Archiv für die Kategorie ‘Tanz der Karten (Amnesia)’

Tanz der Karten – Kapitel 6

Montag, 21. Dezember 2015

~Hey Leute, heute gibt es mein nächstes Kapitel von Tanz der Karten. Dieses wird sehr speziell und ich hoffe, dass es euch gefällt. 😛
Viel Spaß!~

Am nächsten Tag ging ich nach der Uni wie gewohnt zur Arbeit. Toma hatte dieses Mal schon eine Stunde vor mir schon Schichtbeginn, weswegen er schon vor mir da war. Ich zog mir also gemütlich die Arbeitsklamotten an und wagte dann den Schritt ins Grauen. Als ich herauskamen sahen die Mädchen neben mir mich ganz erwartungsvoll an, weswegen ich mit einem Lächeln den Kopf schief legte und „Guten Tag die Damen.“ sagte. 3 von ihnen liefen rot an und erwiderten hektisch das „Guten Tag!“, was mich doch zum richtigen grinsen brachte. „Hey Toma.“, meinte ich kurz und knapp als ich hinter die Theke schaute, worauf ich zuhören bekam: „Guten morgen Shin! Wie war dein Tag? Hast du eine Prüfung geschrieben? Wie sieht eigentlich dein Notenschnitt zur Zeit aus?“ Ich musste tatsächlich lachen. „Hey, ganz langsam und eine Frage nach der anderen.“ Er seufzte: „Hai, hai.“ „Also mein Tag war ganz passabel bis jetzt. Ich habe in letzter Zeit keine Prüfungen geschrieben und mein Schnitt müsste im Vergleich zur Klasse etwas über dem Durchschnitt liegen. Und jetzt erkläre mir, was die Fragen sollten.“ Er lief rot an und sah zur Seite. „Ich will halt mehr über dich wissen und mehr mit dir reden…“ Ich nickte langsam und versuchte mein Herz zu ignorieren, dass wieder Aufstände machte.
Wir gingen also an die Arbeit. Ich nahm mir seine Worte etwas zu Herzen und bemühte mich wieder mehr mit ihm zu reden. Er hatte recht, nachdem er mir meinen ersten Kuss gestohlen hatte, distanzierte ich mich sehr von ihm. Mein Kopf schien sich einfach gegen ihn zu wehren, vor allem wenn die Mädchen wieder irgendwelche Extrawünsche hatte. Kurz bevor meine Schicht zu Ende war und ich in der Hoffnung, dass nun keine derartigen Bestellungen mehr kamen, passierte es. „Ich hätte gerne die Nummer 13.“ Toma nahm die Bestellung entgegen und wir lasen uns still durch, was wir tun mussten. Dann trafen sich geschockt unsere Blicke und wir liefen rot an. Immerhin kostete dieser Scheiß sie auch genug, aber trotzdem fragte ich mich, wer auf diese verdammte Idee gekommen war! Wir mussten instinktiv schlucken und waren wohl tatsächlich unschlüssig, ob wir das wirklich tun sollten. >>Ein kleiner Wettbewerb: Wer zuerst am Boden ist und wer dann zuerst stöhnt!<< Das ganze Café sah uns an. Ich schüttelte langsam den Kopf, doch er zuckte mit den Schultern, woraufhin ich heftiger mit dem Kopf schüttelte und er ins Grübeln geriet. Schließlich nickte er und starrte ihn nur entsetzt an. Das war der Moment, den er nutzte, um mich beim Handgelenk zu packen und mich so zu drehen als ob wir tanzten und mich in seine Arme warf. Ich war etwas überrumpelt und brauchte eine Sekunde, um zu reagieren, aber die Sekunde meines Schocks hatte er genutzt und mich zu Boden zu drücken. Erst zu spät versuchte ich mich zu wehren, doch so kam es, wie es kommen musste. Ich lag am Boden und er kniete über mir, aber war rot angelaufen. Anscheinend wusste er nicht wie er fortfuhr oder konnte es nicht vor all den Mädchen. Ob ich die Gelegenheit nutzen sollten, um den Spieß noch einmal umzudrehen? Doch es gelang mir nicht, denn er fuhr fort. Er begann meinen Hals zu küssen. Mein Herz schlug so unglaublich schnell, doch ich lag am Boden und all die Blicke, die uns zusahen konnte ich nicht vergessen, selbst nachdem ich die Augen schloss noch nicht. Das musste so falsch aussehen. Ich wollte hier weg. Er knabberte an meinen Ohr und flüsterte leise: „Nur ein einzelnes Stöhnen, dann ist das hier vorbei. Entspann dich bitte.“ Es war so peinlich und so schön zugleich. Wollte ich überhaupt, dass er aufhörte? Was dachte ich da nur? Natürlich wollte ich das er aufhörte. Mit einer Hand fuhr er über meinen Oberkörper. Das ging zu weit, ich zwang mich zu einem kurzen Stöhnen und er hörte auf. Mit einem Grinsen meinte er: „Gewonnen.“ Ich hatte tatsächlich Tränen in den Augen und musste mich zusammenreißen ruhig zu bleiben. Wenn das in diesem scheiß Café so weiter ging, was würden wir dann noch tun? In diesem Moment hörte ich eine bekannte Stimme hinter mir: „Also ist das hier jetzt wirklich ein Yaoi-Café? Interessant…“ Erschrocken sah ich über die Schulter und da stand Ikki, der zu mir heruntersah und mir die Hand hinhielt. „Komm wieder hoch. War aber interessant euch zuzusehen.