Das Dimensions-Trio – Chapter 2 Part 2

~Und heute am 22. gibt es direkt den 2. Teil. Viel Spaß damit!~

 

Was war das? Das war doch Palkia… Warum trägt sie mich? Warum kann ich mich nicht bewegen…? War das ein Schrei?… Was? Wo bin ich…? Ist das nicht mein Zimmer? Wie viel Zeit ist denn vergangen? Wollten wir nicht dieses Kellergewölbe verlassen? Warum bin ich immer noch hier? Ich versteh das alles nicht… Mein Kopf tat so schrecklich weh. Langsam hob ich meinen Oberkörper. Neben mir lag Palkia. Sie hatte den Kopf auf dem Bettrand gelegt und war wohl eingeschlafen. Irgendwie war es schon rührend, wenn man auf einmal diesen Hauch von Wärme von einem sonst so eiskalten Demon zu spüren bekam. Ich wollte sie noch länger betrachten, doch mein Magen drehte sich um, weil ich vielleicht zu schnell aufgestanden war. Also sprang ich schnell aus meinen Bett heraus und lief sehr, sehr schwankend einige Schritte. Doch alles um mich herum drehte sich, sodass ich nicht weit kam und mir letztendlich nur noch bewusst wurde, wie mir der Boden immer näher kam. Das Nächste, was mir wieder klar wurde, war, dass ich mich übergab… in meinem Zimmer, mitten auf den Boden und es schien nicht so, als sei das mein Mageninhalt. Es wirkte eher wie Blut. Angewidert und irritiert versuchte ich mich nun irgendwie nach oben zu bekommen, aber mein Körper streikte komplett gegen alle meine Anweisungen. Mir wurde klar, dass mich eine Kraft nach oben zerrte. Ich drehte mich um, um zu sehen, wer oder was, es war. Palkia stand vor mir, die mich aus kalten, leeren Augen ansah. Sie hatte doch so friedlich und glücklich gelächelt. Wieso hatte sie auf einmal wieder diesen Blick drauf? Vielleicht war die Palkia, die mir dieses Lächeln geschenkt hatte, eine Gestalt eines schönen Traums? Wenn das ein Traum gewesen war, dann wollte ich weiter träumen, beschloss ich, während sich wieder alles drehte und ich merkte, wie ich schon wieder, aber dieses Mal in eine andere Richtung fiel. Wie ich auf dem Boden aufkam, merkte ich allerdings nicht mehr, weil sich schon zuvor mein Bewusstsein verabschiedet hatte. Um mich herum tauchte sich alles in ein tiefes Schwarz, dass letztendlich auch mich komplett einhüllte.

 

Mal wieder wurde ich durch einen Knall geweckt. Ich brauchte eine Sekunde, um zu begreifen, dass ich anscheinend an Dialgas Bett eingeschlafen war. Eine unangenehme Geräuschkullisse half mir mit meiner Orientierung. Der arme Dialga… Was war nur mit ihm los? Was machten diese Medikamente nur mit ihm? Als ich merkte, dass er aufstehen wollte, griff ich ihm geschickt unter die Arme und zog ihn hoch. Allerdings ging er sofort auf Abstand und sah mich völlig fassungslos und fast schockiert an. Was sollte mir denn dieser Blick sagen? Ich verspürte sogar fast etwas Angst. Vielleicht lag auch eine gewisse Anschuldigung dahinter und ich erwischte mich dabei, wie mich ein Schuldgefühl packte. Doch wieso bekam ich das so plötzlich? Hatte ich etwas damit zu tun? Plötzlich brach er mal wieder in sich zusammen. Ich fing ihn behutsam auf und legte ihn in sein Bett zurück. Dann begann ich angewidert mit den Aufräumarbeiten, für die ich Dialga wirklich eine Auszeichnung verpassen müsste. Er dachte sich immer wieder die nettesten Dinge für mich aus, das musste man ihm wirklich lassen.

