Kapitel 2

~Heute beginnt mein Adventskalendar und da ich mit keinem gewöhnlichen Bericht anfangen wollte, bekommt ihr also direkt die Fortsetzung des Rollenspiels von der lieben Akima und mir. Ich hoffe es gefällt euch!~

 

Als Axtan aus dem Gasthaus rausgetreten war, war Kina bereits ein paar Straßen vom Gasthaus entfernt und ging geradewegs aus dem Dorf hinaus. Ein erneuter, etwas nachdenklicher Blick, fiel auf den Zettel. Der Anfang war simpel, einen Gefangenen des Dorfes galt es zu töten. Laut Beschreibung hätte ihn sowieso die Todesstrafe erwartet. Der Gesuchte war ein Nachtelf, aufgrund dessen vermutete Kinasato, dass er sich womöglich in den nahe gelegenen Wald befand. Seit gestern wird er gesucht. Er kann also nicht viel weiter gekommen sein. Auch weil er wahrscheinlich in den umlegenden Dörfern bereits gesucht. Warum genau der Nachtelf gesucht wurde, stand nicht auf dem Zettel. Wahrscheinlich war es nur eine einfache Jagd auf Nachtelfen. Das wurde in der letzten Zeit zu einer beliebten Tätigkeit in Magierdörfen, da die Bevölkerung der Nachtelfen immer weiter anstieg und sie die anderen Wesen zu vertreiben schienen. Doch warum jagten sie dann nicht auch diese, die auf der Flucht waren, sondern beauftragten jemanden für 100.000 pro Nachtelfe. Lange dachte Kinasato über die Beweggründe des Auftraggebers nach, bis er vor dem Wald stand. Dieser war sehr dicht und nur an wenigen Stellen schien das Sonnenlicht durch das Blätterdach des Waldes. Das war genau das perfekte Gebiet für den Schattenläufer, um den Auftrag gemäß zu erfüllen. Nun war Kina sich sicher, dass er wohl nicht lange für diesen Auftrag brauchen würde. Zielsicher trat er in den Wald und schien sogleich verschwunden. Fast lautlos bewegte er sich durch den Wald und nur selten knaxte ein Ast unter seinen Füßen. So lief er weiter, ein ganzes Stück, jedoch ohne Erfolg.

Axtan zuckte nur leicht zusammen als eine helle, ruhige Stimme ihn ansprach. Sein Blick folgte dem Klang der Stimme und traf auf ein wunderhübsches Gesicht. Er musterte es, das glänzende, relativ lange, schwarze Haar, das durch traumhafte Locken und wenige, dünne, blonde Strähnen geziert war und ihr zartes, liebliches Gesicht mit 2 kürzern, schwarzen Strähnen umrahmte. Diese sagenhafte, schlanke Schönheit wirkte sehr zart, als könnte sie jeden Moment zerbrechen. Ihren Körper bedeckte knapp das sehr kurze, weiße Kleid, das sich mit seinen edlen, schwarzen Verzierungen an ihren Körper schmiegte. Ihre Beine waren aber doch immer noch halbwegs durch die schwarzen Kniestrümpfe, die aus dichten Netz waren, bedeckt. Nachdem er sie und auch sie ihn Ewigkeiten gemustert hatte, sahen sie sich endlich direkt in die Augen. Sie hatte glasklare, blaue Augen, die vermutlich alles in ihren Bann ziehen konnten. Eine leichte Röte lag auf ihrem Gesicht als sie endlich etwas sagte: „Bist du es?… Axtan?“ Erst jetzt kam diese Schönheit ihm tatsächlich bekannt vor, doch woher? „Erinnerst du dich denn nicht?“, fragte sie nach einer Weile. Ax wusste nicht wie lange er sie angestarrt hatte, aber er wusste auch nicht, was er sagen sollte. „Du bist es doch Ax, oder?“ Sie wurde röter und nervös. „… Ja, ich… weiß auch, dass ich dich kenne… nur ich weiß nicht woher.“ Er hoffte, dass er nichts falsches gemacht hatte als er du sagte. „Erinnerst du dich an dieses Dorf?“, fragte sie daraufhin vorsichtig. „Nein… nicht wirklich.“ Sie starrte ihn erst kurz an, sah sich anschließend um und meinte darauf: „Erinnerst du dich eher daran?“ Mit diesen Worten küsste sie ihn. Sein Herz began zu rasen und sein Verstand setzte aus. Anschließend schossen ihm tausende Erinnerungen nur von ihr durch den Kopf. Es war ungefähr 400 Jahren her. Sie waren ein Paar für lange Zeit gewesen, doch wie waren sie auseinander gegangen? Irgendwas sagte ihm, dass er sich daran nicht erinnern wollte. Er ging auf ihren Kuss ein. Als sie sich lösten, sah er sie verträumt an und sagte: „Ailean…“ Nachdem er ihren Name nannte, fiel sie ihm um den Hals. „Wir müssen reden!“ Sie nahm seine Hand und zog ihn in ein nahe gelegendes Haus.