“ Erschüttert lief ich rot an, stand schnell ohne seine Hilfe auf und verschwand im Umkleidezimmer. Mir liefen die Tränen über die Wangen. Ich verstand das alles nicht. Toma kam herein, schloss hinter uns die Tür und nahm mich kurzerhand in den Arm. „Hey, tut mir Leid. Ich wollte das doch nicht.“ Ich drückte ihn energisch weg. „Das ist doch nicht deine Schuld, du Idiot.“ „Was ist dann los?“ „Ich weiß es nicht. Lass mich einfach in Ruhe, ok?“ Ich zog mich in kürzester Zeit um und ließ den total verwirrten Toma stehen. So schnell wie möglich lief ich aus dem Café und zog mir die Kapuze tief ins Gesicht. Ich wollte nicht, dass mich irgendjemand so sah.
„Hey Shin, tut mir Leid. Ich hätte das nicht sagen sollen. Wahrscheinlich denkst du, ich will mich über dich lustig machen, aber es ist in Ordnung, dass du auf Kerle stehst.“ Erschrocken sah ich über die Schulter. Ikki war mir gefolgt. „Ich stehe nicht auf Kerle!“, schrie ich ihn ziemlich fassungslos entgegen. Er blieb zu meinen Entsetzen auch noch ruhig. „Das sah aber anders aus.“ „Das ist das, was mich stört!“ „Dass du nicht auf Kerle stehst, aber alle es denken oder dass du auf sie stehst, aber es dir nicht eingestehen willst?“ Ich ging wortlos weiter. Mit diesem Idioten von Tanzlehrer musste ich mich nicht über so etwas unterhalten. Aber hatte er nicht einen Freund? Vielleicht konnte ja gerade er mir helfen. So in Gedanken hatte ich gar nicht mitbekommen, dass er jetzt neben mir lief. Überrascht sah ich ihn an. Er lächelte und erklärte: „Ich muss eh in die Richtung.“ „Verstehe… Sag mal: Wie hast du herausgefunden, dass du auf Kerle stehst?“ Für eine Sekunde überlegte er. „Ich hatte etliche Beziehungen mit Frauen, aber jede hat nach ungefähr 4 Wochen mit mir Schluss gemacht. Nach und nach verlor ich immer mehr das Vertrauen in Frauen und bekam fast einen Hass auf sie. Eigentlich wünschte ich mir nur eine Freundin, die mit mir länger zusammen bleiben konnte, aber es passierte einfach nicht. Kent, mein jetziger Freund, hat mich schließlich gefragt, ob ich es anstatt mit den ganzen Frauen nicht einmal mit einem Kerl probieren wolle. Ich bin ihm erst für eine Weile aus dem Weg gegangen, aber irgendwann hab ich mich doch darauf eingelassen und festgestellt, dass er mir gefällt, sogar mehr als mit irgendeiner Frau.“ „Das klingt ein wenig tragisch.“ „Zu dem Zeitpunkt war es das auch, aber mittlerweile bin ich glücklich, dass ich so mit Kent zusammen gekommen bin.“ Ich blieb stehen. „Hier wohne ich, also…“ Er ließ mich nicht ausreden. „Darf ich mit zu dir kommen?“ Verwirrt sah ich ihn an. „Wieso?“ „Ich will dir ein paar Tipps geben.“ Genervt verzog ich das Gesicht, aber da er mich jetzt eh schon heulen gesehen hatte, konnte mir alles andere auch egal sein. Also bat ich ihn herein.
„Weswegen bist du der Meinung, dass du nicht auf Kerle stehst, Shin?“ Ich hatte mich auf mein Bett gesetzt und er auf meinen Schreibtischstuhl, da ich ja keine anderen Sitzmöglichkeiten in meiner Wohnung hatte. „Ich hätte nie zuvor daran gedacht, dass ich auf Kerle stehen könnte und alles, was bis jetzt schon geschehen ist war eher peinlich als alles andere. Er legte den Kopf schief. „War es nicht eher peinlich, weil es dein bester Freund war?“ Irritiert sah ich zu Boden. „Was sollte das an der Sache ändern?“ „Fändest du es genauso peinlich, wenn es einer deiner anderen Kollegen wäre?“ „Wahrscheinlich.“ „Fändest du es genauso peinlich, wenn es eine Frau wäre, die so etwas mitten im Café mit dir machen würde?“ Ich sah zur Seite und antwortete nur: „Ja, wahrscheinlich.“ Er nickte also. „Fändest du es peinlich, wenn ich so etwas mit dir allein machen würde?“ „Keine Ahnung.“ Worauf wollte dieser Bastard hinaus…? „Willst du es probieren?“ „Was?! A-aber du hast einen Freund.“ „Ist eigentlich eher ne offene Beziehung, da der kleine Trottel zu unnahbar ist, um mich komplett zu befriedigen.“ Ich lief rot an. Das war eine Information zu viel und diese Situation war seltsam. Er stand auf und ging auf mich zu. Unbewusst spannte sich mein ganzer Körper an. Das konnte er unmöglich ernst meinen. Er beugte sich langsam zu mir nach unten. „Also was sagst du? Ja oder nein?“

