Kapitel 3

~ So liebe Leute! Heute gibt es wieder ein weiteres Kapitel des Rollenspiels von der lieben Akima-chan und mir. An dieser Stelle möchte ich mich auch hier nochmal für den lieben Bericht der kleinen Aki gestern bedanken. <3 Also ich hoffe, dass euch dieses Kapitel gefällt und verzeiht mir, dass mein lieber, kleiner Ax auf einmal so pervers ist. xD Also viel Spaß beim Lesen!~

Umso länger sie sich küssten, umso mehr Klamotten sie sich vom Leib rissen, umso wilder und ungebändigter wurden sie. Ihm kamen immer mehr Erinnerungen zurück, aber nur von ihr. Er hielt sich an ihren Befehl nur an sie zu denken. Dem Gestaltenwandler wurde wieder bewusst, wie besessen er sie geliebt hatte. In ihm kamen alle Gefühle für diese unglaubliche Schönheit zurück. In der dicken Luft war die pure Lust spürbar. Die gezielten Bewegungen der beiden drückte die abnormale Begierde nach einander aus. Lautes Stöhnen und Keuchen war für eine Zeit das Einzige, was man noch von ihnen hörte, so lange bis man nur noch leise das immer noch sehr schnelle Atmen der beiden hörte. Die beiden lagen nun neben einander nach mehreren atemberaubenden Stunden. Sie schwiegen sich für eine Weile an, bis Ailean mit einer leichten Röte und einem Grinsen im Gesicht flüsterte: „Wow… Du bist noch besser geworden… Wie viel Übung hattest du?“ „Nicht viel.“, antwortete er belustigt und ergänzte, „Du bist nun aber auch noch unglaublicher.“ „Du erinnerst dich?“, fragte sie begeistert. Daraufhin lächelte er nur. Das reichte ihr als Antwort, denn sie fiel ihm um den Hals.

Kinasato zückte sein Schwert. Das Kind schrie nach wie vor und ließ sich durch nichts beruhigen. „Bitte nicht!“, schrie die Frau flehend. Tränen liefen ihre Wangen herunter. Entnervt sah der Schattenläufer die Nachtelfe an. „Wenn ich einen Auftrag annehme, erfülle ich ihn auch.“ Seine Stimme war so kalt wie Eis. Die Frau sah ihn flehend an, jedoch reagierte Kinasato darauf nicht mehr. Er schwang elegant sein Schwert. Das Blut, das nun an der Klinge des Schwertes klebte, entfernte er mit einen Stoß in die weiche Erde. Der Wald war nun vollkommen still, kein Geschrei eines Kindes, kein Schluchzen der Frau. Das Fließen des Baches in der Nähe, übertönte den leisen Blutfluss neben den eiskalten Mörder. Den Kopf des Kindes nahm er zu sich. Stumm verließ er den Wald und kehrte gemächlichen Schrittes zum Dorf zurück.

Nach einer Weile hatten sich beide wieder angezogen. Ailean hatte ihm derweil, auf seine Frage hin, erzählt, was sie in 400 Jahre so getrieben hatte. Umso länger sie redete, umso unschuldiger wirkte sie wieder. Ax fragte sich, wie sie das schaffte. Während sie alles versuchte zusammenzufassen, beobachtete er sie ganz genau, aber hörte ihr auch aufmerksam zu. Manchmal spielte sie ihm ein paar Erinnerungen vor. Sie war ja schließlich eine Magierin, da war es eine Leichtigkeit ihm ihre Erinnerungen zu übertragen. Manches schien jedoch besser, wenn sie es mündlich wiedergab. Irgendwann beendete sie ihren Monolog. „Und nun habe ich dich die Liebe meines Lebens wieder getroffen.“ Ai sagte dies mit so viel Gefühl, dass er sie ganz verträumt ansah. Nun griff sie einfach seine Hand und küsste ihn. Bevor er aber darauf eingehen konnte, ließ sie von ihm ab und zog ihn hinter sich her bis zur Haustür. Ehe die beiden das Haus aber verließen, warf sie sich ihm nochmal um den Hals und küsste ihn leidenschaftlich. Als die beiden sich am liebsten wieder die Klamotten vom Leib gerissen hätten, hielten sie inne. „Lass uns erstmal über dich reden.“, meinte sie bestimmend und fügte hinzu, „Gehen wir in den Park, da warst du früher am liebsten.“ Ax lächelte und nickte. So verließen sie das Haus.

