Archiv für die Kategorie ‘Das Dimensions-Trio’

Das Dimensionstrio – Chapter 3 Part 2

Mittwoch, 02. Dezember 2015

~Das 2. Türchen wird geöffnet und ihr bekommt gleich die Fortsetzung des Chapters. Ich will euch doch nicht so lange warten lassen! Ich hoffe, dass es gefällt.~

 

Skeptisch begutachtete ich die Spritze in seiner Hand. „Und sie wird mir wirklich helfen?“, fragte ich ungläubig. Er nickte und ich vertraute ihm, denn er wirkte zuversichtlich. Vorsichtig gab er mir also die Spritze. Ich wartete darauf, dass die Welt um mich herum zusammenbrach, doch nichts passierte. „Fühlst du dich gut, Dialga?“, fragte Arceus, während er mich genau begutachtete. Mein Körper begann zu zittern. Ich wollte sagen, dass irgendetwas nicht stimmte, doch wie automatisiert nickte ich. Er meinte: „Gut. Steh auf!“ Ohne dass ich etwas dagegen tun konnte, hob sich mein Körper. Arceus lächelte und erklärte: „Siehst du? Ich mache doch nicht alles falsch. Die Medikamente scheinen gut zu wirken. Also bereite mir doch nicht immer Kummer und tu, was ich dir sage, ok?“ Mein Kopf nickt, ohne zu zögern, obwohl sich mein Körper wehrte. Etwas stimmte nicht. Ich rang nach Atem und meine Sicht verschwamm. Alles wurde dunkel um mich herum. Innerlich schrie ich, aber äußerlich tat sich wahrscheinlich nichts. „Also wirst du immer auf mich hören?“ Ich nickte. Ab diesem Punkt nahm ich meine Umgebung nicht mehr als real wahr.

 

Ich lief auf und ab. Sollte ich es wirklich tun? Dann könnte ich Dialga endlich verstehen. Wie musste es ihm nur gehen? Könnte ich ihn jemals verstehen? Wahrscheinlich war es meine einzige Chance. Solange Arceus noch bei Dialga war, schlich ich mich rüber in sein Zimmer, welches direkt mit meinem verbunden war. Jedes Mal wenn ich sein Zimmer betrat, dann hatte ich dasselbe Gefühl der Unterlegenheit, der Hilflosigkeit und des Ekels, sodass ich mich daran machte so schnell wie möglich wieder herauszukommen. Ich sah in einigen Schubladen nach, bis ich endlich mehrere Fläschen fand, die dieses undefinierbare Gemisch enthielten. Hastig füllte ich mir etwas des Medikaments ab und nahm es mitsamt einer Spritze in mein Zimmer mit. Für eine Weile betrachtete ich das Medikament und die Spritze in meiner Hand. Sollte ich es wirklich tun? Ich war unsicher, doch als ich mich entschlossen hatte, dass ich es tun müsste, da hörte ich einen lautstarken Schrei. Instinktiv ließ ich alles fallen und rannte nach draußen.

 

Nervös sah ich hin und her, doch das änderte nichts daran, dass ich an einen Stuhl gekettet auf eine Überraschung wartete, von der ich nicht einmal ansatzweise eine Idee hatte, was sie sein könnte. Ich dachte nach. Vielleicht schenkte er mir ein schönes Buch oder so etwas? Aber wozu war dann angekettet? Ich verstand das einfach nicht. In diesem Moment schwang die Tür auf und Dialga kam herein. Arceus hielt ihm die Tür auf. „Du weißt, was du zu tun hast.“, flüsterte er ihm zu und schien zu vergessen, dass meine Ohren so etwas mitbekamen. Ich war verwirrt, was jetzt passieren würde. Arceus verschloss die Tür und schien ins Labor nebenan zu gehen, wo er durch ein Fenster beobachten konnte, was wir trieben. Von diesem Raum aus, konnte man ihn aber nicht sehen. Auch ich hatte es nur durch Zufall einmal mitbekommen, als ich kurz in sein Labor schauen konnte. Dialga blieb an der Tür stehen. „Was passiert jetzt?“, fragte ich vorsichtig, woraufhin Dialga langsam auf mich zu kam. „Bindest du mich los?“, meinte ich verwirrt. Unmittelbar vor mir kam er zum stehen und starrte mich aus leeren Augen an. Besorgt stellte ich ihm eine Frage: „Alles in Ordnung?“ Er reagierte nicht, doch dann legte er plötzlich die Hand an mein Kinn, zog es zu sich und küsste mich. Ich versuchte meinen Kopf wegzudrehen, aber er hielt meinen Kopf zu fest. Als er kurz von meinen Lippen ab ließ, schrie ich ihn an: „Was tust du da?! Hör sofort auf!“ Er begann meinen Hals zu küssen. „Dialga, das ist nicht lustig. Hör auf und bind mich los, ok?“ Als wäre er fremd gesteuert, machte er unbeirrt weiter. Auf einmal biss er zu. Ich schrie auf, so laut ich konnte. Vielleicht würde Arceus oder sogar Giratina hören? Irgendwer? Hilft mir denn niemand? Es tat so schrecklich weh und das nicht nur körperlich.

