Tanz der Karten – Kapitel 16

~Hey Leute, da ich momentan kaum Zeit habe, kriegt ihr nun einfach direkt ein weiteres bereits vorgeschriebenes Kapitel von Tanz der Karten zu sehen. Ich hoffe, dass ihr mir die fehlende Abwechslung verzeiht und wünsche euch nun viel Spaß mit dem nächsten Kapitel!~

Was tat ich hier nur? Ich verletzte Toma gerade wirklich und eigentlich wollte ich das doch gar nicht. Eigentlich wollte ich, dass Ikki sich darum scherte, aber das würde er sowieso nicht. Verdammt, was tat ich hier nur?! Sawa quatschte ununterbrochen und fröhlicher als sonst über ihren Sportverein, ihre Freundinnen und irgendwelche Geschichten über Café. Mich interessierte wenig davon wirklich, aber ich hörte ihr einfach brav zu. Frauen konnten wirklich ganz nervtötend sein, wobei es auch Kerle gab die so unerträglich viel redeten und wiederum solche Frauen wie Heroine. Ich seufzte, als ich an die Zeit mit ihr zurückdachte. „Alles in Ordnung?“ Ich sah überrascht nach oben. „Tut mir Leid, ich war mit den Gedanken gerade woanders.“ Sie lächelte. „Immerhin bist du ehrlich… Ich rede zu schnell und zu viel, richtig?“ „Ein wenig.“, gab ich zu und kratzte sich nur peinlich berührt am Kopf. „Das höre ich öfters.“ Trotzdem würde sie nichts dagegen tun, so wie ich sie kannte.
Plötzlich fragte sie mit einem vielsagenden Grinsen: „Sag mal Shin, wie wäre es, wenn wir zu dir gehen? Du wohnst doch eh nicht weit von hier.“ Mein Körper spannte sich ein wenig an und ich ertappte mich wirklich dabei wie ich nervös wurde. Es war eindeutig, worauf sie hinaus wollte, aber ich wusste gar nicht, ob ich darauf hinaus wollte. Unsicher fixierte ich den Boden, dabei wirkte ich garantiert aber eher schlecht gelaunt als unsicher. „Was ist, willst du nicht?“, hauchte sie mir plötzlich ins Ohr. Ich bekam nur eine Gänsehaut. Ohne dass ich es mitbekommen hatte, war sie von der Bank gegenüber mit auf meine Bank gerutscht. Langsam hob ich den Blick zu ihr und sie packte mich einfach an der Hand und zog mich mit sich. Also gingen wir die Straßen entlang, erneut am Café, wo Toma gerade arbeitete vorbei. Dieses Mal versteckte ich mich aber eher, doch ich fürchtete, dass er uns trotzdem gesehen hatte. Was tat ich hier nur?!

