Tanz der Karten – Kapitel 3

~So und nun bekommt ihr auf Nachfrage direkt mein 3. Kapitel von den Tanz der Karten zu lesen. Ich hoffe, dass es euch gefällt! Viel Spaß!~

 

„Guten morgen, Shin!“, weckte mich eine bekannte Stimme. Verwirrt schlug ich die Augen auf. „Toma?“, fragte ich schläfrig. Vorsichtig gab er mir einen Kuss. Nun war ich hellwach, schreckte nach oben und schüttelte irritiert den Kopf. „W-was soll das? Was machst du eigentlich in meiner Wohnung?“ „Erinnerst du dich nicht mehr daran, was gestern Abend passiert ist?“ Entsetzt stellte ich fest, dass ich keine Klamotten trug. „Oder soll ich dich nochmal daran erinnern?“ Er lehnte sich zu mir nach vorne und küsste mich leidenschaftlich. Dann drückte er mich ins Bett zurück und ließ seine Fingerspitzen über meinen Körper tänzeln. Als er mir Luft zum Atem ließ, sagte ich schnell: „Nein, hör auf! Das kann nicht sein!“ „Oh doch, ab jetzt lass ich dir keine Luft zum Atem mehr!“ Er küsste mich erneut. Entsetzt wachte ich auf, schreckte hoch und traute meinen Sinnen nicht. Panisch sah ich mich in meinen Zimmer um und stellte fest, dass ich allein war. Ich atmete auf. Was war das für ein seltsamer Traum gewesen? Ich stand auf und taumelte durch die Wohnung. Heute war wieder Tanzkurs. Das bedeutete, dass ich heute Toma wieder treffen würde. Ich starrte das Bild von Toma und Heroine auf meinen Schreibtisch an. Was stimmte nur nicht mit mir? Der Tag verging, ohne dass ich mich konzentrieren konnte und dann kam die Zeit, in der immer Tanzstunde war. Ich überlegte stark, ob ich wirklich hingehen sollte, aber ich hatte auch keine Ausrede um es nicht zu tun. Toma wartete schon vor der Halle. „Hey Shin!“, meinte er begeistert wie immer, woraufhin ich mit einem kalten „Hey!“ antwortete. „Gehen wir rein? Du bist etwas spät. Es könnte sein, dass sie schon angefangen haben. Heroine und Ukyo sind schon drin.“, erklärte Toma. Ich nickte stumm und wir gingen hinein. Dass er neben mir her lief, als ob nichts gewesen wäre, beruhigte mich zwar irgendwie, aber es machte mich auch sauer. Die Tanzstunde begann und Ikki zeigte uns wieder viel zu leichte Schritte, die mich chronisch unterforderten. „So dieses Mal fordern die Mädchen bitte einen Jungen zum Tanzen auf.“ Das Mädchen vom letzten Mal mit den blauen, kurzen Haaren und der Mütze hielt mir stumm eine Hand entgegen, die ich, ohne etwas zu sagen, annahm. Dagegen stritten sich die Mädchen wieder um Toma, der dieses Mal eine andere nahm, aber auch mit ihr nicht glücklich zu sein schien. Das blauhaarige Mädchen, mit dem ich tanzte, nervte mich wieder relativ schnell, weswegen ich es wagte zu Toma rüber zu schauen, der mich verzweifelt anlächelte. Per Augenkontakt war schon klar, wie sehr das Mädchen, das mit ihm tanzte, ihn nerven musste, aber sie trat ihm auch in einer Tour auf den Fuß. Ukyo und Heroine tanzten Friede, Freue, Eierkuchen miteinander und strahlten vor sich hin. Es widerte mich an, sowie meine Tanzpartnerin, die wieder einmal anfing von Ikki zu erzählen. Während der Pause kam Ikki zu mir. „Du tanzt wirklich verdammt gut, aber such dir lieber eine andere Partnerin, die eher deinem Potenzial entspricht. Zur Not geht auch ein Partner.“ Ich nickte stumm und fragte: „Aber wen?“ „Probiere einfach mal aus. Wenn du möchtest, kann auch ich mit dir tanzen.