 

Gehetzt suchte ich nach dem Ort, wo der Schrei herkam. Dann stand ich vor dem Zimmer vor dem Labor, woraus ich Palkias Stimme entnahm: „Hör auf! Nein!“ Ich wusste nicht genau, ob ich ihr helfen wollte, aber trotzdem versuchte ich die Tür aufzureißen, aber sie wurde von irgendetwas zugehalten. Was ging darin nur vor sich? Ich kniete mich hin, sah durch den Spalt zwischen Tür und Boden und traute meinen Augen nicht. Das konnte nicht sein.

 

Game Over or Continue?
~ Na konnte ich euch verstören? Und seid ihr gespannt, was vor sich geht? Das und noch anderes erfahrt ihr im nächsten Kapitel vom Dimensionstrio!~

Das Dimensions-Trio – Chapter 3 Part 1

Dienstag, 01. Dezember 2015

~Das erste Türchen wird geöffnet und ihr seht richtig! Ich habe endlich für euch meine Kurzgeschichte zum Dimensionstrio Dialga, Palkia und Giratina weitergeführt. Es geht spannend weiter! Damit wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen!~

 

„Dialga, bist du wach?“ Langsam öffnete ich meine Augen. „Gira?“, flüsterte ich. Giratina lächelte mich an. Ich befand mich in meinem Zimmer. Anscheinend waren ein oder zwei Tage vergangen. „Wir sind immer in diesem Keller, ja? Arceus hat uns nicht gehen lassen. Die Tür war nicht offen. Das war alles nur ein Traum…“, realisierte ich und schlug die Hände über den Kopf zusammen. Wir, Arceus Kinder, werden von ihm in diesem Keller aufgezogen, den er zwar ab und an verlässt, aber uns lässt er nicht hinaus. Ich würde zu gerne sehen, was sich außerhalb dieses Kellers befindet. Wahrscheinlich träume ich deshalb so oft davon, doch seiner Meinung nach ist diese Welt nichts für uns. Giratina sah traurig zu Boden. „Nein, wir sind immer noch hier… Tut mir Leid.“ Ich starrte die Decke an. Langsam verlor ich die Lust am Leben. Mein Körper fühlte sich so schwer an und in mir brodelte eine Kraft, die ich nicht recht kontrollieren konnte. „Gira… was ist los? Du siehst traurig aus.“ „Tut mir Leid. Ich muss dir schrecklich auf die Nerven gehen. Immer halse ich dir meine Probleme auf, dabei bist du doch krank und solltest dich mehr ausruhen. Ich bin doch nur eine Belastung!“ Ihr kamen die Tränen und sie stand auf, um wegzulaufen, doch hielt ich sie fest. Langsam richtete ich mich auf und umarmte sie. „Du bist meine kleine Schwester und ich würde alles für dich tun. Nie warst du eine Belastung oder etwas derartiges für mich, dafür bist du mir viel zu wichtig.“ Sie hielt die Hände vor ihr Gesicht und begann schrecklich zu weinen. „Du brauchst nicht zu weinen.“ Ich lächelte sie an und sie fiel mir um den Hals. „Es tut mir Leid!“, wiederholte sie. „Das muss es nicht.“ Warum dachte sie plötzlich, dass sie eine Belastung für mich wäre? Ich verstand es nicht so recht.

 

Ich starrte die Wand an. Warum war ich für Arceus nur so minderwertig? Er würde uns niemals aus diesem Kellergewölbe lassen, deswegen war der einzige Wunsch, den ich noch hatte, ein wenig Anerkennung zu bekommen. Wenn ich seine liebenswerte Tochter war, warum war es dann so schwer mir zu zeigen, dass ich ihm etwas bedeute? Vielleicht bedeutete ich ihm einfach gar nichts? Mein Blick fiel zur Decke, die mir leider auch keinen Trost gab. Ich musste mich mehr anstrengen, damit er mich mochte. Dialga war immerhin größtenteils unzurechnungsfähig und Giratina einfach nur lästig mit ihrem Rumgeheule. Wie konnte ich ihm gefallen? Was musste ich denn noch tun? Ich trat mit einem Fuß gegen die Wand. „Was? Verdammt, was?!“, fluchte ich leise vor mich hin. In diesem Moment ging die Tür auf und ich schaute irritiert zur Seite. Arceus trat herein mit einem Lächeln auf den Lippen. „Arceus!“, meinte ich begeistert und stieß ausversehen den Stuhl um. Mein Vater meinte: „Ich habe eine Überraschung für dich, meine Tochter.“ Meine Augen begannen zu leuchten. „Tatsächlich?“, fragte ich verwirrt. Er nickte und streckte die Hand aus. Ich nahm sie einfach überwältig an und er zog mich mit sich in dem Raum, wo er Dialga immer die Medikamente gab. Ich sah mich um. Hier war nichts, außer ein Stuhl. „Setz dich!“, forderte er mich auf. Ich ging diese Aufforderung sofort nach und setzte mich auf den Stuhl. Er griff nach meinen Armen, streckte sie nach hinten und machte irgendetwas daran. Auf einmal konnte ich sie nicht mehr bewegen. „Arceus, was macht Ihr da?“ „Vertrau mir!“, meinte er mit einem Lächeln und fügte hinzu: „Ich überzeugt, dass dir das Geschenk gefallen wird. Warte einen Moment.“ Mit diesen Worten verließ er den Raum und ließ mich unglaublich irritiert zurück.

