Tanz der Karten – Kapitel 18

~Hey Leute, es tut mir echt Leid, dass ich mich so lange nicht melden konnte. Ich habe letztes Jahr mein Studium angefangen und hatte einfach andere Dinge, als Anime, Manga und diesen Blog auf dem Schirm. Heute hatte ich aber endlich Zeit dem Wunsch von ein paar Lesern nachzugehen und ein neues Kapitel von Tanz der Karten zu schreiben. Ich kann euch sagen, dass ich erst einmal mit meinem vorherigen Schreibstil und dieser detailierten Beschreibung von gewissen Situationen überfordert war, aber ich konnte mich doch halbwegs wieder hinein finden. Nun hoffe ich, dass ihr viel Spaß damit haben werdet!~

Shin…was machst du da gerade?“ Sawa machte offensichtlich belustigt weiter mit dem, was sie tat und Ikki wartete auf eine Antwort. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. „Shin, kann es sein, dass du dich gerade selbst anfasst?“ „Ich… warte, nein… ich…“ Eigentlich war es doch besser, wenn er das dachte, statt dass er wusste, dass ich mich auf Sawa eingelassen habe. Warum tat ich das nur alles? Ikki lachte leicht am Telefon. „Stell dir doch vor, dass nicht du dich berührst, sondern ich es bin“, erklärte er mir mit einem gewissen Unterton. Nein, das durfte er nicht tun! Das machte meine Lage doch nur noch schlimmer. Sawa fuhr mit den Fingerspitzen über meinen Oberkörper, sodass ich Gänsehaut bekam. Währenddessen Ikki erklärte: „Wie ich langsam meine Finger schneller bewege und härter…“ Meine Gedanken schallten sich ab und ein leises Stöhnen kam mir über die Lippen. „Nein, Ikki…“, gab mein Mund von sich, ohne meinen Verstand einzuweihen, während mein Körper den Druck nachgab.
Sawa knurrte leise: „Du hättest mich ruhig vorwarnen können..“ Das Blut schoß mir in den Kopf. „Mhhm, eine Stimme im Hintergrund, mhhm?“, fragte Ikki mit einem Unterton, den ich nun wirklich nicht mehr zuordnen konnte. Ein Seufzen kam über seine Lippen. „Ich störe mal nicht weiter…“ Mein Herz schlug, als ob ich zu Fuß vor einem Auto wegrennen würde, dessen Beifahrer mit einer Bazooka auf mich schießt. Er legte auf, ehe ich mir etwas ausdenken konnte wie ‚Ich hab einen Porno im Hintergrund laufen‘ oder so etwas. „Shin?“, fragte Sawa vorsichtig. Ich wusste, dass es nicht ihre Schuld, sondern meine eigene, war, aber trotz dessen war ich irgendwie auch auf sie sauer. Hatte ich jetzt auch noch Ikki verloren? Ich wählte seine Nummer mehrmals, aber er ging nicht ran.

Ohne wirklich darüber nachzudenken, stieß ich Sawa auf das Bett. Ich sprang nicht gerade nett mit ihr um, kratzte unverschämt über ihren Körper, biss sie nicht unbedingt sanft in den Hals und ging schließlich genauso schamlos unter ihren Rock. „Nein Shin, das ist zu viel…“ Ihre Stimme nahm ich kaum noch wahr. Irgendwo musste ich meinen Ärger und die überkochenden Emotionen loswerden. Sie versuchte mich wegzustoßen, aber ich nahm ihre Hände und drückte sie ins Bett. „Shin, ich kann nicht mehr…“ Meine Gedanken waren nicht klar genug, um die Bedeutung dieser Worte herauszufinden. Ich fuhr fort für eine Zeitspanne, die ich nicht genau einordnen konnte.
Irgendwann klärte mein Verstand meine Sicht wieder langsam auf. Sawa lag stark keuchend auf dem Bauch auf meinem Bett. Ihr Rücken war komplett zerkratzt und sie schien wirklich am Ende zu sein. Was war hier passiert? Was war mit mir passiert? Was hatte ich getan? Ein Schuldgefühl kam in mir auf, weswegen ich sie vorsichtig hochzog und in den Arm nahm. Sie hatte doch überhaupt nichts mit all dem zu tun. Warum hatte ich ihr das angetan? „Darf ich dich jetzt wieder berühren?“, fragte sie noch immer ziemlich atemlos. Ich verstand die Frage nicht komplett, aber antwortete durch ein Nicken. Jetzt legte auch sie die Arme um mich. „Ich hatte nicht geahnt, dass du auf so etwas stehst…“ „Es tut mir Leid…“ „Nein, das war eigentlich gar nicht schlecht. Ich war mir nicht immer sicher, ob ich lieber schreien oder doch stöhnen sollte.“ Diese Antwort beruhigte mich nicht unbedingt. Ich war doch gar nicht der Typ für so etwas und ich stand auch gar nicht darauf, also warum?
„So können auch 3 Stunden vergehen…“, meinte sie mit einem Blick auf ihr Handy. „Ich muss jetzt aber wirklich nach Hause…“ Ich nickte nur zögerlich und beobachtete wie sie versuchte aufzustehen. „Au, au, au…“, meinte sie und ließ sich wieder fallen. „Könntest du mir vielleicht helfen?“
Am Ende lief es darauf hinaus, dass ich sie anzog und Huckepack zu sich nach Hause tragen musste. In der Dunkelheit hätte ich sie eh nicht mehr alleine laufen lassen. Wir redeten nicht auf dem Weg nach Hause und schließlich setzte ich sie vor ihrer Haustür ab. „Ähm dankeschön, dass du mich bis hierher getragen hast… obwohl dein körperlicher Zustand eigentlich ja noch nicht der Beste sein müsste nach allem.“ Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht, scheinbar war ich wirklich wieder auf den Beinen. „Kein Problem, schließlich war es… irgendwie meine Schuld…“ „Eher meine…“, flüsterte sie. „Na dann gute Nacht!“ Sie lächelte und ich erwartete, dass sie mir einen Kuss geben würde oder dergleichen, aber ehe ich reagieren konnte, war sie dabei einfach die Tür zu öffnen. „Und viel Glück mit Ikki“, sagte sie noch leise, ehe sie in der Tür verschwand, ohne eine Umarmung oder irgendetwas… als wäre sie wirklich sauer oder traurig. Mein Verstand war nicht klar genug, um es wirklich klar einzuschätzen.
Ich starrte etwas fassungslos die Tür an. Dann drehte ich mich einfach um und ging. Was hatte ich nur getan?! Hatte ich nun Ikki und Sawa gegen mich aufgebracht? Toma hatte sich scheinbar auch komplett von dem Gedanken verabschiedet, dass ich ihm vergeben könnte, indem er mir all das zurückgegeben hatte. Ich schaute auf mein Handy, wo keine neuen Nachrichten oder verpassten Anrufe zu finden waren. Ikki schien nicht im Begriff zu sein, mich zurückzurufen.

