Owari no Seraph – Nur Hintergrundstory zu Mikayuu?

Hallo ihr Lieben, nach gefühlten Äonen melde ich mich auch mal wieder zu Wort, bevor die liebe Kira diesen Anime in der Luft zerreißt! Dementsprechend wird wohl hier und da das Fangirl etwas durchschlagen – Entschuldigung dafür im Voraus ;3

Besagter Anime trägt im Englischen den Titel „Seraph of the end„, besitzt aktuell zwei Staffeln und basiert auf dem gleichnamigen Manga, der in Kooperation von Takaya Kagami, Daisuke Furuya und Yamato Yamamoto entstand.
Er wurde 2015 von dem Animationsstudio Wit Studio unter der Regie von Daisuke Tokudo adaptiert: Mittlerweile existieren dazu nicht nur der übliche Merch, sondern unter Anderem auch ein Hörspiel und ein Musical (ernsthaft, googlet es! Der singende Ferid ist einfach mega.. xD).

Kurzer Story- Umriss ~ Bitte Überspringen, wenn bekannt! ;P
Die Geschichte spinnt sich zunächst um Hyakuya Mikaela und Yūichirō, zwei Waisen die, nach dem fast vollständigen Auslöschen der Menschheit, in der Vampirstadt  Sanguinem aufwachsen und wo sie als Blutkonserven behandelt werden. Als sie mit einigen anderen Kindern versuchen zu fliehen, werden diese bestialisch durch den Vampiradligen Ferid getötet und nur Yuu scheint zu überleben. Der Anime springt dann einige Jahre in die Zukunft, in der Yuu letztlich ein Mitglied der von Ichinose Guren geleiteten „Monddämonen-Einheit“ der „Japanischen Kaiserlichen Dämonenarmee“ (glaubt mir, im Englischen klingt das wesentlich besser)  ist. Diese macht mithilfe von Dämonenwaffen Jagd auf Vampire und wird im weiteren Handlungsverlauf den Rahmen für die Hauptcharaktere und ihre Geschichte bilden. Von hier an möchte ich nichts weiter ausführen, da ich viele der Vorgänge ab dort für wichtig halte und kaum in der gebotenen Kürze halten kann. Seht einfach selbst!

Kommen wir also zur eigentlichen Rezension!
Sowohl optisch als auch musikalisch ist der Anime ansprechend gestaltet und macht als solcher Spaß anzusehen. Das Outfit- und Charakterdesign ist wohl aus dem Manga übernommen (hiervon habe ich nur einige Bilder gesehen, den Manga also noch nicht gelesen…), ist aber ebenfalls gut gemacht und passt in das Setting.  Das einzige was mich hier sehr gestört hat, sind die Kampfszenen: während der Anime ein riesiges Potential für epische Kämpfe hat, bekommen wir oft nur ein Bild mit Kampfgeräuschen gezeigt, was dann doch recht frustrierend sein kann.
Es wird jedoch eine Vielzahl an Charakteren geboten, die alle miteinander authentisch, wenn auch auf den ersten Blick relativ flach und klischeehaft sind. Im Laufe des Animes wird man jedoch der „neuen“ Generation (Yuus und Mikas Alter) näher gebracht und versteht sie immer besser, während Guren und seinesgleichen weiterhin auf einige wenige Züge beschränkte Figuren bleiben.
An dieser Stelle muss ich den meiner Meinung nach größten Kritikpunkt anbringen: ohne die Light Novels (wahrscheinlich auch den Manga) fehlen wesentliche Bestandteile! Die „Catastrophe at 16“ – Reihe ist beispielsweise unerlässlich zum Verständnis der postapokalyptischen Welt, des Seraph of the end- Experimentes und soziemlich sämtlicher Charaktere die nicht in Shinoas Team sind.
Auch „The story of Vampire Mikaela“ beinhaltet wichtige Fakten über die Welt und Gesellschaft der Vampire und sollte gelesen werden, nicht nur weil sie auch Crowleys (*schwärmt*) Hintergrundgeschichte beinhaltet. Nach diesen Geschichten ging es mir sogar so, dass ich die in den lns vorkommenden Charakteren lieber gewonnen hatte als die des Animes.

Trotz Allem ist auch der Anime allein unterhaltsam und beinhaltet natürlich neben den kleinen Yaoi – Anspielungen (man beachte hier die Szene im verlassenen Supermarkt *hust*)  auch klassische Themen wie Freundschaft, Familie und den Kampf gegen übermächtige Feinde. Wie in jedem Fandom gibt es hier also auch einen Hype um die Ships, aber trotzdem sollte man die Story und Charaktere nicht darauf reduzieren!

Fazit: Owari no Seraph ist ein toller Anime, wenn man etwas mehr Zeit darin investiert. Ihr solltet also spätestens nach der ersten Staffel unbedingt die Light Novels lesen, die man in englischer Übersetzung auf Tumblr findet!

~ Neko

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