 

Ich hatte mich halbwegs beruhigte, da öffnete sich die Tür. Arceus trat herein mit einem seltsamen Lächeln auf den Lippen. „Dialga, mein Sohn, kommst du bitte mit? Es ist Zeit für deine Medikamente.“ Dialga schüttelte widerwillig den Kopf und ich sah ihn besorgt an. „Was wird es dieses Mal mit mir machen? Was werde ich dieses Mal tun? Wird es weh tun?“ Ich machte mir Sorgen um Dialga und fragte mich, was er nur durchmachen musste, dass er sich so dagegen wehrte, obwohl es nur für seine Gesundheit war. Arceus ging auf ihn zu, kniete sich vor ihn und ich wich einen Schritt zurück. Mit einem einfühlsamen Lächeln begann er zu erklären: „Ich versuche es dieses Mal mit einem anderen Medikament, dass dir hoffentlich nicht so schadet.“ Er holte 2 Spritzen heraus und zeigte eine nach oben. „Das ist das Medikament, welches du die letzten Tage immer nehmen musstest.“ Dialga nickte, woraufhin Arceus die andere Spritze zeigte und sagte: „Diese ist anders und ich hoffe, dass sie dir besser helfen wird.“ Skeptisch schaute Dialga zu mir und ich nickte ihm zu. Daraufhin bat mich Arceus den Raum zu verlassen und in mein Zimmer zu gehen. Auf dem Weg in mein Zimmer hörte ich Dialga lautstark schreien. Ich hatte Angst, aber ich ging weiter, weil ich ansonsten Ärger kriegen würde. Was musste Dialga nur durchstehen? Ich machte mir solche Sorgen um ihn und fragte mich, was das wohl für ein Mittel sei. Für eine Weile dachte ich nach und irgendwann entschied ich, dass ich es genauer wissen wollte. Ich wollte wissen, was Dialga fühlte, was er durchstehen musste und was dieses Zeug mit ihm machte, deswegen würde ich es selbst ausprobieren. Nur so könnte ich es erfahren.

 

Game Over or Continue?
~Ich hoffe, dass ihr gespannt seid, wie es weitergeht! Was wird wohl Palkias Überraschung? Wird Giratina wirklich Dialgas Medikamente ausprobieren? All das erfahrt ihr im nächsten Part vom Dimensionstrio!
Damit wünsche ich euch noch viel Spaß beim Türchen öffnen und eine schöne Adventszeit!
Eure DarKira~

Das Dimensions-Trio – Chapter 2 Part 2

Sonntag, 22. Dezember 2013

~Und heute am 22. gibt es direkt den 2. Teil. Viel Spaß damit!~

 

Was war das? Das war doch Palkia… Warum trägt sie mich? Warum kann ich mich nicht bewegen…? War das ein Schrei?… Was? Wo bin ich…? Ist das nicht mein Zimmer? Wie viel Zeit ist denn vergangen? Wollten wir nicht dieses Kellergewölbe verlassen? Warum bin ich immer noch hier? Ich versteh das alles nicht… Mein Kopf tat so schrecklich weh. Langsam hob ich meinen Oberkörper. Neben mir lag Palkia. Sie hatte den Kopf auf dem Bettrand gelegt und war wohl eingeschlafen. Irgendwie war es schon rührend, wenn man auf einmal diesen Hauch von Wärme von einem sonst so eiskalten Demon zu spüren bekam. Ich wollte sie noch länger betrachten, doch mein Magen drehte sich um, weil ich vielleicht zu schnell aufgestanden war. Also sprang ich schnell aus meinen Bett heraus und lief sehr, sehr schwankend einige Schritte. Doch alles um mich herum drehte sich, sodass ich nicht weit kam und mir letztendlich nur noch bewusst wurde, wie mir der Boden immer näher kam. Das Nächste, was mir wieder klar wurde, war, dass ich mich übergab… in meinem Zimmer, mitten auf den Boden und es schien nicht so, als sei das mein Mageninhalt. Es wirkte eher wie Blut. Angewidert und irritiert versuchte ich mich nun irgendwie nach oben zu bekommen, aber mein Körper streikte komplett gegen alle meine Anweisungen. Mir wurde klar, dass mich eine Kraft nach oben zerrte. Ich drehte mich um, um zu sehen, wer oder was, es war. Palkia stand vor mir, die mich aus kalten, leeren Augen ansah. Sie hatte doch so friedlich und glücklich gelächelt. Wieso hatte sie auf einmal wieder diesen Blick drauf? Vielleicht war die Palkia, die mir dieses Lächeln geschenkt hatte, eine Gestalt eines schönen Traums? Wenn das ein Traum gewesen war, dann wollte ich weiter träumen, beschloss ich, während sich wieder alles drehte und ich merkte, wie ich schon wieder, aber dieses Mal in eine andere Richtung fiel. Wie ich auf dem Boden aufkam, merkte ich allerdings nicht mehr, weil sich schon zuvor mein Bewusstsein verabschiedet hatte. Um mich herum tauchte sich alles in ein tiefes Schwarz, dass letztendlich auch mich komplett einhüllte.

