Tanz der Karten – Kapitel 17

~Hey Leute, heute gibt es mal wieder ein neues Kapitel von Tanz der Karten. In letzter Zeit war ich mal wieder etwas verplant, doch endlich hab ich es geschafft mich an die Story zu setzen. Nur langsam frage ich mich, was ich Shin eigentlich noch alles antun will.^^‘ Ich hoffe auf jeden Fall, dass ihr viel Spaß auch mit diesem Kapitel haben werdet!~

Beinahe ausdruckslos schaute ich in das Gesicht meines ehemaligen besten Freundes, das so unschuldig und traurig wirkte wie das eines Kindes, dem sein Spielzeug weggenommen wurde. Mein Herzschlag gab mir das Gefühl gerade um den halben Block gerannt zu sein. Zitternd fixierte ich die weinenden Augen Tomas. Er bewegte sich keinen Schritt auf mich zu, wahrscheinlich hatte er Angst, dass ich weglaufen würde oder direkt zutreten. „Shin, es tut mir Leid. Ich kann verstehen, dass du mich hasst. Wie konnte es nur dazu kommen? Eigentlich wollte ich dich immer nur beschützen. Wahrscheinlich willst du das alles eh nicht hören. Falls es dich interessiert, ich hab alles aufgeschrieben.“ Er legte mir einen Brief auf den Schuhschrank, doch ließ mich nicht zu Wort kommen. „In erster Linie bin ich nur hier, um mich aufrichtig bei dir zu entschuldigen und dir diese Sachen zurück zu geben. Ich bin nicht in der Position, dass ich sie behalten dürfte.“ Er legte mir den Ersatzschlüssel ebenso auf den Schrank und stellte einen Beutel ab. Darin schienen Klamotten und all so etwas zu sein, was er noch von mir besaß. Während ich die Tüte fixierte, ging er plötzlich unvermittelt auf die Knie und verbeugte sich vor mir. „Es tut mir alles so Leid. Aber bitte Shin, mach keinen Fehler und überlege dir gut, ob du etwas mit Ikki anfängst“, bettelte er weinerlich. „Ikki?“, fragte Sawa überrascht, die sich langsam angeschlichen hatte. Toma zuckte zusammen, da er offensichtlich nicht mit ihr gerechnet hatte. Ich hätte ihr gerne geantwortet, aber die Worte blieben in meinem Hals stecken. Alles ging gerade so schnell und ich wusste nicht, was ich denken oder fühlen sollte. Am meisten verwirrte mich das Gefühl, dass ich ihn in den Arm nehmen und trösten wollte. Das ergab alles keinen Sinn. Immerhin hatte ich Angst vor diesem Psychopathen. Sie bemerkte scheinbar, dass ich verwirrt war, also wandte sie sich an Toma direkt. „Darf er denn was mit mir anfangen, Toma-chan?“ Dieser schaute sie vollkommen verwirrt und sprachlos an. Das wäre ich in so einem Moment auch gewesen. „Hauptsache Shin ist glücklich. Mehr will ich nicht“, antwortete er schließlich mit einem bitteren Lächeln. Natürlich wollte er mich für sich beanspruchen, aber dass er mich so einfach aufgeben würde. Das klang gar nicht nach dieser Stalker-Seite, die ich von ihm kennengelernt hatte. „Ich will einfach nur, dass du glücklich wirst, Shin. Vielleicht kannst du mir irgendwann ja sogar verzeihen.“ Mit diesen Worten stand er vollkommen zittrig auf und drehte sich um. „Also lebe wohl, Shin.“ Flüchtig schaute er noch einmal über seine Schulter und schloss dann die Tür. Erst jetzt begriff ich, dass ich den Atem angehalten hatte und rang nun um Luft.
„Das klang nicht danach, als hättet ihr irgendeinen Streit gehabt… sondern etwas Größeres“, gab Sawa nun zu. „Das… ja, nein… das war es auch nicht“, brachte ich nun raus. „Sondern?“ „Er… hat mich gefangen gehalten.“ „Er hat WAS?!“ „Eigentlich war es keine große Sache…“ „Versuchst du gerade etwa ihn zu verteidigen?!“ Ich schaute überrascht zu ihr auf. Sie hatte recht damit, dass ich versuchte mir die Sache irgendwie schön zu reden. Nur warum sollte ich das bitteschön tun? „Shin… du hast ihn wirklich geliebt, oder?“ Langsam senkten sich mein Blick zum Boden und dann in die Küche, sodass ich mich von ihr wegdrehte. Tränen rannen meine Wangen entlang und ich ging ein paar Schritte von ihr weg, da ich nicht wollte, dass sie mich so sah. „Du musst deine Trauer nicht vor mir verstecken. Ich bin eine Frau. Wir haben für so etwas Verständnis.“ Natürlich konnte sie nicht verstehen, dass es in meiner Natur lag, dass ich Dinge lieber mit mir selbst ausmachte. Eigentlich musste ich schon richtig tief am Boden liegen, damit ich mich jemanden anvertraute. „Shin, rede mit mir.