Letztendlich waren wir in meiner Wohnung angekommen. Sie zog ihre Jacke und Schuhe aus, lief geradewegs in mein Zimmer und setzte sich auf das Bett. Ich folgte ihr verlegen und begutachtete sie kurz, ehe ich mich zu ihr auf das Bett setzte. „Mhhm… du bist Jungfrau, stimmt’s?“, fragte sie nun direkt. Mir schoss das Blut ins Gesicht. Sollte ich jetzt wirklich ehrlich zu ihr sein? Wahrscheinlich sollte ich es einfach. Immerhin sah ich sie irgendwo auch schon als Freundin an. Außerdem konnte ich so das aufschieben, worauf sie eigentlich hinauswollte. Vielleicht konnte ich es sogar abwenden. Letztendlich war meine Nervosität eh zu groß und es wäre nicht ehrlich, wenn ich jetzt mit ihr schlafen würde, sondern einfach eine Reaktion aus Verzweiflung heraus. „Du wirst ja bestimmt nicht in die weite Welt hinaus tratschen, oder?“ „Nein, keine Sorge, so eine bin ich nicht, auch wenn ich viel erzähle.“, meinte sie belustigt und ergänzte: „Also bist du wirklich eine, ja?“ „Was Frauen angeht schon…“, antworte ich nun und sie lief rot an. „W-warte… heißt das, du hattest schon mal etwas mit einem Kerl? A-also ich rede von mehr als von dem Küssen und so im Yaoi Café…“ „Ja, ich auch.“ „Wa-was?!“ Nun wirkte sie wirklich panisch und wich meinem Blick aus. Dabei fielen ihr wohl die Glasscherben auf, die ich vergessen hatte wegzuräumen, sowie das Blut daran. Irritiert stand sie auf und zog das Bild von Toma und Heroine heraus. Nun sah sie mich an und ich wich ihren Augen aus.
„Ich nehme an, dass das Bild nicht wegen Heroine dort liegt.. richtig?“ Ich nickte nur stumm. „Hast du mich wegen ihm damals abgewiesen?“ Ein erneutes Nicken bestätigte sie. „Stehst du überhaupt auf Frauen?“, fragte sie nun vorsichtig. „Ja, also… ich weiß es nicht hundertprozentig, aber ich schaue Frauen hinterher wie jeder andere und war auch schon in eine verliebt, also so ist es nicht.“ „Verstehe, also bist du bi?“ „Wahrscheinlich…“ Sie legte das Bild auf meinem Schreibtisch ab und setzte sich wieder neben mich. „Dir war klar, dass ich nicht in dich verliebt bin, sondern einfach nur mit dir ins Bett steigen wollte, richtig?“ „Du bist recht leicht zu lesen, ja.“, erklärte ich also. „Dementsprechend wolltest du dich von Toma ablenken und gleichzeitig auch mal etwas mit einer Frau ausprobieren, ohne ihr direkt zu schaden, falls du sie abweisen musst, mh?“, fragte Sawa, während sie sich zu mir rüber lehnte und meinem Gesicht immer näher kam. Das war so zwar nicht komplett richtig, aber ich wollte sie auch nicht korrigieren. Also antwortete ich: „Richtig.“ Ein Grinsen breitete sich auf ihren Gesicht aus und ich dachte, dass sie mich nun küssen würde, doch dann stoppte sie: „Halt! Warst du der Uke oder der Seme?“ „Was?“ „Warst du der dominante Part oder lagst du unten?“ Ich lief rot an, als sie diese Frage so direkt stellte und ich sah nur genervt zur Seite. „Also warst du der Uke! Man, du bist so niedlich, wenn du peinlich berührt bist.“ „Verkneif dir das Wort „niedlich“!“ Sie lachte daraufhin nur.
„Dann übernehme ich einfach die Führung, damit du nicht ganz so unsicher sein musst.“, flüsterte sie charmant in mein Ohr, sodass ich erneut Gänsehaut bekam. Langsam fuhr sie mit ihren Fingerspitzen über meinen Oberkörper und küsste meinen Nacken. Verdammt, was tat ich hier nur? Sollte ich sie bitten aufzuhören oder es einfach genießen? Ich konnte es nicht sagen! Erinnerungen überkamen mich von Ikki, von Toma, von Heroine. Mein Weltbild drohte scheinbar zu zerbrechen.
Sie hob den Kopf zu meinem und wollte mich gerade küssen, in diesem Moment geschah es. Es klingelte an der Tür. „Ignorier es…“, flüsterte sie mir zu, auf dieselbe Art und Weise wie Ikki damals als Toma vor der Tür stand. Es machte mich nervös und nutzte es aus, dass ich wie erstarrt war und küsste mich einfach, heiß und innig. Die Lippen eines Mädchens waren um so vieles weicher als die eines Kerls. Ich konnte es wieder einmal nicht fassen. In diesem Moment hämmerte es gegen die Tür. „Shin… Ich weiß, dass du da bist und ich weiß, dass du mich nicht sehen willst… ahomaDas verstehe ich, ich würde mich auch nicht sehen wollen… Aber ich muss mit dir reden… Ich will mich entschuldigen, bitte… Lass mich rein.“ Das war Toma… Sawa ließ also meine Lippen in Ruhe und sah in mein geschocktes Gesicht. „Wirst du mit ihm reden?“, fragte sie nun mit einem verständnisvollen Ton und legte den Kopf schief. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, zu keinem der beiden. Vorsichtig stand ich auf und ging langsam in den Flur. „Bitte Shin, es tut mir alles so furchtbar Leid… Es war mein Fehler. Ich hab es eingesehen und ich bereue es.“ Er weinte definitiv und auch mir kamen nun die Tränen. Meine Wut drängte sich langsam nach draußen und der gesamte Schmerz, den er mir zugefügt hatte. Dachte er wirklich, dass er alles mit einer einfachen Entschuldigung wiedergutmachen könnte?! …Indem er wie ein Stalker plötzlich vor meiner Haustür auftauchte und die ganze Nachbarschaft zusammenschrie? „Ich hab dich nicht angezeigt! Und mehr kann ich leider nicht mehr für dich tun!“, schrie meine Wut einfach aus mir heraus. Kurz wurde alles komplett still. Und plötzlich hörte ich das Klacken meines Schlosses und die Tür ging langsam auf. Mein Herz begann zu Rasen vor Angst und ich ging panisch ein paar Schritte rückwärts. Natürlich, er hatte noch den Ersatzschlüssel zu meiner Wohnung!

Save the Game? Yes or No?
~ Ist Toma sauer? Wird er Shin verletzen wollen? Kann Sawa Shin verteidigen? Wie wird es nun nur weitergehen? Erfahrt all das im nächsten Kapitel! Und schreibt mir doch mal, wie ihr die Entwicklung der Story findet und ob ihr überhaupt ein nächstes Kapitel davon lesen wollt. Ich freue mich über sämtliche Kritik oder auch Lob!
Eure DarKira~

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