 

Mal wieder wurde ich durch einen Knall geweckt. Ich brauchte eine Sekunde, um zu begreifen, dass ich anscheinend an Dialgas Bett eingeschlafen war. Eine unangenehme Geräuschkullisse half mir mit meiner Orientierung. Der arme Dialga… Was war nur mit ihm los? Was machten diese Medikamente nur mit ihm? Als ich merkte, dass er aufstehen wollte, griff ich ihm geschickt unter die Arme und zog ihn hoch. Allerdings ging er sofort auf Abstand und sah mich völlig fassungslos und fast schockiert an. Was sollte mir denn dieser Blick sagen? Ich verspürte sogar fast etwas Angst. Vielleicht lag auch eine gewisse Anschuldigung dahinter und ich erwischte mich dabei, wie mich ein Schuldgefühl packte. Doch wieso bekam ich das so plötzlich? Hatte ich etwas damit zu tun? Plötzlich brach er mal wieder in sich zusammen. Ich fing ihn behutsam auf und legte ihn in sein Bett zurück. Dann begann ich angewidert mit den Aufräumarbeiten, für die ich Dialga wirklich eine Auszeichnung verpassen müsste. Er dachte sich immer wieder die nettesten Dinge für mich aus, das musste man ihm wirklich lassen.

 

Leblos lag ich da. Ich hatte nicht vor mich zu bewegen. Mir war es egal, scheiß egal. Es war mittlerweile mehrere Stunden her. Arceus hat mich erst ins Bad gebracht. Als er es kurz verließ, habe ich mich übergeben. Dannach hab ich nicht mehr genau darauf geachtet, was passierte. Arceus trug mich anscheinend in mein Zimmer, legte mich in meinem Bett ab und deckte mich fein säuberlich zu. Er gab mir einen Kuss, sagte mir, dass ich rufen solle, falls ich etwas benötige und verließ dann das Zimmer. Nachdem er weg war, heulte ich erst einmal stundenlang. Schließlich lag ich aber einfach nur noch da und starrte gedankenlos die Decke an. Ich verstand es einfach nicht. Wieso tat er das nur? Er meinte, er wolle, dass es mir auch Spaß macht, aber dann lacht er darüber, dass ich weine. Ergibt das einen Sinn? Ich drehte mich vorsichtig auf die Seite. Mir tat alles weh. Warum musste er ausgerechnet mir das antun? Auf diese Frage hin fasste ich einen Entschluss. Ich musste ihn fragen, warum er mir so eine Sonderrolle zuteilte und Dialga und Palkia einfach nur hin- und herschob, wie es ihm passte. Warum musste ausgerechnet ich ihm „so viel“ bedeuten? Konnte er uns nicht alle gleich behandeln? Dann würde auch Dialga nicht mehr so leiden unter seiner ständigen Überdosis an Medikamenten, so nannte er es immer und Palkia hätte, was sie will. Also stand ich langsam auf und schleifte mich zu Arceus herüber, der in seinem Zimmer mal wieder irgendetwas notierte. „Warum behandelst du mich anders als die anderen beiden? Kannst du uns nicht alle gleich behandeln und aufhören mich zu bevorzugen?“ Mit diesen Fragen fiel ich in den Raum herein. Arceus musterte mich eine Weile. Dann fragte er: „Denkst du etwa, dass das ungerecht ist?“ „Ja.“, antwortete ich anklagend. „Und Dialga…“ „Tut mir Leid,“, fiel er mir ins Wort, „wenn Dialga seine Medikamente nicht bekäme, dann würde er komplett zusammen brechen. Ich wollte es noch niemanden sagen, aber da du mich darauf ansprichst, bleibt mir wohl keine andere Wahl. Er ist schwer krank und ich will ihn nicht verlieren, deswegen braucht er diese Medikamente einfach.“ Er lächelte traurig und ich spürte, wie es ihn schmerzte, das sagen zu müssen. „Ich verstehe…“ Auch ich verspürte nun den Drang meinen Tränen freien Lauf zu lassen. Mein armer Bruder… Es tat mir auf einmal Leid, ihn immer um Hilfe gebeten zu haben, wenn er krank war, wie sollte er mir dann helfen können. Ich musste ihm helfen, nicht andersrum! „Aber wegen meines eigentlichen Anliegens…“ Er ließ mich nicht zu Ende reden. „Ich tu doch alles für dich, mein Schätzchen. Wenn du willst, dass ich dir nicht mehr so einen Vorteil verschaffe, dann werde ich das tun.“ Mir war nicht klar, dass das so einfach sein würde. Aber in dem Moment war mir auch noch lange nicht klar, dass er meinen Wunsch völlig falsch verstand.

