Das Dimensions-Trio – Chapter 2 Part 1

~Heute gibt’s mal nur einen halben Bericht, da ich nicht davon ausgehe, dass ich es bis morgen schaffe ein komplettes Kapitel zu schreiben, denn auch ich hab mal etwas vor. Deswegen wünsche ich euch heute viel Spaß mit Part 1 der Vorgeschichte des Dimensions-Trio!~

 

 

„Ach meine Schwestern, ihr wisst doch, dass ich alles für euch tun würde! Sagt mir einfach Bescheid, wenn Arceus euch etwas Schlimmes antut, dann kümmere ich mich darum!“ Mit einem Lächeln schwor ich es ihnen und sie hatten auch wirklich mein Wort. Natürlich war Arceus, die einzige Person, die wir hatten. Wir wussten ja gar nicht, was außerhalb dieses Kellergewölbes war. Gab es denn überhaupt ein außerhalb? Ja, das musste es geben, wohin sollte Arceus denn sonst gehen, wenn er manchmal einfach verschwand, außer nach draußen? Vielleicht war da draußen alles noch schlimmer, wie er es uns immer sagte und er wollte uns wirklich nur schützen. Aber hatte er deshalb das Recht uns seinen Willen aufzuzwingen? Was hatte dieses Leben für einen Sinn, wenn wir nicht über uns selbst bestimmen konnten? Oder war das wirklich der Sinn des Lebens? Selbst wenn es so wahr, ich wollte das nicht einfach hinnehmen. Das war auch der Grund, weswegen ich langsam, aber sicher etwas aufsässig wurde. Ich wollte, dass Arceus mich nicht so einfach kontrollierte und zeigte es ihm deutlich, vielleicht zu deutlich. Ach ich hielt es nicht aus, die ganze Zeit darüber nachzudenken. Ich verspürte dann immer den Drang aus meiner Haut zu fahren und irgendetwas zu vernichten… „Dialga! Warum tanzt du denn nicht mehr? Singe ich nicht schön genug?“ Palkia sah mich mit einem wunderschönen Lächeln an. Das hatte ich ja noch nie von ihr gesehen. Ich freute mich so darüber, dass ich sie einfach in den Arm nehmen musste. „Nein, dein Gesang ist wunderschön, Schwesterherz!“ Sie sah mich überrascht an, aber lächelte anschließend wieder. „Hey! Bekomm ich keine Umarmung?“ Giratina sah mich böse und frostig an. Als ich sie allerdings ebenfalls umarmte, lächelte sie wieder mit ihrer bezaubernden Art. „Kommt! Lasst uns nach draußen gehen! Arceus lässt uns hier heraus! Schnell, beeilen wir uns!“, meinte Palkia auf einmal fröhlich. Giratina und ich sahen uns überrascht an. Dann strahlten wir überglücklich und rannten in Richtung des Ausganges. Es war nicht mehr weit, dann würden wir ihn erreichen. Die Gänge schienen so endlos lang, aber wir rannten so schnell wir konnten. Ich musste endlich wissen, was da draußen auf uns wartete! Ich wollte es unbedingt wissen! Und da war er, der Ausgang. Mit einer Wucht, die ich noch nie aus mir heraus geholt hatte, riss ich die Tür auf. Angespannt starrten alle auf den Spalt, der immer größer wurde. Was würde uns wohl erwarten? Plötzlich tauchte sich vor meinen Augen alles in Weiß. Was war das…?

 

Ich schrie laut auf. Ob mich irgendjemand hörte? Nein, niemand kam mir zu Hilfe. Ich musste lauter schreien. Als ich meinen Mund ein weiteres Mal öffnete, küsste er mich nicht einfach, um meinen Schrei abzuwürgen. Nein, er schlug mit der flachen Hand zu. Tränen rannen meine Wangen hinab. Dialga… Wo bist du nur? Hilf mir doch! Hilf mir, bitte! Ich hatte solche Angst. Von Zeit zu Zeit merkte ich auch, wie es mir langsam, aber sicher hochkam. Wieso übergab ich mich nicht einfach auf ihn? Na gut, das war kein schlauer Gedanke, wenn ich nicht sterben wollte. Oder wollte ich es doch? Ich fing an zu schluchzen. „Ach wie süß.“, meinte Arceus daraufhin, „Das ist es, was ich so liebe. Wenn die kleine Impulsante auf einmal hilflos zu weinen beginnt!“ Er lachte und machte einfach weiter. War es wirklich das, was er so liebte? Das durfte es doch nicht sein… Aber es war doch unmöglich seine Gefühle abzustellen. Nein! Wieso nur?!