“ Meine Gedanken waren so abgeschweift zu Toma und allem, was geschehen war, dass ich vergessen hatte, in welcher Situation ich mich eigentlich befand und dass ich ihr antworten sollte. „Tut mir Leid, ich war in Gedanken“, antwortete ich, während ich mich zu ihr umdrehte. Dieses Mal freute sie sich nicht, dass ich wenigstens ehrlich war, sondern sah mich nur besorgt an. „Ja, ich hab ihn geliebt und es hat mir solche Angst gemacht, dass ich ihn am liebsten nicht wieder sehen wollte. Doch er hat mir nichts getan und sich rührend um mich gekümmert, wenn ich ihn nur die Chance gegeben hätte seinen guten Willen zu zeigen. Aber nein, ich hab nichts gegessen oder getrunken und aufgehört mit ihm zu reden, weil ich einfach nur meine Freiheit wollte. Er hat sich nicht einmal getraut mich anzufassen, auch wenn ihm hätte bewusst sein müssen, dass ich prinzipiell nichts dagegen haben müsste.“ Plötzlich redete ich wie ein Schwall, alles kam unter Tränen aus mir herausgesprudelt. Vorsichtig legte Sawa die Arme um mich und ihren Kopf auf meine Schultern. „Das Schlimme ist, dass ich gerade das Bedürfnis hatte ihn zu trösten. Ich weiß nicht, was dieses Gefühl mir sagen will. Liebe ich ihn noch oder war es bloße Gewohnheit? Ich glaube, ich drehe durch.“ „Wahrscheinlich sollte ich dich erst einmal ablenken, oder?“ Ich nickte nur unterbewusst.
Zwei Komödien später konnte ich doch wieder lachen und meine Gedanken waren ganz weit von diesem Thema entfernt. „Du bist viel süßer, wenn du lachst“, meinte sie belustigt. Woraufhin ich anfing zu streiken: „Nein, ich bin nicht süß!“ „Was war das vorhin eigentlich mit Ikki? Hattest du etwas mit ihm?“ Automatisch lief ich rot an und ihr war es sofort klar. „Ach Shin, was bist du nur für ein Männerheld? Mhh… hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage“, meinte sie spaßig. „Sag mal… das ist vielleicht ein schräger Gedanke, aber wolltest du ihn vorhin eifersüchtig machen?“ „N-nein!“, antwortete ich erst instinktiv, doch entschloss mich dazu, dass es nicht gut wäre, sie anzulügen. „Ja, vielleicht hatte ich es schon vor, aber ihn interessiert es ja eh nicht.“ Sie knirschte jetzt doch etwas mit den Zähnen. Es passt ihr also eindeutig nicht, dass sie nur das Mittel zum Zweck war. „Dafür wirst du jetzt bestraft!“, stellte sie boshaft fest und ich sah sie gestellt ängstlich an. Sie musste lachen. „Der Blick steht dir nicht!“ Ich lachte ebenso, doch ehe ich mich versah, lagen ihre Lippen auf den meinen. Kurz darauf drückte sie mich auf das Bett. Mein Innerstes überlegte noch, ob ich mich wehren sollte oder es einfach lassen. Ihre Lippen ließen von den meinen ab, liebkosten nach und nach meinen Nacken liebkost hatte und immer weiter runter gegangen war. Gezielt öffnete sie meine Hose, um ihn anschließend einfach in den Mund zu nehmen. Jetzt war es aus. Ich konnte mich nicht mehr wehren, nur noch versuchen irgendwie Würde zu bewahren und nicht zu laut zu stöhnen. Sie wusste offensichtlich genau, was sie da tat, obwohl Ikki besser wusste, wo es nicht gut anfühlte. Warum ließ ich mich darauf ein? Was tat ich hier nur? Ich dachte die ganze Zeit nur an Ikki und wie er es immer tat. Alles drehte sich und ich vergaß einfach, was hier passierte. In diesem Moment wurde ich jedoch aus meinen Gedanken gerissen, als ich meinen Klingelton hörte. Sawa griff nach meinem Handy, dass noch in meiner hinteren Hosentasche gesteckt hatte. Kurz ging sie nach oben. „Das ist Ikki. Willst du mit ihm reden?“ Verwirrt musterte ich seinen Namen, der klar und deutlich auf dem Display zu erkennen war. Das konnte nicht sein! Wollte er sich etwa doch noch danach erkundigen wie es mir ergangen war? Intuitiv nickte ich, woraufhin sie den Anruf annahm und mir das Handy ans Ohr gab. Erst jetzt fragte ich mich, was verdammt ich mir in dieser Situation dabei gedacht hatte. Warum hatte sie den Anruf auch einfach angenommen? „Ja?“, brachte ich nun heraus, während ich versuchte nicht atemlos zu klingen. „Ja, hallo Shin. Hab mich gefragt, wie es dir so geht einsam in deiner Wohnung? Ich wollte vorhin nicht mitten auf der Straße dich damit überfallen.“ Mein Herz schlug ein wenig schneller, was mich verwirrte. „Es war schon ein wenig hart… a-aber…“ Ich keuchte überrascht auf. Sawa hatte ihren Kopf wieder gesenkt. „Shin, ist alles in Ordnung?“ „J-ja… keine Sorge.“ „Na gut.. Geht es auch mit deinen körperlichen Zustand in der Uni?“ „J-ja… wie war denn dein Tag so?“ Verzweifelt versuchte ich ihn dazu zu bekommen, dass er redete und nicht mehr ich, um Sawa deutlich zu machen, dass sie aufhören solle. Aber nun verstand ich, was sie meinte mit „bestrafen“. Ikki redete weiter. Seine Stimme, während er nun erzählte, war so angenehm und brachte mich nur noch schneller zu dem Punkt, an dem Sawa mich gerade haben wollte. „Ha…“, stöhnte ich aus Versehen auf, als sie zusätzlich mit einer Hand unter mein Shirt gefahren war. „Shin… was machst du da gerade?“ Mein Herz blieb gefühlt stehen bei dieser Frage. Scheiße, was sollte ich nun sagen?!