Save the Game? Yes or No?
~Ich hoffe, dass es euch gefallen hat! Hinterlasst mir doch einen Kommentar! Wie wird es wohl weitergehen? Wird Shin das Angebot annehmen oder seinen Tanzlehrer hochkant aus der Wohnung kicken? Wie steht Toma eigentlich zu alldem? All das und noch viel mehr erfahrt ihr im nächsten Kapitel Tanz der Karten!~

Tanz der Karten – Kapitel 5

Donnerstag, 17. Dezember 2015

~Hey Leute, heute bekommt ihr mein 5. Kapitel der Yaoi-FanFiction zu Amnesia zu sehen. Heute geht es etwas heißer her, also öffnet schon mal die Fenster, um euch abzukühlen. Viel Spaß!~

Das durfte nicht wahr sein. Was sollte ich jetzt tun? Panisch sah zu Sawa, die zu meiner Rechten stand und sich freute. „Ich sag doch, dass es jetzt ein Yaoi Café ist!“ Ich wollte etwas sagen, aber ich wusste nicht was und wie ich es ausdrücken sollte. Da bemerkte ich das Toma hinter ihr angeschlichen kam. „Guten morgen Shin.“, meinte er mit einem schwachen Lächeln und wollte an mir vorbeigehen. In diesem Moment konnte ich nicht anders als seine Laune zu ignorieren, denn ich musste ihn einfach festhalten und auf den übergroßen Schriftzug über der Tür deuten. Er sah nach oben und sein Kinn klappte nach unten. >>YAOICAFÉ<< „Was… um Himmels Willen…?“ Ein Kollege, der ebenfalls im Café arbeitete, dessen Name ich aber immer wieder vergaß, lehnte sich in die Tür. „Ist es nicht schrecklich?“, fragte er frustriert. Toma und ich nickten synchron, unfähig etwas zu sagen. „Aber hey, die Mädels himmeln einen an! Allerdings dürfen sie, wenn sie etwas extra zahlen auch gewisse Bitten an uns stellen…“ Wir sahen ihn schockiert an. „Der Chef wird es euch schon genauer erklären, aber… macht euch auf das Schlimmste gefasst… mhhh… Der Lohn ist dafür echt genial. Das ist aber auch echt das Einzige!“ Ich wusste nicht, ob ich mich selbst auslachen oder weinend in die Ecke kauern sollte. Toma schüttelte den Kopf. „Es hilft wohl alles nichts… Wir müssen da jetzt reingehen.“ Ich schluckte und nickte langsam. „Shin… Ich glaube an uns. Wir können das schaffen.“ „Toma, ich will da nicht rein.“ „Nur ein kleines Stück…“ Er setzte einen Fuß über die Türschwelle und meinte plötzlich: „Neeeeeiiiiin, ich verbrenne… Wir können da nicht rein.“ Unser Kollege packte ihn am Arm und zerrte ihn rein. „Neeiiiiin!“ Ich rief: „Neiiiin! Toma, geh nicht! Oh nein! Er war doch noch sooo jung.“ Sawa bekam sich vor Lachen nicht mehr ein. Nun folgte ich auch durch das Tor zur Hölle. Alles wurde umgeräumt, überall hingen Bilder von diversen Shonen-ai-Mangaka und die Mädchen, die uns hereinkommen sahen, fingen an zu jubeln. „Toma, ich hab Angst…“, meinte ich zu Toma nach vorne, der sich auch etwas verstört umsah. Ich verschwanden also im Umkleidezimmer und unser Chef erklärte uns, wie nun alles ablaufen würde. Keiner von uns war begeistert, aber der Lohn war echt krass. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch gespannt, ob unser Chef sich das leisten könnte, doch nachdem ich 3 Stunden gearbeitet hatte und wir mehr als das Dreifache verdient hatten, ergab das Gehalt schon seinen Sinn. In dieser Zeit hatte sich noch niemand getraut mich nach irgendwelchen „Extraleistungen“ zu fragen und das fande ich auch ausgesprochen gut so, doch dann kam das Übel. „Ich wünsche mir die Nummer 2 von der Spezialkarte.“ Ich ahnte Schlimmes und sah auf die Karte, wo geschrieben stand: >>Leidenschaftlicher Kuss<< Augenblicklich lief ich knallrot an. „Ä-äh…wirklich? Wollen Sie nicht lieber die 5?“ Die 5 bedeutete einfach nur den anderen romantisch füttern zu müssen, das hätte ich mir noch antun können, aber das… „Nein, ich bleibe bei meiner Wahl.“ Ehe ich dazu etwas sagen konnte, winkte sie Toma zu uns. Warum musste ich aber ausgerechnet auch immer mit ihm Schicht haben? Mir war zum Heulen zumute, weil mein Herzschlag schon wieder schmerzte. „Sie wünscht Nummer 2.“, meinte ich mit einem falschen Lächeln. Toma schaute noch einmal auf die Karte. Dann sah er mich kurz belustigt an, während ich peinlich berührt wegschaute und ihm nur aus dem Augenwinkel mitbekam. Er richtete sich auf und legte eine Hand an meine Wange. Ich lief rot an und fragte verwirrt: „Toma…?“ „Shin…“, flüsterte er leise und küsste mich im nächsten Moment. Vorsichtig legte ich ihm die Arme um den Hals und konnte mir einfach nicht erklären, warum ich das tat. Leidenschaftlich spielte er mit meiner Zunge und mein Herz schlug so laut, dass nur schwach das Kreischen der Mädchen im Hintergrund mitbekam. Unsere Lippen lösten sich langsam voneinander. Mein Körper, der sich im ersten Moment gewehrt hatte, verstand nicht, warum er aufhörte. Auf einmal wurde mir wieder klar, wer mich gerade geküsst hatte und schreckte leicht zurück und hielt unbewusst meine Rückhand vor dem Mund. Toma sah im ersten Moment verwirrt aus, lächelte dann aber und legte mir eine Hand auf den Kopf. „Schau doch nicht so. Man denkt noch, ich hätte sonste was mit dir gemacht.“ Dann gab er mir noch einen flüchtigen Kuss auf die Wange und ging wieder an seine Arbeit. Die Mädchen kreischten und ich rief ihm nur „Baka!!“ hinterher, worüber er nur lachte. Konnte es sein, dass er mich auslachte? Dieser Idiot, Idiot, Idiot! Ich schüttelte den Kopf und die Mädchen applaudierten. Plötzlich rief eines in den Raum: „Noch einmal!“ Sie hielt aufgeregt das Geld hoch. „Aber dieses Mal die 3!“ >>Ungezügelter Kuss<< Toma nahm grinsend das Geld entgegen und ging schließlich auf mich zu. Ich schüttelte immer noch intuitiv mit dem Kopf und ging rückwärts, bis ich merkte, dass hinter mir nur noch Wand war. Vor Schreck kamen mir beinahe die Tränen. Ich wollte das doch nicht. Es sollte aufhören, sofort! Er lehnte sich zu mir nach vorne und flüsterte mir ins Ohr: „Tut mir Leid, Shin. Ich hoffe, du gibst nicht mir die Schuld hierfür. Machen wir einfach ein Spiel daraus. Ich wette, du schaffst es nicht den Spieß umzudrehen.“ Ich wollte nachfragen, was er damit meinte, aber in dem Moment drückte er mich komplett gegen die Wand und ich verstand meine Aufgabe. Er küsste mich und ich gab mich für einen Moment wehrlos, damit er locker ließ und ich den Spieß umdrehen konnte. Nun drückte ich ihn gegen die Wand. Wir küssten uns leidenschaftlich. Die Mädchen waren hin und weg. Ich merkte wie ein komisches Kribbeln sich durch mein Leib zog und ich unbewusst näher zu ihm rückte. Mir war so heiß, doch es störte mich gar nicht. Es begann mir zu gefallen und mein Körper wollte mehr. Als ich das feststellte, wich ich jedoch zurück, aber es schien nicht wirklich aufzufallen. Toma öffnete nämlich schwer atmend die Augen und gab leise ein „Wow…“ von sich. Ich lief erneut rot an, sowie er auch. Die Mädchen kreischten. Unschlüssig fasste ich mich an den Kopf und wollte zurück an meine Arbeit gehen. Er starrte mir nur fassungslos hinterher, doch ich vergaß zu fragen, was eigentlich der Wetteinsatz gewesen war. So ging der Tag langsam zu Ende, ohne dass wir großartig Worte mit einander wechseln konnten. Schließlich floh ich nach dem Ende meiner Schicht auch praktisch aus dem Café. Er wünschte mir nur im Vorbeigehen einen schönen Feierabend, was die wenigen Mädels, die noch da waren zu frustrieren schien, aber ich konnte mir das einfach nicht mehr antun. Zwischen Toma und mir würde nie etwas laufen, NIE! In diesem Moment ahnte ich aber auch noch nicht, was am nächsten Tag passieren würde.

Save the Game? Yes or No?
~Ich hoffe, es hat euch gefallen! Hinterlasst Kommentare! Was erwartet Shin wohl? Wird er noch herausfinden, was der Wetteinsatz war und ist Toma wirklich nicht verletzt von Shins Verhalten? All das erfahrt ihr im nächsten Kapitel!~

Tanz der Karten – Kapitel 4

Dienstag, 15. Dezember 2015

~Hey Leute, endlich geht es weiter mit meinem kleinen Yaoi-rpg zu Amnesia. Ich hoffe, ihr seid schon gespannt. Auf das es euch gefallen wird! Viel Spaß!~