“ „Tanz lieber mit Toma, der scheint eine noch schlechtere Partnerin erwischt zu haben.“ Ikki lehnte sich mit einem Grinsen zu mir nach vorne. „Ich habe ihm schon gesagt, dass er sich eine andere suchen soll und er hat da auch definitiv leichteres Spiel, so wie sich die Frauen um ihn streiten. Wobei ich glaube, dass bei dir ja auch niemand „nein“ sagen könnte.“ Er lächelte mich charmant an, aber ich verzog das Gesicht und meinte genervt: „Was soll das eigentlich werden? Tanz mit wem du willst, aber nicht mit mir.“ Mit diesen Worten ging ich und fragte mich, ob er wirklich mit mir flirten wollte oder ob es meine Vorurteile waren, die das dachten. Eigentlich hatte er ja einen Freund, aber der war ja nicht hier. Ich sollte einfach nicht darüber nachdenken. In der nächsten Runde beim Tanzen forderten Toma und ich eine andere Frau auf. Dieses Mal wurde jedoch mir auf die Füße getreten und Toma lachte sich wohl darüber kaputt. Allerdings ließ er irgendwann seine Tanzpartnerin stehen und ging raus. Verwirrt fragte ich mich, was los war und folgte ihm letztendlich. Es war eh nicht schade darum, dieses „Naturtalent“ stehen zu lassen. Ich fand ihn eine Etage weiter unten.  „Toma, alles in Ordnung?“ Er stand gegen die Wand gelehnt und sah mich überrascht an. „Shin! Ich weiß nicht. Dieses Mädchen hat mir gerade ihre Liebe gestanden, aber ich kenne doch erst ein paar Minuten. Ich bin verwirrt, weißt du…“ Er zögerte und sah zu Boden. „Wären doch alle Frauen so wie du, dann wäre das viel einfacher.“ „Was soll das denn heißen?!“, fragte ich schockiert. Er sah mich kurz verwirrt an, lachte dann aber und erklärte: „Kleiner Scherz!“ „Was hast du zu ihr gesagt?“ „Dass mir das zu schnell geht, dass ich nicht weiß, wie ich auf einmal auf so etwas reagieren und ich sie momentan ganz bestimmt nicht liebe. Sie sagte, dass sie auf mich wartet.“ Er schüttelte den Kopf. Irgendwie war ich wütend und ich wusste nicht genau warum. Dieses Mädchen widerte mich an, wie konnte sie sich meinen besten Freund einfach so aufdrängen und ihn sein Lächeln nehmen. Genervt meinte ich: „Lass dieses Mädchen doch einfach stehen… So etwas Besitzergreifendes brauchst du nicht.“ „Meinst du?“, fragte er. „Ja! Ganz bestimmt!“ Er lächelte und kam auf mich zu, was mich irgendwie nervös machte. Dann umarmte er mich und meinte: „Danke.“ „Nichts zu danken…“, knurrte ich und knirschte mit den Zähnen. Ich hätte ihn ja gerne ebenfalls umarmt, aber alles in mir wehrte sich dagegen. Dann gingen wir wieder hoch und tauschten Tanzpartnerinnen. So ging die Stunde zu Ende. Während Toma Heroine erklärte, was los gewesen war, kam Ukyo auf mich zu. „Hey, du tanzt gut.“ „Danke.“ „Hast du eigentlich mal über meine Fragen nachgedacht?“ Ich lief rot an und antwortete kurz angebunden: „Wieso sollte ich?“ Dann verabschiedete ich mich schnell und verschwand, ehe mich irgendjemand noch fragen konnte, ob ich noch irgendetwas mit ihnen machen wollte. Das war alles zu viel für mich. Als ich Zuhause angekommen war, bekam ich plötzlich eine SMS. Irritiert schaute ich auf mein Handy und erstarrte. Es war eine SMS von Toma. „Shin, eigentlich wollte ich noch mit dir reden, aber du warst auf einmal weg.“

Save the game? Yes or No?
~Na wie fandet ihr mein 3. Kapitel von Tanz der Karten? Ich hoffe, ihr seid auch neugierig wie es weitergeht!~

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