Kinasato wurde langsam etwas unruhig, denn so lange hatte er selten gebraucht. Scheinbar war die gesuchte Nachtelfe klüger als er anfangs dachte. Die Sonne musste inzwischen hoch stehen, jedoch stand sie noch nicht genau darüber, denn das wenige Licht, welches in den Wald erschien kam aus dem Südosten und die Strahlen wurden noch leicht geneigt. Der taufrische Geruch des Grases verschwand im Laufe der Zeit. Viele Blumen öffneten ihre Blüten und nun verwandelte sich der Wald in ein Meer voller wohlriechender Blumen. Leicht von dieser Natur in den Bann gezogen, erweckte ihn das Knacksen eines Astes, ganz in seiner Nähe, aus diesem Bann. Vorsichtig schlich der Schattenläufer zu den Geräusch und war von dem Bild, das er erblickte, überrascht.

Ax und Ai betraten ein leerstehendes Haus. „Die Dame, der dieses Haus seit 1400 Jahren gehörte, starb vor kurzer Zeit durch einen Monsterangriff. Das passiert in letzter Zeit sehr oft…“, meinte Ai während sie ihm immernoch hinter sich her in eine Art Wohn- und Schlafbereich zog. „Kanntest du sie?“ „Nicht wirklich.“ Sie bat ihm an sich zu setzen, was er auch tat. Die beiden redeten daraufhin eine ganze Weile. Sie redeten über alte Zeiten. Ailean hinterfragte, was Ax noch wusste und rüttelte an seinen Erinnerungen. Ax erinnerte sich an immer mehr, doch dieses unschöne Gefühl wurde stärker. Das verwirrte ihn sehr. „Ich werde dich nur an mich erinnern. Alles andere solltest du lieber selbst herausfinden. Wieso hast du eigentlich so viel vergessen?“ „Ich…“ Ax versuchte sich zu erinnern, doch alles begann sich zu drehen. Wieder sah er Flammen vor seinem inneren Auge. Sein Blick haftete plötzlich im Nichts. Ax bemerkte nicht, dass Ai ihn ansprach. Verzweifelt versuchte sie ihn aus seinen Gedanken zu holen. Das schaffte sie aber erst als sie ihn küsste und dabei auf das relativ breite Sofa, das anscheinend auch als Bett benutzt wurde, drückte. Als Axtan durch sie wieder zur Besinnung kam, drohte er fast wieder den Verstand zu verlieren, denn sie fuhr mit den Fingerspitzen über seinen nackten Oberkörper. Ihm war bewusst, dass er seinen Mantel abgelegt hatte, aber er hatte keine Ahnung wann sie ihm sein Oberteil ausgezogen hatte. „Konzentrier dich jetzt nur auf mich.“, sagte Ai in einem absolut erotischen Ton, nachdem sie festgestellt hatte, dass er wieder bei Besinnung war. Ax erinnerte sich, dass er diese Seite an ihr immer geliebt hatte. Ailean wirkte immer auf ihre Art so unschuldig, aber sie war es keines Falls. Da sie eine Magierin war, hatte sie noch Zusätzliches, um ihn um den Verstand zu bringen. Beispielsweise in dem jede Berührung von ihr auf ihn wirkten wie tausende, atemberaubende Berührungen. Er war fast bewegungsunfähig, aber so lange er es nicht ganz war, drehte er sich so, dass nun er über ihr lag. Mit einem frechen Grinsen auf den Lippen küsste er sie innig während er vorsichtig, aber gezielt mit einer Hand unter ihr Kleid fuhr.