Ich starrte mein Handy an. Sollte ich antworten? Was sollte ich antworten? Verzweifelt schüttelte ich den Kopf. Das war Toma, mein bester Freund, wenn er mit mir reden will, dann darf er das als mein bester Freund auch tun. Also antwortete ich ganz normal: „Oh sorry, na klar. Komm ruhig vorbei, wenn du willst.“ „Kein Problem, dann bis gleich.“, bekam ich ziemlich zügig als Antwort. Für eine Sekunde raste mein Herz und ich atmete einmal kurz ein und aus. Das war nur mein bester Freund, richtig? Ich sah das Bild von Toma und Heroine auf meinen Schreibtisch an.
Dann schnappte ich mir meinen Hefter um die Zeit zu überbrücken, bis Toma da war, doch schon nach kurzer Zeit klingelte es. Ich sprang sofort auf und ging eilig zur Tür, allerdings brauchte es Überwindung sie zu öffnen. Toma lächelte mich an und begrüßte mich begeistert: „Hey Shin!“ „Hey Toma, komm doch rein.“, entgegnete ich halbwegs ruhig. Woraufhin er enthusiastisch wie eh und je eintrat und wir in mein Zimmer gingen. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass mein Schulzeug überall verstreut lag. Ich lief rot an. „Tut mir Leid, ich hätte aufräumen können.“ „Kein Problem, das bin ich doch von dir gewohnt.“, erklärte er lachend. Ich fasste mir peinlich berührt an den Kopf. War ich wirklich so chaotisch? „Worüber wolltest du denn mit mir reden?“, fragte ich nun etwas neugierig, aber trotzdem kalt, während ich mich neben ihn auf das Bett setzte. „Ich wollte mich wegen letztens im Café entschuldigen. Du bist so hastig weggerannt… ich wollte dir damit nicht weh tun oder so…“ Ich lief rot an und sah zur Seite. Was sollte ich dazu sagen? Irgendwie hätte ich ahnen können, dass er darüber reden will. Warum müssen die Menschen immer über alles reden? Kann man so etwas nicht einfach mal im Raum stehen lassen, damit es langsam vergessen werden kann? „Sag doch was… war es so schlimm?“, fragte Toma leise. „Nein… es… ich…“ Mir war nicht mehr zu helfen. Ich bekam kein einziges Wort ordentlich heraus. „Also… es war einfach mein erster Kuss und irgendwie hatte ich mir den anders vorgestellt.“ Ich sah zu ihm und entdeckte, dass er mich wirklich überrumpelt mit großen Augen ansah. „T-tut mir Leid… das wusste ich nicht. Ich dachte…“ „Klar, da ich schon mal mit Heroine zusammen war, wäre es logisch gewesen, dass ich sie schon geküsst hätte, aber sie war zu schnell wieder weg.“, meinte ich beinahe mit Tränen in den Augen. Er sah zu Boden, doch dann nahm er mich in den Arm. „Ich wollte das nicht…“, erklärte er zögerlich. Ich kämpfte etwas mit den Tränen. „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich dir wenigstens einen romantischen ersten Kuss bereitet.“, meinte er nun, während er wieder etwas zurück ging und mich grinsend ansah. Er strich mir eine Träne von der Wange. Ich verzog das Gesicht und hoffte, dass mein Herz nicht wirklich so laut schlug, wie es sich für mich anhörte. „Wie hättest du das denn anstellen wollen?“ „Ich hätte dich zum Essen in ein Fünf Sterne Restaurant eingeladen, wäre dann mit dir Walzer tanzen gegangen, hätte dir ein Kuscheltier auf dem Rummel geworfen, hätte zur Verabschiedung eine Rose aus meinem Ärmel gezaubert, dir romantisch im Regen ein Liebesgedicht vortragen und dich dann geküsst.“ Ich war zwar rot angelaufen, begann aber trotzdem zu lachen. „Idiot.“, meinte ich im Lachen und er fasst sich mit einem Grinsen an den Kopf. „Schön, dass ich dich aufheitern konnte.“ „Bitte vergiss, dass ich gerade geweint habe.“, meinte ich nun tatsächlich lächelnd. Er nickte und erklärte: „Dein Lächeln ist eh zu schön, als das eine Träne das trüben könnte.“ Ich sah ihn erst kurz komplett überwältig an, drehte dann aber schnell den Kopf weg. „Hör auf damit.“ „Wieso?“, fragte er vorsichtig. „Das hört sich alles beinahe so an, als wärst du mein fester Freund, aber du bist mein bester Freund.“ Für eine Sekunde herrschte schweigend. Dann meinte Toma beinahe flüsternd: „Lässt sich daran nichts ändern?“ Ich erstarrte. Hatte er das gerade wirklich gefragt? Was sollte ich denn bitte darauf antworten? Mein Herz klopfte so unglaublich schnell. Ich bleib weggedreht. Meine Lippen setzten an Dinge zu sagen, die ich bereuen würde, aber das konnte nicht sein. Er war mein bester Freund, nichts sonst. Also antworte ich bestimmt: „Ja.“ Doch irgendetwas fühlte sich falsch daran an. Vorsichtig glitt mein Blick zu Toma, der fixierte den Boden anstarrte. „Tut mir Leid, vergiss die Frage.“, meinte er, ohne sich um ein Lächeln zu bemühen und stand auf. „Ich sollte wieder gehen. Es ist schon spät und wir müssen beide morgen früh raus.“ Mit einem leichten Lächeln sah er mich an, stand dann auf und ging. Ich starrte ihn an, war unfähig etwas zu sagen oder ihm zu folgen und wenigstens die Tür zu öffnen. Mein Geist realisierte gar nicht mehr, dass er überhaupt ging. Auf einmal nahm ich nichts mehr wirklich wahr. Was hatte ich getan?

In dieser Nacht konnte ich kein Auge zutun. Ich musste über so vieles nachdenken, aber ich kam einfach zu keiner Lösung. In der Uni schlief ich dann aber ein und wurde von einer Kommilitonin geweckt, die zufälligerweise auch beim Tanzkurs war wie ich feststellen musste. „Bin ich eingeschlafen? Du bist Sawa, richtig?“, fragte ich, nachdem sie mich unauffällig während der Vorlesung wach rüttelte. Sie nickte und lächelte. „Du bist doch auch in dem Tanzkurs von Ikki! Shin, nicht? Und arbeitest du nicht im Café um die Ecke?“ „Genau, woher weißt du das?“ „Sie haben mich letztens praktisch als Allrounder eingestellt. Aber wie kommt es, dass du in einem Yaoi Café arbeitest?“ Mir klappte das Kinn nach unten. „Ich glaube, wir sprechen doch von unterschiedlichen Cafés…“, erklärte ich vorsichtig. Sie schob mir ihr Handy mit einem Online-Artikel rüber. „Es gibt einen Grund, weswegen ich dort angefangen habe zu jobben.“ Skeptisch schaute ich auf ihr Handy. Ich fürchtete, dass ich es gar nicht sehen wollte und da war es. Ich lief rot an. Das Bild von Toma und mir ganz groß über dem Artikel. „Ist er dein Freund?“, stichelte Sawa. „Nein… ist er nicht.“, erklärte ich frustriert, während ich den Bericht überflog. Nein, mein Leben war zerstört. Das musste ein großes Missverständnis sein. Sawa lächelte breit. „Warum bist du dann so rot?“ Ich knirschte mit den Zähnen. „Weil das peinlich ist… ich wurde doch nur durch die Gehaltserhöhung überredet.“ Sawa ließ den Kopf hängen. „Och wie schade… und ich dachte schon, dass es ein richtiges Yaoi Café wäre. Naja, wir werden sehen.“ Ich seufzte. „Ja, werden wir.“
Wir unterhielten uns noch ein wenig über ihre Lieblingsband, über die sie beim Thema Yaoi gleich anfing zu schwärmen, bis wir nach der Uni schließlich gemeinsam zum Café liefen. Ich blieb schockiert davor stehen und traute meinen Augen nicht. Das durfte nicht wahr sein. Wollte mein Leben mich eigentlich auf den Arm nehmen?

Save the game? Yes or No?
~Na wie fandet ihr es? Seid ihr schon gespannt, was mit dem Café passiert wird? Wie sehr hat Shin Toma wirklich verletzt? All das und noch viel mehr, erfahrt ihr im nächsten Kapitel von Tanz der Karten!~

Tanz der Karten – Kapitel 3

Montag, 07. Dezember 2015

~So und nun bekommt ihr auf Nachfrage direkt mein 3. Kapitel von den Tanz der Karten zu lesen. Ich hoffe, dass es euch gefällt! Viel Spaß!~

 