 

 

Game Over or Continue?
~Ich hoffe, es hat euch gefallen! Bis ihr das nächste Kapitel lesen könnt, dauert es jetzt vielleicht ein wenig, aber wenn ihr eine Runde bettelt, dann könnte ich mich ja vielleicht beeilen. 😛 Nur noch heute und morgen, dann ist Weihnachten. Na, freut ihr euch schon? Ich wünsche jedenfalls noch viel Erfolg bei euren Weihnachtsvorbereitungen. ;)~

Das Dimensions-Trio – Chapter 2 Part 1

Samstag, 21. Dezember 2013

~Heute gibt’s mal nur einen halben Bericht, da ich nicht davon ausgehe, dass ich es bis morgen schaffe ein komplettes Kapitel zu schreiben, denn auch ich hab mal etwas vor. Deswegen wünsche ich euch heute viel Spaß mit Part 1 der Vorgeschichte des Dimensions-Trio!~

 

 

„Ach meine Schwestern, ihr wisst doch, dass ich alles für euch tun würde! Sagt mir einfach Bescheid, wenn Arceus euch etwas Schlimmes antut, dann kümmere ich mich darum!“ Mit einem Lächeln schwor ich es ihnen und sie hatten auch wirklich mein Wort. Natürlich war Arceus, die einzige Person, die wir hatten. Wir wussten ja gar nicht, was außerhalb dieses Kellergewölbes war. Gab es denn überhaupt ein außerhalb? Ja, das musste es geben, wohin sollte Arceus denn sonst gehen, wenn er manchmal einfach verschwand, außer nach draußen? Vielleicht war da draußen alles noch schlimmer, wie er es uns immer sagte und er wollte uns wirklich nur schützen. Aber hatte er deshalb das Recht uns seinen Willen aufzuzwingen? Was hatte dieses Leben für einen Sinn, wenn wir nicht über uns selbst bestimmen konnten? Oder war das wirklich der Sinn des Lebens? Selbst wenn es so wahr, ich wollte das nicht einfach hinnehmen. Das war auch der Grund, weswegen ich langsam, aber sicher etwas aufsässig wurde. Ich wollte, dass Arceus mich nicht so einfach kontrollierte und zeigte es ihm deutlich, vielleicht zu deutlich. Ach ich hielt es nicht aus, die ganze Zeit darüber nachzudenken. Ich verspürte dann immer den Drang aus meiner Haut zu fahren und irgendetwas zu vernichten… „Dialga! Warum tanzt du denn nicht mehr? Singe ich nicht schön genug?“ Palkia sah mich mit einem wunderschönen Lächeln an. Das hatte ich ja noch nie von ihr gesehen. Ich freute mich so darüber, dass ich sie einfach in den Arm nehmen musste. „Nein, dein Gesang ist wunderschön, Schwesterherz!“ Sie sah mich überrascht an, aber lächelte anschließend wieder. „Hey! Bekomm ich keine Umarmung?“ Giratina sah mich böse und frostig an. Als ich sie allerdings ebenfalls umarmte, lächelte sie wieder mit ihrer bezaubernden Art. „Kommt! Lasst uns nach draußen gehen! Arceus lässt uns hier heraus! Schnell, beeilen wir uns!“, meinte Palkia auf einmal fröhlich. Giratina und ich sahen uns überrascht an. Dann strahlten wir überglücklich und rannten in Richtung des Ausganges. Es war nicht mehr weit, dann würden wir ihn erreichen. Die Gänge schienen so endlos lang, aber wir rannten so schnell wir konnten. Ich musste endlich wissen, was da draußen auf uns wartete! Ich wollte es unbedingt wissen! Und da war er, der Ausgang. Mit einer Wucht, die ich noch nie aus mir heraus geholt hatte, riss ich die Tür auf. Angespannt starrten alle auf den Spalt, der immer größer wurde. Was würde uns wohl erwarten? Plötzlich tauchte sich vor meinen Augen alles in Weiß. Was war das…?

 

Ich schrie laut auf. Ob mich irgendjemand hörte? Nein, niemand kam mir zu Hilfe. Ich musste lauter schreien. Als ich meinen Mund ein weiteres Mal öffnete, küsste er mich nicht einfach, um meinen Schrei abzuwürgen. Nein, er schlug mit der flachen Hand zu. Tränen rannen meine Wangen hinab. Dialga… Wo bist du nur? Hilf mir doch! Hilf mir, bitte! Ich hatte solche Angst. Von Zeit zu Zeit merkte ich auch, wie es mir langsam, aber sicher hochkam. Wieso übergab ich mich nicht einfach auf ihn? Na gut, das war kein schlauer Gedanke, wenn ich nicht sterben wollte. Oder wollte ich es doch? Ich fing an zu schluchzen. „Ach wie süß.“, meinte Arceus daraufhin, „Das ist es, was ich so liebe. Wenn die kleine Impulsante auf einmal hilflos zu weinen beginnt!“ Er lachte und machte einfach weiter. War es wirklich das, was er so liebte? Das durfte es doch nicht sein… Aber es war doch unmöglich seine Gefühle abzustellen. Nein! Wieso nur?!