Als Kinasato im Dorf war und gerade zum Gasthaus zurückkehren wollte, lief er Axtan über den Weg. Neben der schlaksigen Gestalt stand eine schöne Unbekannte zarter Gestalt. Etwas skeptisch, fragwürdig und mit einem sehr, sehr leichtem Grinsen sah er die beiden an. Dieser Blick blieb eine ganze Weile, denn an der Art und Weise, wie die beiden sich ansahen, wusste er, was geschehen war. So etwas hatte er nicht von den schmalen Kerlchen erwartet. Kurz dachte er nach, ob er Axtan von dieser Versuchung zu entfernen sollte, jedoch entschloss er dies zu unterlassen. Ein letzter Blick zu den beiden, dann wandte er sich ab. Zögerte aber doch beim Gehen.

Ax war von Kinasatos Erscheinen kurz überrascht. Er bemerkte seinen Gesichtsausdruck nicht, sondern konzentrierte sich auf den Kopf des Kindes in Kinas Hand. Sein Blick schweifte zu Ailean, die ihn fragend musterte. „Kinasato?…“, fragte Ax während er verwirrt den Kopf fixierte.

Kinasato drehte sich um, wobei sich sein Mantel elegant um seine Beine schwung. Noch einmal musterte er das Mädchen, das neben Axtan stand. Neben ihr wirkte der Gestaltenwandler schon fast muskulös. „Was ist?“, antwortete er kühl. Sein Blick schweifte von dem zierlichen Mädchen zu Axtan. Noch ein Blick in seine Augen. Dieses Mal war es nicht das ertappte, sondern etwas verwunderndes. Entweder lag dies an Kinasatos stehen bleiben, aufgrund einer Art Neugier oder an den Kopf des Säuglings, den er offen bei sich trug.

„Dieser Kopf…“, antwortete Ax dem Schattenläufer. Dieses Mal fiel ihm Kinasatos Blick auf. „Das ist übrigens Ailean, eine… alte Freundin von mir.“, sagte Ax, offensichtlich ohne die richtigen Worte zu finden. Ailean sah kurz überrascht zu ihm rüber. Dann lächelte sie mit einem angsteinflösenden Blick und sprach leise zu ihm oder vielleicht eher zu sich selbst. „So ein unschuldiges Wort für einen Tag, der selbst Demonen in den Wahnsinn treibt.“ Daraufhin musste Ax leicht grinsen und zu Boden sehen. Ihm wurde bei diesen Worten bewusst, dass Ai früher schon oft solche Vergleiche brachte. Er hob den Blick wieder zu Kinasato.

„Was soll mit dem sein?“ Seine Worte hatten einen Klang von Angenervtheit. Er verstand nicht, wieso der kleine Junge so entsetzt über den Kopf war. So sollte er doch wissen, dass Kinasato ein eiskalter Killer war und damit sein Geld verdiente. Dadurch war doch auch Axtan versorgt, also was sollten diese nervigen Fragen. Auf die Worte von Ailean reagierte er nicht, aber es gab ihm die Bestätigung zu seinen Gedanken. Doch trotzdem warf er einen kurzen Blick auf sie. Sein tödlicher Blick durchbohrte ihre Augen. Mit einem gefälligen Grinsen wandte er sich wieder dem Gestaltenwandler zu.

Axtan betrachtete wieder den Kopf. Dann sah er zu Kina. „Ach nichts, ich war nur irritiert, dass auf ein Kind Kopfgeld ausgesetzt ist.“ Dass er ein Kind einfach so umbrachte, hätte Ax tatsächlich gar nicht wundern dürfen. Außerdem hatte Kinasato ihm verschwiegen, dass er mit „Jagen“ so etwas meinte, aber das spielte keine Rolle mehr. Nach diesen Worten sah Ai ihn sehr verwirrt an. Sagen tat sie aber nichts. Ax konnte sich diesen Blick nicht erklären. Er überlegte, ob er Kina lieber seine Ruhe lassen sollte oder vielleicht sollte er ihm doch erstmal folgen, wenn er das Kopfgeld kassierte.