„Guten morgen, Shin!“, weckte mich eine bekannte Stimme. Verwirrt schlug ich die Augen auf. „Toma?“, fragte ich schläfrig. Vorsichtig gab er mir einen Kuss. Nun war ich hellwach, schreckte nach oben und schüttelte irritiert den Kopf. „W-was soll das? Was machst du eigentlich in meiner Wohnung?“ „Erinnerst du dich nicht mehr daran, was gestern Abend passiert ist?“ Entsetzt stellte ich fest, dass ich keine Klamotten trug. „Oder soll ich dich nochmal daran erinnern?“ Er lehnte sich zu mir nach vorne und küsste mich leidenschaftlich. Dann drückte er mich ins Bett zurück und ließ seine Fingerspitzen über meinen Körper tänzeln. Als er mir Luft zum Atem ließ, sagte ich schnell: „Nein, hör auf! Das kann nicht sein!“ „Oh doch, ab jetzt lass ich dir keine Luft zum Atem mehr!“ Er küsste mich erneut. Entsetzt wachte ich auf, schreckte hoch und traute meinen Sinnen nicht. Panisch sah ich mich in meinen Zimmer um und stellte fest, dass ich allein war. Ich atmete auf. Was war das für ein seltsamer Traum gewesen? Ich stand auf und taumelte durch die Wohnung. Heute war wieder Tanzkurs. Das bedeutete, dass ich heute Toma wieder treffen würde. Ich starrte das Bild von Toma und Heroine auf meinen Schreibtisch an. Was stimmte nur nicht mit mir? Der Tag verging, ohne dass ich mich konzentrieren konnte und dann kam die Zeit, in der immer Tanzstunde war. Ich überlegte stark, ob ich wirklich hingehen sollte, aber ich hatte auch keine Ausrede um es nicht zu tun. Toma wartete schon vor der Halle. „Hey Shin!“, meinte er begeistert wie immer, woraufhin ich mit einem kalten „Hey!“ antwortete. „Gehen wir rein? Du bist etwas spät. Es könnte sein, dass sie schon angefangen haben. Heroine und Ukyo sind schon drin.“, erklärte Toma. Ich nickte stumm und wir gingen hinein. Dass er neben mir her lief, als ob nichts gewesen wäre, beruhigte mich zwar irgendwie, aber es machte mich auch sauer. Die Tanzstunde begann und Ikki zeigte uns wieder viel zu leichte Schritte, die mich chronisch unterforderten. „So dieses Mal fordern die Mädchen bitte einen Jungen zum Tanzen auf.“ Das Mädchen vom letzten Mal mit den blauen, kurzen Haaren und der Mütze hielt mir stumm eine Hand entgegen, die ich, ohne etwas zu sagen, annahm. Dagegen stritten sich die Mädchen wieder um Toma, der dieses Mal eine andere nahm, aber auch mit ihr nicht glücklich zu sein schien. Das blauhaarige Mädchen, mit dem ich tanzte, nervte mich wieder relativ schnell, weswegen ich es wagte zu Toma rüber zu schauen, der mich verzweifelt anlächelte. Per Augenkontakt war schon klar, wie sehr das Mädchen, das mit ihm tanzte, ihn nerven musste, aber sie trat ihm auch in einer Tour auf den Fuß. Ukyo und Heroine tanzten Friede, Freue, Eierkuchen miteinander und strahlten vor sich hin. Es widerte mich an, sowie meine Tanzpartnerin, die wieder einmal anfing von Ikki zu erzählen. Während der Pause kam Ikki zu mir. „Du tanzt wirklich verdammt gut, aber such dir lieber eine andere Partnerin, die eher deinem Potenzial entspricht. Zur Not geht auch ein Partner.“ Ich nickte stumm und fragte: „Aber wen?“ „Probiere einfach mal aus. Wenn du möchtest, kann auch ich mit dir tanzen.“ „Tanz lieber mit Toma, der scheint eine noch schlechtere Partnerin erwischt zu haben.“ Ikki lehnte sich mit einem Grinsen zu mir nach vorne. „Ich habe ihm schon gesagt, dass er sich eine andere suchen soll und er hat da auch definitiv leichteres Spiel, so wie sich die Frauen um ihn streiten. Wobei ich glaube, dass bei dir ja auch niemand „nein“ sagen könnte.“ Er lächelte mich charmant an, aber ich verzog das Gesicht und meinte genervt: „Was soll das eigentlich werden? Tanz mit wem du willst, aber nicht mit mir.“ Mit diesen Worten ging ich und fragte mich, ob er wirklich mit mir flirten wollte oder ob es meine Vorurteile waren, die das dachten. Eigentlich hatte er ja einen Freund, aber der war ja nicht hier. Ich sollte einfach nicht darüber nachdenken. In der nächsten Runde beim Tanzen forderten Toma und ich eine andere Frau auf. Dieses Mal wurde jedoch mir auf die Füße getreten und Toma lachte sich wohl darüber kaputt. Allerdings ließ er irgendwann seine Tanzpartnerin stehen und ging raus. Verwirrt fragte ich mich, was los war und folgte ihm letztendlich. Es war eh nicht schade darum, dieses „Naturtalent“ stehen zu lassen. Ich fand ihn eine Etage weiter unten.  „Toma, alles in Ordnung?“ Er stand gegen die Wand gelehnt und sah mich überrascht an. „Shin! Ich weiß nicht. Dieses Mädchen hat mir gerade ihre Liebe gestanden, aber ich kenne doch erst ein paar Minuten. Ich bin verwirrt, weißt du…“ Er zögerte und sah zu Boden. „Wären doch alle Frauen so wie du, dann wäre das viel einfacher.“ „Was soll das denn heißen?!“, fragte ich schockiert. Er sah mich kurz verwirrt an, lachte dann aber und erklärte: „Kleiner Scherz!“ „Was hast du zu ihr gesagt?“ „Dass mir das zu schnell geht, dass ich nicht weiß, wie ich auf einmal auf so etwas reagieren und ich sie momentan ganz bestimmt nicht liebe. Sie sagte, dass sie auf mich wartet.“ Er schüttelte den Kopf. Irgendwie war ich wütend und ich wusste nicht genau warum. Dieses Mädchen widerte mich an, wie konnte sie sich meinen besten Freund einfach so aufdrängen und ihn sein Lächeln nehmen. Genervt meinte ich: „Lass dieses Mädchen doch einfach stehen… So etwas Besitzergreifendes brauchst du nicht.“ „Meinst du?“, fragte er. „Ja! Ganz bestimmt!“ Er lächelte und kam auf mich zu, was mich irgendwie nervös machte. Dann umarmte er mich und meinte: „Danke.“ „Nichts zu danken…“, knurrte ich und knirschte mit den Zähnen. Ich hätte ihn ja gerne ebenfalls umarmt, aber alles in mir wehrte sich dagegen. Dann gingen wir wieder hoch und tauschten Tanzpartnerinnen. So ging die Stunde zu Ende. Während Toma Heroine erklärte, was los gewesen war, kam Ukyo auf mich zu. „Hey, du tanzt gut.“ „Danke.“ „Hast du eigentlich mal über meine Fragen nachgedacht?“ Ich lief rot an und antwortete kurz angebunden: „Wieso sollte ich?“ Dann verabschiedete ich mich schnell und verschwand, ehe mich irgendjemand noch fragen konnte, ob ich noch irgendetwas mit ihnen machen wollte. Das war alles zu viel für mich. Als ich Zuhause angekommen war, bekam ich plötzlich eine SMS. Irritiert schaute ich auf mein Handy und erstarrte. Es war eine SMS von Toma. „Shin, eigentlich wollte ich noch mit dir reden, aber du warst auf einmal weg.“

Save the game? Yes or No?
~Na wie fandet ihr mein 3. Kapitel von Tanz der Karten? Ich hoffe, ihr seid auch neugierig wie es weitergeht!~

Tanz der Karten – Kapitel 2

Sonntag, 06. Dezember 2015

~Ein frohen 2. Advent und einen fleißigen Nikolaus! Ich habe heute erst einmal für meine weiblichen/teilweise männlichen Leser ein Geschenk. Endlich habe ich meine Yaoi-Fanfiction zu Amnesia weiter geschrieben. Aber keine Sorge, meine männlichen/teilweise weiblichen Leser kommen auch noch auf ihre Kosten. Demnächst schreibe ich nämlich eine ziemlich perverse Yuri-Fanfiction und die ist dann nicht so romance-lastig wie Tanz der Karten. In diesem Kapitel wird es übrigens wirklich offiziell, dass es Yaoi ist und ich hoffe doch sehr, dass es euch gefällt! Das erste Kapitel findet ihr übrigens im Ordner Fanfiction Amnesia: http://beccas-blog.de/category/kims-ecke/fanfiction/
Aber genug erzählt: Viel Spaß!~