 

Durch einen lauten Knall geschah es, dass ich wieder zur Besinnung kam. Zögerlich öffnete ich die Augen, ohne zu wissen, was mich erwartete. Jetzt wurde mir wieder bewusst, in welcher Situation ich mich befand. Ich hatte die Aufgabe Dialga unter Kontrolle zu halten und ich fürchtete, ich musste ihn in sein Zimmer bringen, damit er nichts in diesem Raum kaputt machen konnte. Zu spät… Das gesamte Zimmer sah aus, als hätte er etwas explodieren lassen. Na gut, jetzt konnte ich eh nichts mehr dagegen tun, außer ihn vor sich selbst zu schützen. Also stand ich furchtlos auf und ging auf ihn zu. Endlich hatte ich meine Gefühlslosigkeit wieder und konnte rational an die Sache heran gehen. Dialga schlug gerade unbeirrt auf eine Wand ein, die unter seinen sehr heftigen Schlägen jedoch keinen Zentimeter nachgab. Mit jedem Schlag wurde die Wand roter und das Blut schien schon lange zu tropfen, denn auf dem Boden war es schon überall verteilt. „Dialga, hörst du mich?“, begann ich vorsichtig. Er machte unbeirrt weiter. „Dialga, hör auf mit dem Mist!“, meinte ich lauter. Weiterhin reagierte er nicht. „Dialga!“, rief ich lautstark und griff nach seiner Hand. Plötzlich hörte er auf. Für ein paar Sekunden passierte einfach gar nichts, doch aus heiteren Himmel, umarmte er mich plötzlich. „Alles in Ordnung?“, fragte ich nun überrascht, doch er gab mir keine Antwort. So standen wir für eine ganze Weile einfach da, ohne dass er auch nur Ansätze machte, mich loszulassen. Umso länger wir da standen, umso mehr fing er jedoch an zu zittern und umso angespannter wurde er. Ganz plötzlich brach er auf einmal in sich zusammen und fiel mir in die Arme, wo er mich aus verträumten Augen ansah. Jedoch schien er noch immer nichts von seiner Außenwelt mitzubekommen. Er machte auch keine Anstalten sich aufzurichten. Also nahm ich ihn auf die Arme und trug ihn vorsichtig aus dem Zimmer heraus in sein eigenes Zimmer. Auf dem Weg dahin wurde mir wieder bewusst, dass er um einiges schwerer war als ich selbst. Allerdings hatte ich die nötige Kraft, um ihn problemlos in seinen Raum zu bringen. Während ich durch den Flur lief, hörte ich einen Schrei. Was Giratina wohl schon wieder zu meckern hatte? Ich schüttelte abfällig den Kopf und ging weiter. In Dialgas relativ großen Zimmer angekommen, legte ich ihn auf seinem Bett ab und deckte ihn zu. Schließlich zitterte er schon wieder. Er tat mir Leid, aber ich wusste nicht, wie ich ihm helfen konnte. Trotz meiner mitfühlenden Gedanken blieb ich äußerlich immer kalt. Ich mochte es nicht, wenn man mir von der Nasenspitze ablesen konnte, wie ich mich fühlte. Außerdem hatte mir Arceus oft genug vorgeworfen, dass ich aufgrund irgendwelcher Emotionen kein Recht hatte, Befehle zu verweigern und dass mich das zu einer schlechten Hilfe machten. Er hatte recht und das war der Grund, weswegen ich zu einer gefühlskalten Machine wurde, die auf Knopfdruck funktionierte. Na gut, ganz so war ich leider doch nicht, denn viel zu oft übermannten mich meine Gefühle, aber ich durfte das einfach nicht weiter zulassen. Oder doch? Es verwirrte mich so. Wer musste ich nur sein, um für Arceus interessant zu werden? Ich ließ mich neben Dialgas Bett zu Boden sinken und dachte noch Ewigkeiten darüber nach.

 

 

Game Over or Continue?
~Ich hoffe, es hat euch gefallen. Hinterlasst ein paar Kommentare! ;)~

Die Vorgeschichte des Dimensions-Trios – Chapter 1

Freitag, 13. Dezember 2013

~ Zum Freitag, den 13. war ich der Meinung, dass ich etwas besonderes machen müsste. Vielleicht etwas, den Umständen entsprechendes? Allerdings, was wäre das? So bin ich auf die Idee gekommen, die Vorgeschichte von dem Dimensions-Trio zu veröffentlichen. Sie werden irgendwann in meiner Geschichte Dystopia eine Rolle spielen. Ihre Geschichte ist jedenfalls unheimlich grausam und ein Unglück an sich, deswegen passt es doch wunderbar zum Freitag, den 13.! Also vorsichtig, dies ist nichts für schwache Nerven! Um euch die Story kurz zu erläutern:
Die legendären Pokemon haben hier eigentlich so gut wie gar nichts mit den Pokemon an sich zu tun, sondern sind Demonen in menschlicher Form. Fragt mich nicht, wie wir damals darauf gekommen sind. Im Übrigen wurde diese Story nie durch ein Rollenspiel festgehalten, sondern ich hatte nur grobe Informationen, nach denen ich die Geschichte selbst geschrieben habe. Also nur damit ihr nicht von einem Rollenspiel ausgeht! 😉
Ok, ich denke, das reicht als Erklärung.  Sagt mir, für welchen Charakter ihr am meisten Sympathie hegt, damit wir denjenigen, bei der Neuauflage unseres Rollenspiels mehr ausbauen können. Na dann viel Spaß beim Lesen! ~

 

 

„Was soll das sein?!“ Mir war schon ganz schwindelig, da erdreiste er sich auch noch mit einer neuen Spritze den Raum zu betreten. „Es ist nichts Schlimmes. Keine Sorge!“ „Verschwinde… Das ist genug für heute. Ich halt das nicht mehr aus.“, mit einer abfälligen Handbewegung versuchte ich ihn wegzuschicken. Unter dieser übertriebenen Gestik brach mein Körper in sich zusammen, so dass ich auf die Knie sank und mich verzweifelt versuchte bei Bewusstsein zu halten. „Aber ohne das wird es dir nur noch schlechter gehen!“ „Nein! Hör…“, zu mehr kam ich nicht, da ich anfangen musste heftig zu husten. Ich stützte mich nur noch halbwegs mit den Händen ab. Meine Sinne waren äußert eingeschränkt, wodurch ich leider zu spät bemerkte, wie mir die Spritze in den Arm gestochen wurde. Gequält biss ich die Zähne zusammen, bis sich plötzlich ein unglaubliches Stechen durch meinen Kopf zog und ich zu schreien begann.

