ Verwirrt sah ich ihn an. „Wieso?“ „Ich will dir ein paar Tipps geben.“ Genervt verzog ich das Gesicht, aber da er mich jetzt eh schon heulen gesehen hatte, konnte mir alles andere auch egal sein. Also bat ich ihn herein.
„Weswegen bist du der Meinung, dass du nicht auf Kerle stehst, Shin?“ Ich hatte mich auf mein Bett gesetzt und er auf meinen Schreibtischstuhl, da ich ja keine anderen Sitzmöglichkeiten in meiner Wohnung hatte. „Ich hätte nie zuvor daran gedacht, dass ich auf Kerle stehen könnte und alles, was bis jetzt schon geschehen ist war eher peinlich als alles andere. Er legte den Kopf schief. „War es nicht eher peinlich, weil es dein bester Freund war?“ Irritiert sah ich zu Boden. „Was sollte das an der Sache ändern?“ „Fändest du es genauso peinlich, wenn es einer deiner anderen Kollegen wäre?“ „Wahrscheinlich.“ „Fändest du es genauso peinlich, wenn es eine Frau wäre, die so etwas mitten im Café mit dir machen würde?“ Ich sah zur Seite und antwortete nur: „Ja, wahrscheinlich.“ Er nickte also. „Fändest du es peinlich, wenn ich so etwas mit dir allein machen würde?“ „Keine Ahnung.“ Worauf wollte dieser Bastard hinaus…? „Willst du es probieren?“ „Was?! A-aber du hast einen Freund.“ „Ist eigentlich eher ne offene Beziehung, da der kleine Trottel zu unnahbar ist, um mich komplett zu befriedigen.“ Ich lief rot an. Das war eine Information zu viel und diese Situation war seltsam. Er stand auf und ging auf mich zu. Unbewusst spannte sich mein ganzer Körper an. Das konnte er unmöglich ernst meinen. Er beugte sich langsam zu mir nach unten. „Also was sagst du? Ja oder nein?“

Save the Game? Yes or No?
~Ich hoffe, dass es euch gefallen hat! Hinterlasst mir doch einen Kommentar! Wie wird es wohl weitergehen? Wird Shin das Angebot annehmen oder seinen Tanzlehrer hochkant aus der Wohnung kicken? Wie steht Toma eigentlich zu alldem? All das und noch viel mehr erfahrt ihr im nächsten Kapitel Tanz der Karten!~

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