 

Mein Wecker klingelte, woraufhin ich ihn ärgerlich ausstellte. Es war Samstag und ich musste zu meinem Nebenjob. Danach durfte ich dann lernen. Ich konnte es nicht ausstehen, wenn meine Samstage so aussahen. Langsam stand ich auf und machte mich fertig. Ich betrachtete, dass Bild von Heroine und Toma, dass auf meinen Schreibtisch stand und musste lächeln. Warum wollte Heroine lieber diesen Spinner, Ukyo, anstatt mich? Betrübt schüttelte ich den Kopf und machte mich auf den Weg zur Arbeit, wobei ich vor dem Café, in dem ich jobbte, Toma traf. „Guten morgen, Shin!“, meinte er spaßig. Ich seufzte: „Guten morgen, auch so motiviert wie ich?“ Toma lachte und nickte eifrig. Immerhin war Toma hier pünktlich. Diese Schicht schien er besonders redebedürftig zu sein, denn immer, wenn es nichts zu tun gab, quatschte er mich mit irgendetwas zu. Aber ausnahmsweise konnte er mich ab und an auch zum Grinsen bringen. Ich war gerade dabei einen Eisbecher anzurichten, als er mich fragte: „Findest du es eigentlich schlimm, dass du nicht mit Heroine tanzen kannst?“ Für einen Moment hielt ich inne und sah ihn dann kurz an. „Ach passt schon, es ist nervig, aber langsam sollte ich eh über sie hinweg kommen.“ „Also stehst du tatsächlich noch auf sie?“ Er drehte sich von mir weg und ich war mir nicht ganz sicher, ob das eine rhetorische Frage war und warum er so schwermütig klang, also antworte ich einfach kurz und knapp: „…Ja…“ In diesem Moment schwang die Tür zum Café auf und ein Pärchen kam herein. Mein Blick huschte nur kurz über die beiden und ich sah wieder zu dem Eisbecher herab. Toma meinte: „Schönen guten Tag, was darf es denn sein?“ „Ach ihr beiden seid doch in meinem Tanzkurs, richtig?“ Ich hob meinen Blick. Dort stand anscheinend Ikki mit Sonnenbrille und einer Kapuze auf und neben ihm ein Kerl mit blonden Haaren und einer Brille. Dessen Hand hielt Ikki erst, aber ließ sie nun los, um seine Sonnenbrille abzusetzen. Verwirrt blinzelte ich ein paar Mal, nickte dann und begrüßte ihn ebenfalls. Toma meinte begeistert: „Ganz recht! Erstaunlich, dass Sie sich nach einer Stunde unsere Gesichter gemerkt haben.“ „Duzt mich ruhig! Besondere Talente merke ich mir halt und ihr beide habt definitiv Rhythmus im Blut. Das ist mir sofort aufgefallen.“ Toma lief rot an und sah zu Boden. „Dankeschön!“, meinte ich, während er sich verlegen an den Hinterkopf fasste. Der Typ, in den Klamotten, neben ihm schaute ihn skeptisch an, woraufhin Ikki ihn nur anlächelte und ein Kuss gab. Ich erstarrte und ein komisches Gefühl machte sich in mir breit. Als ich bemerkte, dass ich knallrot anlief und mich Toma seltsam ansah, schnappte ich den Eisbecher und ging schnell zu der Person, dem er nun gehörte. Auf dem Weg fiel ich beinahe hin und die Mädchen mit dem Schleifchenhalsband, das den Eisbecher bekam, grinste mich breit an. „Bitteschön.“, meinte ich schnell, woraufhin sie lachte und ich drehte mich wieder weg. Was ging hier vor sich? Hoffentlich dachte Toma jetzt nicht falsch über mich. Etwas abkühlter ging ich zur Theke zurück, wo mich Toma verwirrt musterte. Ikki lachte und entschuldigte sich: „Verzeiht, dass ich so etwas einfach in der Öffentlichkeit mache. Seid doch so gut und hängt es nicht groß an die Glocke, dass ich in einer Beziehung mit einem Mann bin. Dann wären es am Ende noch weniger Mädchen, die zum Tanzkurs erscheinen.“ Toma und ich nickten, denn er hatte damit verdammt recht. In diesem Tanzkurs waren viele Männer, die verzweifelt ein Mädchen suchten und Frauen mit Partner oder welche, die Ikki anhimmelten. „Das hier ist übrigens Kent.“, stellte er uns vor. Sein Freund begrüßte uns sehr sachlich und ohne die Miene zu verziehen. Toma lächelte unsicher und ich nickte kalt. Ikki und Kent bestellten also erst einmal und Ikki meinte nebenbei belustigt: „Ihr beide erinnert mich an Kent und mich. Ihr habt doch ähnliche Gemüter, nicht? Ihr seid nicht zufällig auch zusammen?“ Ich hielt kurz den Atem an und schüttelte dann einfach nur hastig den Kopf und er nickte verstehend. „Also habt ihr eine Freundin?“ Toma schüttelte den Kopf und fügte dem ein „Leider nicht.“ hinzu. Schließlich gingen die beiden wieder und das Mädchen mit dem Schleifenhalsband verlangte nach unserem Chef. Ich hoffte, dass sie sich nicht über meinen lieblos angerichteten Eisbecher beschweren wollte, aber es stellte sich etwas ganz anderes heraus. Unser Chef kam begeistert zu uns beiden: „Ihr seid fantastisch und kriegt eine Gehaltserhöhung!“ Wir sahen ihn komplett überrumpelt an. „Wieso?“ „Die gute Dame will uns mit finanzieren, wenn ihr beide ihr einen kleinen Gefallen tun würdet.“ Unschlüssig gingen wir zu der guten Frau hin, woraufhin sie erklärte: „Ich habe eine Bitte an euch! Küsst euch!“ Ich wurde kreidebleich. „B-bitte-e w-was?!“ „Ich will ein Foto davon machen und es für meinen Blog verwenden!“ „A-aber wir sind doch nicht einmal zusammen! Ich steh‘ auch nicht auf Kerle!“ Sie lachte. „Hat euch euer Chef nicht gesagt, dass ihr dafür eine Gehaltserhöhung kriegt?“ Ich blinzelte verwirrt, lief rot an und widerstrebte mit: „D-doch, aber das ist doch…“ Zu mehr kam ich nicht, denn Toma zog mich einfach zu sich ran und küsste mich. Ich wollte mich erst wehren, doch auf einmal hatte ich nicht mehr das Bedürfnis dazu und schloss die Augen. Alles um mich herum wurde auf einmal ausgeblendet, sodass ich nicht einmal mehr merkte, dass sie Fotos machte. Mein Körper fühlte sich so komisch an und gab sich ihm einfach hin. Mir wurde erst wieder klar, was passierte, als sie sagte: „Fertig! Vielen Dank!“ Unsere Lippen lösten sich voneinander und nahm langsam die Hände von mir. Für einen Moment war ich wie betäubt, bis ich realisierte, was gerade passiert war und rot anlief. „Was sollte das?!“, meinte ich nun giftig. „T-tut mir Leid, ich brauche die Gehaltserhöhung u-und a-außerdem…“ Mein Herz raste unglaublich schnell, sodass mir fast etwas schlecht war. „V-vergiss es, ich wollte die Gehaltserhöhung doch auch… also egal.“, erklärte ich einfach nur hastig und ging. „Danke!“, rief mir der Chef entgegen. „Eure Schicht ist für heute beendet und ab nächste Woche bekommt ihr dann 5 Euro mehr pro Tag!“ Ich nickte das kurz ab, zog mich schnell um und verließ den Laden, ohne ein weiteres Wort an Toma zu richten. Was dachte er sich nur dabei?! Zuhause angekommen konnte ich auch nicht klarer denken. Wieso war ausgerechnet das mein erster Kuss gewesen? Ich lief erneut rot an. Verzweifelt ging ich auf und ab und konnte einfach keine Antwort finden. Ich wusste nicht, was ich sagen oder denken sollte und wie ich ihm ein nächstes Mal unter die Augen treten konnte. Außerdem machte es mir Sorgen, dass das Bild online hochgeladen werden sollte. „Ach fuck!“, fluchte ich und trat gegen meinen Papierkorb, der in hohen Bogen durch mein Zimmer flog und seinen Inhalt überall entlehrte. In diesem Moment starrte ich genervt über meine eigene Dummheit durch den Raum und seufzte. Auf einmal kam mir Ukyo’s Frage wieder in den Kopf. „Wie viel hast du für Kerle übrig?“ Mir schauderte es. „Unsinn… das ist doch alles Unsinn. Ich bin in Heroine verliebt! Wie sollte ich da…?“ Ich schüttelte verzweifelt den Kopf und begann mein Zimmer wieder aufzuräumen. Wie sollte ich Toma das nächste Mal unter die Augen treten?