Save the Game? Yes or No?
~Na hat es euch gefallen? Schreibt es doch in Kommentare! :3 Was wird Shin nun tun? Und wie wird Ikki reagieren? Ist Shin wirklich noch in Toma verliebt oder etwa in Ikki? Wo soll das alles noch hinführen? All das erfahrt ihr im nächsten Kapitel Tanz der Karten!~

2 Antworten zu “Tanz der Karten – Kapitel 17”

  1. Sailon sagt:

    Hi,
    Ich finde deine FF wirklich gut und würde mich riesig freuen, wenn du weiterschreibst (sofern du natürlich Zeit hast). Es wird nämlich mit jedem Kapitel spannender! An deiner FF habe ich nur etwas kleines zu bemängeln. Mir ist nämlich aufgefallen, dass du keine Abschnitte machst. Für den Leser ist es nämlich ziemlich hilfreich zum Lesen, wenn Abschnitte vorhanden sind. Ansonsten finde ich alles perfekt!

    LG Sailon

  2. DarKira sagt:

    Danke! Dein Kommentar freut mich wirklich riesig! Wenn ich die ff nicht nur für mich selber schreibe, motiviert mich das auch bald weiterzumachen. Ich werde sobald wie möglich weiter schreiben!
    Vielen Dank für den Rat. Ich werde es berücksichtigen. 😀
    Lg Kira :3

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