 

Leblos lag ich da. Ich hatte nicht vor mich zu bewegen. Mir war es egal, scheiß egal. Es war mittlerweile mehrere Stunden her. Arceus hat mich erst ins Bad gebracht. Als er es kurz verließ, habe ich mich übergeben. Dannach hab ich nicht mehr genau darauf geachtet, was passierte. Arceus trug mich anscheinend in mein Zimmer, legte mich in meinem Bett ab und deckte mich fein säuberlich zu. Er gab mir einen Kuss, sagte mir, dass ich rufen solle, falls ich etwas benötige und verließ dann das Zimmer. Nachdem er weg war, heulte ich erst einmal stundenlang. Schließlich lag ich aber einfach nur noch da und starrte gedankenlos die Decke an. Ich verstand es einfach nicht. Wieso tat er das nur? Er meinte, er wolle, dass es mir auch Spaß macht, aber dann lacht er darüber, dass ich weine. Ergibt das einen Sinn? Ich drehte mich vorsichtig auf die Seite. Mir tat alles weh. Warum musste er ausgerechnet mir das antun? Auf diese Frage hin fasste ich einen Entschluss. Ich musste ihn fragen, warum er mir so eine Sonderrolle zuteilte und Dialga und Palkia einfach nur hin- und herschob, wie es ihm passte. Warum musste ausgerechnet ich ihm „so viel“ bedeuten? Konnte er uns nicht alle gleich behandeln? Dann würde auch Dialga nicht mehr so leiden unter seiner ständigen Überdosis an Medikamenten, so nannte er es immer und Palkia hätte, was sie will. Also stand ich langsam auf und schleifte mich zu Arceus herüber, der in seinem Zimmer mal wieder irgendetwas notierte. „Warum behandelst du mich anders als die anderen beiden? Kannst du uns nicht alle gleich behandeln und aufhören mich zu bevorzugen?“ Mit diesen Fragen fiel ich in den Raum herein. Arceus musterte mich eine Weile. Dann fragte er: „Denkst du etwa, dass das ungerecht ist?“ „Ja.“, antwortete ich anklagend. „Und Dialga…“ „Tut mir Leid,“, fiel er mir ins Wort, „wenn Dialga seine Medikamente nicht bekäme, dann würde er komplett zusammen brechen. Ich wollte es noch niemanden sagen, aber da du mich darauf ansprichst, bleibt mir wohl keine andere Wahl. Er ist schwer krank und ich will ihn nicht verlieren, deswegen braucht er diese Medikamente einfach.“ Er lächelte traurig und ich spürte, wie es ihn schmerzte, das sagen zu müssen. „Ich verstehe…“ Auch ich verspürte nun den Drang meinen Tränen freien Lauf zu lassen. Mein armer Bruder… Es tat mir auf einmal Leid, ihn immer um Hilfe gebeten zu haben, wenn er krank war, wie sollte er mir dann helfen können. Ich musste ihm helfen, nicht andersrum! „Aber wegen meines eigentlichen Anliegens…“ Er ließ mich nicht zu Ende reden. „Ich tu doch alles für dich, mein Schätzchen. Wenn du willst, dass ich dir nicht mehr so einen Vorteil verschaffe, dann werde ich das tun.“ Mir war nicht klar, dass das so einfach sein würde. Aber in dem Moment war mir auch noch lange nicht klar, dass er meinen Wunsch völlig falsch verstand.

 

 

Game Over or Continue?
~Ich hoffe, es hat euch gefallen! Bis ihr das nächste Kapitel lesen könnt, dauert es jetzt vielleicht ein wenig, aber wenn ihr eine Runde bettelt, dann könnte ich mich ja vielleicht beeilen. 😛 Nur noch heute und morgen, dann ist Weihnachten. Na, freut ihr euch schon? Ich wünsche jedenfalls noch viel Erfolg bei euren Weihnachtsvorbereitungen. ;)~

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