 

Save the game? Yes or No?
~Ich hoffe, dass es euch gefallen hat. Freut euch schon mal auf das nächste Kapitel. Ich habe es schon fertig, aber ihr kriegt es erst später zusehen. 😛 Damit wünsche ich euch einen schönen 2. Advent! Schreibt mir, ob es euch gefallen hat! ;)~

Tanz der Karten – Kapitel 1

Freitag, 20. Dezember 2013

~Hey Leute, heute gibt es für euch eine neue Story zu lesen. Es ist dieses Mal ein FanFiction und Achtung: Yaoi-Alarm! Diese Story handelt von der Serie, von der ich euch letztens berichtet habe, „Amnesia“. Ihr müsst den Anime nicht kennen, um der Story folgen zu können, dafür werde ich sorgen. Wenn ihr die Story lesen wollt, dann warne ich euch schon mal vor. Diese Geschichte ist das komplette Gegenteil von allem anderen, was ich bis jetzt veröffentlicht habe. Sie könnte im Laufe der Zeit vielleicht sogar etwas kitschig werden und vor allem seid gewarnt! Wenn ich schon eine Lovestory schreibe, dann wird es aber auch pervers. xP Damit wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen!~

Bevor wir anfangen: Hier ist eine kurze Charakterisierung für diejenigen, die Amnesia nicht kennen unter euch. Ich verrate allerdings noch nichts über das Verhalten meiner Charaktere. Das würde ja den ganzen Spaß nehmen.

Er ist der Hauptcharakter.

Shin ist der Hauptcharakter meiner FanFiction.

Toma ist Shin's Kindheitsfreund.

Toma ist Shin’s Kindheitsfreund.

Heroine, die Kindheitsfreundin von Toma und Shin, in die letzterer hoffnungslos verliebt war, ist mittlerweile mit Ukyo zusammen.

Heroine, die Kindheitsfreundin von Toma und Shin, in die letzterer hoffnungslos verliebt war, ist mittlerweile mit Ukyo zusammen. Ehe ihr jetzt etwas sagt, sie heißt wirklich so. Ich hab‘ mir den Namen nicht ausgesucht. xD

Shin kann Ukyo nicht wirklich ausstehen, toleriert ihn aber in seiner Umgebung.

Shin kann Ukyo nicht wirklich ausstehen, toleriert ihn aber in seiner Umgebung.

Der Tanzlehrer, Ikki, unterrichtet die restlichen Charaktere. Er ist ein absoluter Frauenschwarm, aber schnell wird klar, dass er weniger Interesse an der Damenwelt hat.

Der Tanzlehrer, Ikki, unterrichtet die restlichen Charaktere. Er ist ein absoluter Frauenschwarm, aber schnell wird klar, dass er weniger Interesse an der Damenwelt hat.

Kent taucht erst im Verlauf der Geschichte auf. Lassen wir ihn noch etwas im Dunkeln.

Kent taucht erst im Verlauf der Geschichte auf. Lassen wir ihn noch etwas im Dunkeln.

Sawa ist eine Freundin von Shin und vor allem Heroine aus der Uni.

Sawa ist eine Freundin von Shin und vor allem Heroine aus der Uni.

Mein ganzes Leben lief seine regelten Bahnen. Die Prüfungen hatte ich schon beinahe in der Tasche und der Chef meines Nebenjobs wollte mich am liebsten für immer behalten, aber Kellnern war nicht unbedingt die Lebensperspektive, auf die ich scharf war. Von einer Beziehung hielt ich mich bewusst bis zum Ende der Prüfungen fern, wobei ich dieses eine Mädchen vermutlich sofort wieder zurücknehmen würde, wenn sie nicht mittlerweile vergeben wäre. Ich schämte mich innerlich immer wieder dafür, was ich immer noch für sie empfand. Heroine war allerdings auch meine erste, große Liebe gewesen, doch bald würde ich schon über sie hinwegkommen. So dachte ich in diesem Moment darüber, aber wie sich schließlich alles um mich herum entwickeln würde, das überstieg zu diesem Zeitpunkt meine begrenzte Fantasy enorm. Mein Leben geriet komplett aus den Fugen und das durch dieses eine harmlose Ereignis, welchem Dinge folgten, die ich nie hätte kommen sehen können.

