Placebo – Konzert

Am 15. 11. war ich auf einem Konzert von einer Band, von der ich bisher nur 2 Lieder kannte. So etwas ist normalerweise gar nicht meine Art, aber ich muss sagen, es hat sich eigentlich doch gelohnt. Das Konzert war von einer Band, deren Name bestimmt vielen etwas sagt: Placebo. Die Leute, die jetzt denken: ‚Was?! Und sie kennt nur 2 Lieder von denen?!‘, sollten bedenken, dass ich eigentlich eher für Metal, Trance, Industrial und etwas dergleichen zu haben bin. Trotzdem muss ich sagen, dass die Musik auch gar nicht schlecht ist.

Also die Vorband hieß Toy. Sie war schrill und erst einmal verdammt laut. Dabei müsste doch die Hauptband eigentlich lauter sein oder irre ich mich da? Die Instrumente der Band spielten extrem gegeneinander und machten die Musik ein wenig disharmonisch. Wenn der Sänger gerade sang, hielt sich diese Disharmonie in Grenzen, aber die Band hatte mehr instrumental als alles andere. Es gibt sicher Leuten, denen das gefällt (mir eigentlich auch), aber ich persönlich fand es nach mehreren Liedern dann doch etwas langweilig. Die ganze Musik war etwas übersteuert und der Sänger war zu leise. Man konnte die Texte kaum verstehen. Zum Ende wurde es aber besser, so dass mir die letzten Lieder tatsächlich gefallen haben. Ich denke, dass die Band auch wirklich Erfolg haben könnte, wenn sie die Technik noch etwas in den Griff kriegt.

Anschließend folgte Placebo. Man merkte, dass diese Band schon mehr Erfahrung hat, da die Instrumente Gott sei Dank hier aufeinander abgestimmt waren. Es war auch nicht anders zu erwarten. Der Text war auch verständlich und hörbar. Allerdings ist der Sänger wirklich kein großes Entertainer. Ich glaube, er hat wirklich kein einziges Mal etwas zu dem Publikum gesagt. Er hat nur alle seine Lieder herunter gesungen und das war es. Dabei müsste man meinen, dass etwas wie „Guten Abend Leipzig! How are you?“ müsste doch drin sein. Aber es kam nichts keine Begrüßung, keine Zugabe oder gar eine Verabschiedung. Und wenn er singt, wüsste er auch bestimmt nicht, was er tun sollte, ohne seine Gitarre. Der Gitarrist war der Einzige, der etwas Stimmung gemacht hat, in dem er mal das Mikro ins Publikum gehalten und geguckt hat, welche Seite der Halle lauter schreien kann. Ich muss auch sagen, dass mir die Gesangsart des Sängers manchmal etwas zum Halse raus hing. Es gab so schöne, ruhige Lieder, bei denen er hätte etwas ruhiger singen und so auch etwas Gefühl ausdrücken können. Aber selbst hier hat er vielleicht 2 schöne Töne gesungen und dann sofort wieder angefangen zu Töne heraus zu pressen. In den meisten Lieder passt das ja wirklich und ich will nichts gegen sein schreiendes Singen sagen, aber in ruhigen Liedern könnte man doch wenigstens die Strophen mal nicht so herausquetschen. Oder liege ich da falsch? Mich hat es jedenfalls nicht berührt, aber vielleicht ist das auch nur Ansichtssache. Eines muss man der Band aber auf jeden Fall lassen. Die Beleuchtung, Lichttechnik und allgemein die ganzen Effekte waren absolut brilliant.
Ich muss sagen, dass die Musik von Placebo mich doch begeistert hat und ich das Konzert nicht als verschwendete Zeit ansehe. Allerdings habe ich nicht vor noch ein Konzert von ihnen zu besuchen.
Und an dieser Stelle würde ich gerne fragen: Was haltet ihr denn allgemein so von Placebo? 😉

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