Vor Kinasato hockte eine Nachtelfe, in ihrem Arm ein Neugeborenes. Er war etwas irritiert von diesem Anblick, ursprünglich sollte er doch eine männliche Nachtelfe jagen, ob die Nachtelfe vor seinen Augen vielleicht seine Gattin war? Sie war jung, schön und verängstigt, was er an ihrer Körpersprache erkennen konnte. Kurz überlegte er, ob er sie einfach töten sollte, doch auf sie war kein Kopfgeld ausgesetzt und so zog er sich in die Schatten zurück. Der Schattenläufer entschied sich zu warten bis ihr vermutlicher Gatte zu ihr zurückkehrte. Doch es geschah nicht. Noch immer saß die Frau zitternd da. Kinasato schmiss den Auftrag vor ihre Füße. Ängstlich blickte sie umher und suchte verzweifelt nach der Person, die ihr den Zettel vor die Füße geschmissen hatte. Doch konnte sie niemanden entdecken. Kinasatos Tarnung war also auch noch nicht aufgeflogen. Zögerlich nahm die junge Dame den Zettel an sich, hielt ihr Kind dabei dennoch mithilfe des rechten Armes fest gegen ihren Körper gedrückt, gerade so, dass es noch Luft bekam. Als sie den Zettel entrollte durchzog ein Schock ihr Gesicht. Wie vereist las sie den Zettel, nachdem sie fertig war, legte sie diesen zur Seite. „Du wirst ihn nicht finden…“ Trauer schwang in ihren Worten mit. Scheinbar vermutete sie, dass derjenige, der ihr den Zettel zugeworfen hatte, noch in der Nähe war. „Wieso nicht?“ Als würde der Wind anfangen zu reden, fiel es der Dame schwer den Worten zu lauschen. Sie waren still und ein wenig undeutlich, doch sie verstand es. „So wie dieser Mann hier abgebildet ist, gibt es ihn nicht.“ Ihre Stimme begann zu zittern und die geruhsame Stille des Waldes wurde durch das Schreien des Kindes gebrochen. Der Schattenläufer war sich unsicher, welch schrecklichen Auftrag er doch angenommen haben musste.

 

~Fortsetzung folgt… An dieser Stelle möchte ich euch jedoch mal fragen, ob ihr denn ein Idee für eine Kurzgeschichte habt. Ich würde gerne eine, nach euren Wünschen gestaltet, schreiben. Deshalb würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Lieblingsthemen nennt oder einen direkten Wunsch für eine Geschichte äußert. Und keine Sorge, wie man anhand dieses Rollenspieles merken dürfte, kenne ich kaum Tabus. 😉 Ich freue mich auf eure Vorschläge.~

Eine Antwort zu “Kapitel 2”

  1. Sel-chan sagt:

    Oh oh Becca ich hab eine Idee! *-*
    Eine Disskussion über die allgemeinen Vorurteile von Otakus! Halt was du darüber denkst, was vllt. andere darüber denken, was halt so richtig ANKOTZT!!! Das würde mich und andere sicher interessiere (:
    Ansonsten hat mir dieser Bericht (ich nenne es jetzt mal so xD) sehr gut gefallen ich freue mich auf die nächsten Tage und ich werde dich morgen richtig schön dazu zwingen etwas zu schreiben xD Oder zu singen je nach dem xD
    Also: Internet, do youre thing!
    ~ Sel-chan ~

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