 

Durch einen lauten Knall geschah es, dass ich wieder zur Besinnung kam. Zögerlich öffnete ich die Augen, ohne zu wissen, was mich erwartete. Jetzt wurde mir wieder bewusst, in welcher Situation ich mich befand. Ich hatte die Aufgabe Dialga unter Kontrolle zu halten und ich fürchtete, ich musste ihn in sein Zimmer bringen, damit er nichts in diesem Raum kaputt machen konnte. Zu spät… Das gesamte Zimmer sah aus, als hätte er etwas explodieren lassen. Na gut, jetzt konnte ich eh nichts mehr dagegen tun, außer ihn vor sich selbst zu schützen. Also stand ich furchtlos auf und ging auf ihn zu. Endlich hatte ich meine Gefühlslosigkeit wieder und konnte rational an die Sache heran gehen. Dialga schlug gerade unbeirrt auf eine Wand ein, die unter seinen sehr heftigen Schlägen jedoch keinen Zentimeter nachgab. Mit jedem Schlag wurde die Wand roter und das Blut schien schon lange zu tropfen, denn auf dem Boden war es schon überall verteilt. „Dialga, hörst du mich?“, begann ich vorsichtig. Er machte unbeirrt weiter. „Dialga, hör auf mit dem Mist!“, meinte ich lauter. Weiterhin reagierte er nicht. „Dialga!“, rief ich lautstark und griff nach seiner Hand. Plötzlich hörte er auf. Für ein paar Sekunden passierte einfach gar nichts, doch aus heiteren Himmel, umarmte er mich plötzlich. „Alles in Ordnung?“, fragte ich nun überrascht, doch er gab mir keine Antwort. So standen wir für eine ganze Weile einfach da, ohne dass er auch nur Ansätze machte, mich loszulassen. Umso länger wir da standen, umso mehr fing er jedoch an zu zittern und umso angespannter wurde er. Ganz plötzlich brach er auf einmal in sich zusammen und fiel mir in die Arme, wo er mich aus verträumten Augen ansah. Jedoch schien er noch immer nichts von seiner Außenwelt mitzubekommen. Er machte auch keine Anstalten sich aufzurichten. Also nahm ich ihn auf die Arme und trug ihn vorsichtig aus dem Zimmer heraus in sein eigenes Zimmer. Auf dem Weg dahin wurde mir wieder bewusst, dass er um einiges schwerer war als ich selbst. Allerdings hatte ich die nötige Kraft, um ihn problemlos in seinen Raum zu bringen. Während ich durch den Flur lief, hörte ich einen Schrei. Was Giratina wohl schon wieder zu meckern hatte? Ich schüttelte abfällig den Kopf und ging weiter. In Dialgas relativ großen Zimmer angekommen, legte ich ihn auf seinem Bett ab und deckte ihn zu. Schließlich zitterte er schon wieder. Er tat mir Leid, aber ich wusste nicht, wie ich ihm helfen konnte. Trotz meiner mitfühlenden Gedanken blieb ich äußerlich immer kalt. Ich mochte es nicht, wenn man mir von der Nasenspitze ablesen konnte, wie ich mich fühlte. Außerdem hatte mir Arceus oft genug vorgeworfen, dass ich aufgrund irgendwelcher Emotionen kein Recht hatte, Befehle zu verweigern und dass mich das zu einer schlechten Hilfe machten. Er hatte recht und das war der Grund, weswegen ich zu einer gefühlskalten Machine wurde, die auf Knopfdruck funktionierte. Na gut, ganz so war ich leider doch nicht, denn viel zu oft übermannten mich meine Gefühle, aber ich durfte das einfach nicht weiter zulassen. Oder doch? Es verwirrte mich so. Wer musste ich nur sein, um für Arceus interessant zu werden? Ich ließ mich neben Dialgas Bett zu Boden sinken und dachte noch Ewigkeiten darüber nach.

 

 

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