Als ich langsam durch die Straßen nach Hause schlich, merkte ich wie mich die Erschöpfung packte. Anscheinend war dieser Tag doch etwas zu viel gewesen. Außerdem wurde mir nun wieder klar, dass ich in der Nacht zuvor in Scherben getreten war. Der Verband schien dummerweise festgeklebt zu sein und es nun wieder aufzureißen.
Ermüdet kam ich zu Hause an, wo ich mich letztendlich ins Bett fallen ließ. Doch anstatt dass ich einfach einschlief, war mein Geist hellwach. Er nahm den Geruch von Sawa wahr und einen kleinen Blutfleck, der von einer aufgekratzten Stelle an ihrem Rücken kommen musste. Ich dachte an Ikki und diesen Unterton, kurz bevor er auflegte. Tränen stiegen in meinem Augen auf. So blieb ich letztendlich gegen meinen Willen die ganze Nacht wach und verlor mich irgendwann in Gedanken, die immer wieder versuchten mein Leben zu beenden.
So ging ich am nächsten Morgen in die Uni, um die Vorlesung nur mit halben Ohr mitzuschneiden. Sawa erschien nicht zu dieser Vorlesung. Ikki reagierte nicht auf meine Anrufe. Allerdings war heute wieder der Tanzkurs, so könnte ich einfach dorthin gehen und Ikki wiedersehen. Ich würde ihm einfach alles erklären und er hätte bestimmt Verständnis. Schließlich ging er mit so ziemlich jeder ins Bett. So verbrachte ich den halben Tag absolut übermüdet in der Uni.

Am Abend stand ich vor dem Gebäude, in dem die Tanzkurse gegeben wurden. „Shin, was machst du denn hier? Solltest du dich nicht noch etwas ausruhen?“, fragte Heroine, die mich ganz schön überraschte. Neben ihr lief Ukyo, der mich lächelnd begrüßte. „Du siehst aber wirklich nicht ganz gesund aus“, ergänzte er nun. „Ich kann einfach nur nicht schlafen…“, gestand ich den beiden und fügte leise hinzu, „und ich will nicht allein sein.“ Heroine nahm mich in den Arm und lächelte mich mit ihrem ehrlichen, gütigen Lächeln an, dass ich immer so an ihr geliebt hatte. Auch jetzt tröstete es mich zumindest ein bisschen, auch wenn ich ihr nicht sagen wollte, weswegen ich eigentlich  am Boden war.

Wir betraten also zusammen den Saal, wo Ikki uns, auch mich, begrüßte, als wäre nie etwas gewesen. Irgendwie machte es mich glücklich, auch dass er letztendlich mit mir tanzte. Selbst wenn wir uns anschwiegen und er auf jeden anderen wirklich nur wie ein ganz normaler Tanzlehrer wirken musste. In der Pause wollte ich ihm alles erklären und wie in jeder Pause verließ er auch heute den Tanzsaal. Bevor ich ihm folgen konnte, hielt mich Heroine auf. „Wie geht es dir? Du solltest eine Pause machen, wenn es zu anstrengend wird.“ „Es geht schon“, antwortete ich beschwichtigend, obwohl ich meinen körperlichen Zustand vollkommen ignorierte.
Ich ging, bevor sie noch etwas sagen konnte und verließ den Raum, um endlich mit Ikki zu reden… Doch ich traute meinen Augen nicht bei dem Anblick, der mir geboten wurde. Toma hatte Ikki gegen die Wand gedrückt, während Ikki ihm mit einem eindeutigen Grinsen am Kragen zu sich zog. Was… was ging hier bitte vor sich?

Save the game? Yes or NO?

~Na was haltet ihr von meinem neuen Kapitel? Hinterlasst doch ein paar Kommentare, auch wenn ihr der Meinung seid, dass ich meinen Schreibstil dringend wieder ändern sollte. Ich muss sagen, dass ich dieses Mal besonders gemein und trostlos war, aber das verzeiht ihr mir hoffentlich ausnahmsweise. Was denkt ihr, wie wird es nun weitergehen? Kann Ikki Shin verzeihen? Aber kann Shin überhaupt Ikki verzeihen? Was passiert hier nur?~

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