 

Sie zuckte neben mir zusammen, als wir den Schrei aus dem Raum hörten. „Was geht da drinnen vor sich?…“, flüsterte sie leise. Ich hielt es nicht für nötig, ihr eine Antwort zu geben, denn ich konnte selbst nur deuten und meine Deutung würde sie nur noch mehr verstören. Leicht zitternd sah sie immer wieder zu mir rüber. Allerdings beobachtete ich sie nur aus dem Augenwinkel. Ich konnte sie einfach nicht direkt ansehen. Mir war diese Situation selbst nicht geheuer, sodass ich nichts für sie tun konnte.

 

Ich deutete ihr Schweigen als Hochmut. Natürlich wollte sie mir nicht antworten. Schließlich war ich doch diejenige, die ihr ihren geliebten Arceus wegnahm. Das dachte sie garantiert von mir, so eifersüchtig, wie sie manchmal reagierte. Vor allem wenn wir allein waren, bekam ich ihren Neid oft zu spüren. Das Zittern meines Körpers hörte einfach nicht auf und nur sehr knapp konnte ich Tränen unterdrücken. Plötzlich hörte ich erneut Dialgas Schrei durch das Kellergewölbe schallen, dann hörte ich gar nichts mehr. Ich schreckte hoch und stand auf. „Palkia! Sag mir, was passiert da drinnen?!“ Typisch, dass sie mir nicht antwortete, aber meine fürchterliche Angst um ihn ließ mich einfach keine Ruhe geben. Zu meiner Verwunderung machte Palkia dann aber doch einen Ansatz etwas zu sagen: „Giratina… setz dich bitte wieder hin… Wenn er herauskommt, dann…“ Zu mehr kam sie nicht, denn Arceus verließ den Raum bereits. „Dann?“, fragte er sie von oben herab blickend. Palkia ließ den Kopf gesenkt und sagte nichts weiter. Im nächsten Moment bekam sie von Arceus mit einem lauten Knall einen Schlag ab.  „Wag es dir ja nicht noch einmal irgendein Wort über mich zu verlieren, verstanden?“, befahl Arceus ernst. „Ja, Sir…“, sagte Palkia brav. Nun wieder mit seiner netten Tonlage meinte er zu mir: „Komm mit Schätzchen! Ich möchte dir etwas zeigen.“ „Nein… Ich will zu Dialga.“, erwiderte ich immer noch besorgt. „Ihm geht es gut, meine Liebe. Komm mit und lass Palkia sich um ihn kümmern. Sie kann doch damit umgehen.“, erklärte er besänftigend. „Aber…“ „Palkia, sei doch so gut und kümmer dich sorgfältig um Dialga. Wehe, du erlaubst dir nur einen Fehler, verstanden?!“, rief Arceus ihr streng zu. Mir war klar, dass Palkia seinen Aufforderungen so gut wie möglich nachging und dafür auch alles tat. Musste ich mir also keine Sorgen mehr machen? Ich sah Arceus unsicher an. „Komm mit, Prinzessin!“ Sein Blick hatte sich etwas verändert, sodass er mir doch einen leichten Schrecken einjagte. Noch einmal sah ich in die Richtung des Raums, in dem Dialga lag, der keinen Ton von sich gab. Letztendlich würde er mich so oder so zwingen mit ihm zu gehen, weshalb ich schließlich, die Hand, die er mir hinhielt, entgegen nahm und mit ihm mitging. Während Palkia, mich nicht beachtend, aufstand und in Richtung Dialgas lief.

 

Als sich meine Sicht langsam wieder klärte, sah ich Palkia vor mir stehen. War ich bewusstlos gewesen, dass ich zusammen gekauert auf dem Boden lag? Ich nahm alles nur verschwommen war, so viel war mir klar. Meine Sinne waren komplett benebelt, sowie mein Verstand, fürchtete ich. Meine Gedanken beschäftigten sich nicht lange mit diesen Fragen, oder doch? Ich sah nach oben, da stand Palkia weinend. Ihre Lippen bewegten sich, aber ich konnte nicht hören, was sie sagte. Irgendwann wurde mir klar, dass sie an mir rüttelte. Ich glaube, ich habe sie daraufhin geschlagen. Habe ich? Ich weiß es nicht. Mir war so, als sei da was gewesen. Vielleicht habe ich auch etwas gesagt. Naja… Wen kümmert’s? Irgendwie war dieser Zustand doch ganz angenehm. Ich fühlte keinen Schmerz, seelisch und körperlich nicht. In einer Art Traum wühlte sich mein Bewusstsein und zeigte mir die Schönheit des Lebens. Ich fühlte mich so frei. Ah, da war Giratina, die so gefühlvoll lächelte, wie ich es noch nie von ihr gesehen hatte. Sie tanzte mit Palkia, die ein wunderschönes Kleid trug und fast etwas zurückhaltend mit ihren geröteten Gesicht und ihrem schüchternen, aber ehrlichen Lächeln wirkte. Die beiden sahen so schön aus. Wieso wollten sie auf einmal, dass ich mittanzte? Sie wissen doch, dass ich nicht tanzen kann. Naja, ich werd’s versuchen, aber nur weil sie meine lieben Schwesterchen sind. Nur für sie!