„Nun, wenn deine Irritationen verschwunden sind, sagst du mir dann wohin du mit dieser kleine Hexe verschwinden willst?“ Eine Abfälligkeit war in seinen Worten zu hören. Er mochte keine Hexen und fand es dumm von Axtan, dass er sich dieser so annahm. Noch ein Blick auf die Hexe dann ging er langsam seinen Weg weiter. „Ich werde den Kopf wegbringen. Entscheide selber, was du tust, aber sei nicht dumm!“ Ein Blick über die Schultern, eiskalt, sauer, streng, mordend traf die Liebenden. Wie gerne, hätte er die Hexe sofortig umgebracht. Stur ging er in die Taverne zurück, in Gedanken, auf seine eigene Weise, hoffte er, dass der kleine Gestaltenwandler sich nicht so sehr an die Hexe binden würde.

Nachdem sich Kina umgedreht hatte, wandte sich Ax an Ailean. „Ich sollte erstmal mit ihm mitgehen. Treffen wir uns vielleicht lieber nachher noch einmal?“, meinte er leise zu ihr. „Ja, sehr gerne. Ich habe ja eigentlich eh noch einiges zu tun. Soll ich dich in Gedanken informieren, wenn der Moment passend ist?“ Er lächelte sie freudig an. „Ja, bitte.“, sagte er und wandte sich zum gehen ab. Sie hielt ihn jedoch fest und zog ihn nochmal zu sich. Ehe er reagieren konnte, küsste sie ihn, lächelte ihn daraufhin verzaubernd an und verschwand. Einen Moment brauchte Ax, um zu realisieren. Dann ging er zügig Kinasato hinterher in die Taverne.

Als Kina merkte, dass Ax ihm folgte, blieb er kurz stehen und drehte sich um. Er begutachtete jeden Schritt, den der Gestaltenwandler tat. Immer noch mit den selben gefährlichen Blick, mit dem er eben schon das Liebespaar angesehen hatte. Der Schattenläufer konnte nicht verstehen, wie man sich mit einer Magierin so sehr abgeben und so einem Wesen verfallen konnte. Verständnislos schüttelte er kurz den Kopf und wartete dann geduldig darauf, dass Axtan zu ihm aufschließen konnte.

Axtan kam bei Kinasato an, der ihm mit einem fast furchteinflösenden Blick musterte. „Ich verstehe, Ihr habte etwas gegen Magier, aber so schlimm ist sie doch nicht.“, meinte er fast beiläufig. In seinem Kopf herrschte Chaos, denn nicht nur die fehlende Erinnerung an Details seiner Vergangenheit, sondern auch die Irritation, was aus der Zukunft werden sollte, verwirrten ihn ungemein. Ihm war nicht einmal bewusst, wie viel seiner Erinnerung noch nicht wieder gekehrt war. Das Einzige, was er bestimmt wusste, war, dass er Ailean früher und heute wieder abgöttisch liebte und dass sie vielleicht die Einzige war, die ihm seine Erinnerung wieder geben konnte.

„Sie ist eine Magierin, das würde mir im eigentlichen genug Grund dafür sein ihr den Tod zu schenken.“ Eiskalte Worte, mit einem verhöhenden, herablassenden Grinsen und hinterlistigen Blick. „Aber ich werde sie erstmal noch am Leben lassen, damit du siehst wie Magier wirklich sind.“ Ohne noch viel mehr zu sagen setzte er seinen Weg in die Taverne fort. In seiner Hand baumelnd der Kopf des Säuglings, den er an den wenigen Haaren gepackt hatte.

Ihm war nicht klar, was Kinasato erlebt haben musste, dass er so einen Hass auf Magier hegte. Er wusste für sich selbst jedoch, dass Magier eigentlich die Wesen waren, die noch am ehesten das Böse, den Hass und die Verachtung aller Wesen aus der Welt schaffen wollten, aber diese Welt war einfach zu verdorben, als dass man etwas ändern könnte. An dieser Stelle beendete Axtan seinen Gedankenfluss und folgte Kinasato einfach wortlos in das Gasthaus, wo er den Kopf abliefern musste.

 

~Fortsetzung folgt. So ich hoffe es hat euch gefallen. Bitte gebt uns doch einmal ein Feedback hier zu. Thx!~

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