 

„Komm her, meine Kleine.“ Arceus Aufforderung war eindeutig. Auch wenn ich gehofft hatte, ihnen entgehen zu können, aber hatte ich eine Wahl? Ich suchte nach Hilfe, aber wer würde mir schon helfen? Angst überkam mich, jedoch durfte ich mich davon nicht zerstören lassen. Langsam ging ich auf ihn zu. Warum? Warum? Nein, ich durfte nicht darüber nachdenken. Der Ekel überkam mich, doch die Angst kämpfte gegen den Ekel an. Beides waren nicht unbedingt schöne Gefühle. Ich musste hier weg, aber das konnte ich nicht. Dialga, was war nur mit ihm geschehen? Wo war er nur? Unmittelbar vor Arceus kam ich nun zum stehen. „Setz dich doch.“ Da war sie wieder diese Angst, die mir fast Tränen in die Augen jagte. Ich durfte nicht darüber nachdenken. „Komm schon Schätzchen, sei nicht so zurückhaltend!“ Seine Aufforderung wurde lauter, deutlicher. Angewidert verzog ich das Gesicht. Sollte ich mich wehren? Nein, das konnte ich nicht. Das hatte ich doch schon so oft versucht und dann tat er mir nur noch mehr weh. Vielleicht sollte ich doch fliehen, aber diese Angst ließ mich wie versteinert da stehen. Ich musste meine Emotionen abschalten. Arceus wurde gereizt. So legte er einen Arm um meine Taille und zog mich fast etwas brutal auf seinen Schoß. Der Ekel und die Furcht jagten mir Tränen in die Augen. Die Emotionen ausschalten… einfach abtöten… Aber wenn das nur so einfach wäre…

 

Sofort nach seiner Aufforderung war ich aufgestanden, um seinem Befehl Folge zu leisten. Als er weg war, fiel mir erst einmal ein Stein von Herzen, dass die beiden nicht bemerkten, wie leise Tränen meine Augen schwemmten und wie sie in dünnen Fäden meine Wangen hinab kullerten. Es tat weh, wenn er mich so behandelte und das nicht nur körperlich. Aber Dialga und Giratina waren nun mal Arceus Lieblinge und daran konnte ich nichts ändern, so sehr ich es auch wollte. Oder vielleicht auch doch? Zugegeben mit Dialga wollte ich vielleicht auch eher weniger tauschen, aber Giratina war doch nichts weiter als sein Schätzchen, dass er verwöhnen musste. Sie durfte immer alles, ohne eine Bestrafung machen, aber ich… Ich durfte nicht einmal weinen, wenn es nach ihm ginge. Dabei wollte ich doch so sehr, dass er mich anerkannte. Alles Erdenkliche würde ich für ihn tun, doch es interessierte ihn anscheinend kein bisschen. Meine Schritte führten bis zur Tür, wo ich erst einmal stehen blieb und Dialga betrachtete. „Geh weg! Lass mich in Ruhe!“ Dialga wirkte unkontrolliert bei seinen Aufforderungen. Er sah mich nicht an, sondern starrte ausdruckslos auf den Boden. „Dialga, bleib ruhig… Ich bin es, Palkia. Ich werde dir nichts tun!“ Ich konnte nicht einschätzen, wie er reagieren würde, wenn ich einen Schritt zu weit ging. Also blieb ich erst einmal vor ihm stehen. „Dialga… Bist du halbwegs in Ordnung? Kannst du aufstehen?“ Während ich redete, sah Dialga langsam zu mir hoch. Sein Blick blieb an mir hängen, aber er sah nicht mich… Er schaute ins Leere. Diesen Blick von ihm hatte ich noch nie zuvor gesehen und er machte mir Angst. „Dialga? Ist alles in Ordnung? Hörst du mich überhaupt?“ Ich beugte mich vorsichtig zu ihm runter und legte meine Hände auf seine Schultern. Jetzt ging sein Blick völlig an mir vorbei. Leicht rüttelte ich an ihm. „Dialga! Sag doch was…“ Wie aus dem Nichts traf mich sein Schlag mitten ins Gesicht und ich flog quer durch den Raum. Ich rang um Atem und Besinnung. Die Tränen flossen nun entgültig wie Wasserfälle an meinen Wangen entlang. Wieso tat er das denn nur? Was war in ihn gefahren? Mir wurde schwarz vor Augen.

 

 

Game Over oder Continue?
~Ich hoffe, es hat euch gefallen! Hinterlasst bitte fleißig Kommentare, damit ich weiß, was ihr davon haltet! Thx!~