„Das ist doch nicht dein Ernst, oder?“ Ihr Vorschlag war absurd und ich konnte nicht nachvollziehen, wie sie darauf kam. „Oh doch! Kommt schon, das ist eine einmalige Gelegenheit! Der Kurs wird nie wieder so billig sein!“ „Na und? Was ist, wenn ich gar nicht tanzen lernen will? Außerdem bin ich mitten im Prüfungsstress und du weißt, dass ich nebenbei auch noch jobbe. Was denkst du denn, wie ich die Zeit dazu finden soll?“ In diesem Moment verteidigte mich Toma Gott sei Dank: „Da stimme ich Shin allerdings zu. Tut mir ja echt Leid, Heroine.“ Sie sah mit einem unglaublich betrübten Blick zu Boden. „Ich finde doch auch die Zeit dafür… Ach, das ist gemein. Niemand will mit mir zum Tanzkurs gehen, nicht einmal meine besten Freunde. Heißt es nicht eigentlich, dass Freunde alles für einander tun würden?“ Heroine klimperte mit ihren Wimpern und schaute uns mit diesen einmaligen Hundeblick an, sodass Toma und ich seufzten. „Na gut, wir melden uns für den Tanzkurs an.“, gab Toma also nach. „Betrachte das als dein Geburtstagsgeschenk!“, meinte ich eiskalt und wandte mich genervt ab. Wenn es nicht Heroine wäre, dann würde ich so etwas Dämliches niemals zulassen, doch für sie tat ich letztendlich immer alles. „Na klar.“, entgegnete sie einfach fröhlich wie sie halt so war und ergänzte: „Danke! Ihr seid die Besten!“ Freudig fiel sie uns um die Hals, woraufhin Toma sich doch glatt mit ihr freute. Während ich dezent rot anlief, als sie mich umarmte und entnervt in die Luft starrte. Ich konnte immer noch nicht damit umgehen, wenn sie mich berührte, war es noch so harmlos. Also hoffte ich einfach, dass sie nicht mitbekam, dass ich rot wurde, doch selbst wenn sie es verstand, würde sie wohl niemals etwas dazu sagen.
Und so kam es, dass unser Dreiergepann, das sich jetzt schon aus der Kindheit kannte, für einen Standard-Tanzkurs anmeldeten. Toma und mir war klar, dass wir sicher nicht auf Dauer beide mit Heroine tanzen konnten, aber vermutlich hofften wir gleichermaßen, dass sie sich verdoppeln könnte. Es vergingen einige Tage, in denen Heroine uns mit Geschenken und Komplimenten überhäufte. Immerhin war sie eine der Personen, die solches Entgegenkommen nicht für selbstverständlich nahm. Das schätzte ich sehr an ihr. Sie war einfach unglaublich liebenswürdig.
Schließlich war der Tag gekommen, an dem der erste Tanzkurs stattfand. „Hey Shin!“ Endlich tauchte Toma auf. Ich hatte auch lange genug gewartet. „Tut mir Leid, dass ich etwas zu spät bin… Dabei wollte sie unbedingt, dass wir früher kommen, damit wir nicht so lange warten müssen, um unsere Anmeldung zu bestätigen. Ist Heroine schon hineingegangen?“ Kaum war er angekommen, fing er schon wieder an, einen halben Monolog zu führen. Es war einfach typisch Toma. „Nein…“, antwortete ich ihm schlicht. „Sie ist zu spät… Aber immerhin ist sie so spät, dass wir das Gedränge vermutlich komplett verpasst haben.“ Nur ein kurzes Grinsen huschte über meine Lippen, aber Toma schien es richtig deuten zu können. „Du konntest dich immer noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, zu einem Tanzkurs gehen zu müssen, oder?“ „Keinesfalls…“ „Das dachte ich mir fast. Naja, versuchen wir doch das Beste daraus zu machen.“, meinte Toma halb spaßig. In diesem Moment kam Heroine um die Ecke. „Hey! Tut mir Leid, dass ich zu spät bin! Lasst uns schnell reingehen!“ Sofort stürmte sie in das Gebäude hinein und Toma ging ihr zügig hinterher. Ich folgte den beiden nur entnervt. Wir wurden ziemlich schnell durch die Anmeldung gelotst, damit wir nicht zu viel der Einleitung verpassten. Dadurch wurde uns auch gar nicht noch einmal die Möglichkeit gegeben Fragen zu stellen.
So standen wir schließlich eine Weile und mussten dem Geschwafel eines schwarzhaarigen, recht streng wirkenden Mannes zuhören, der ab und an die Brille auf seiner Nase zurecht rückte und sich uns schließlich unter dem Namen Waka vorstellte. Irgendwann wurde mir klar, dass er auch gar nicht der Tanzlehrer war, sondern anscheinend nur der Manager des Ganzen. Dann kam der eigentliche Tanzlehrer in den Saal herein getreten. Hellblau-silberne, mittellange Haare und ein Pik-Tattoo unter seinem linken Auge waren das Erste, was mir an ihm speziell auffiel. Er wirkte, wie ein typischer charmanter Weiberheld wie man ihn aus diesen ganzen Animes, die es heutzutage gab, kannte und wie ich es mir auch dachte, wurde deutlich, dass dieser Tanzlehrer einen Fan-Club hatte. Neben mir brach ein lästiges Gekicher, Geflüster und Geschwärme aus, das mich in den Wahnsinn trieb. Nachdem Waka seine Erklärung beendet hatte, kam der Tanzlehrer zu Wort, der uns nun seinen Namen verriet. Er hieß also Ikki und die Mädchen standen auf ihn, denn allgemeines Gekreische begann für einen Moment, nachdem er die ersten Töne gesprochen hatte. Mein Blick schweifte zu Toma, der ebenfalls die Augen verleierte. Danach lenkte mein Unterbewusstsein meine Augen zu Heroine, die schien mit ihren Gedanken aber ganz woanders zu sein. Irritiert folgte ich ihrem Blick und stellte etwas Fatales fest. Ihr fester Freund, Ukyo, wollte ihr anscheinend eine Freude machen, denn er stand am anderen Ende des Raumes und lächelte sie an, während sie sich freute und leicht auf der Stelle tänzelte. Also war er wirklich noch erschienen, obwohl sie doch nur mit Toma und mir hier herkommen wollte. Innerlich fühlte ich mich unglaublich verraten, aber ich war schon lange nicht mehr mit Heroine zusammen, also durfte ich keinen Hehl daraus machen. Genervt tippte ich Toma an und deutete mit einer kurzen Bewegung zu Ukyo. Für einen Augenblick schien auch sein Gesichtsausdruck versteinert. Es stand also nun eine Frage im Raum: Mit wem sollten Toma und ich nun tanzen? Ich sah mich in der Runde um. Es waren mehr Jungen als Mädchen erschienen, was mich wunderte, da Ikkis Fan-Club doch sehr zahlreich schien. Nun war auch der Tanzlehrer fertig mit reden. Wir bekamen einen Moment, um alle Informationen zu ordnen und dergleichen.
Diesen Moment nutzte Heroine, um mit totaler Begeisterung in die Arme von Ukyo zu rennen. Die beiden umarmten sich eine Weile. Dann meinte Heroine: „Wieso bist du hier?“ „Ich soll Fotos von den Tanzstunden und von dem Tanzabschlussball machen und darf dafür kostenlos an dem Tanzkurs teilnehmen. Außerdem wollte ich dir eine Freude machen. Also habe ich mich bei Toma erkundigt, ob du immer noch teilnehmen willst und letztendlich bin ich tatsächlich hier erschienen.“, meinte Ukyo mit einem liebenswürdigen Lächeln. Man konnte ihm gar nicht richtig böse sein, dass er hier war, aber irgendwo musste ich meine Frustration darüber auslassen. Also ging ich zu Toma, der angeblich ja Bescheid wusste. „Ich freu mich ja so.“, hörte ich noch Heroine sagen und biss beinahe fassungslos die Zähne zusammen. Toma sah den beiden gerade aus dem Augenwinkel zu. „Sind sie nicht süß?“, fragte er mich, ehe ich zu Wort kam. „Ich wünschte, ich hätte auch so eine Beziehung, wie sie hat.“, fügte er dann auch noch hinzu und lächelte mich an. „Was soll denn das auf einmal?“, knurrte ich ihn recht leise an. Toma sah mich komischerweise auch noch überrascht an. „Ach bist du sauer, dass ich dir nicht gesagt habe, dass er auch erscheint?“ „Ja.“ „Wieso denn das? Keine Lust mit mir zu tanzen?“ Er fing über seinen eigenen Witz an zu lachen, aber ich empfand ihn in diesem Moment nicht gerade komisch. Weiterhin sah ich ihn ärgerlich an. „Ist ja schon putzig, wenn du einen die ganze Zeit mit diesem angefressenen Gesichtsausdruck anstarrst.“, meinte er daraufhin. Ich wurde rot und sah schnell zur Seite. „Nimm mich nicht auf den Arm, verstanden?!“, entgegnete ich aggressiv. Er lachte darüber nur.
„So! Es geht los!“, rief Ikki in die Menge. Alle Mädchen kamen sofort angerannt, außer Heroine, die noch mit Ukyo plauderte. „Die Jungen auf die rechte und die Mädchen bitte auf die linke Seite.“, forderte Ikki auf. Alle folgten auf’s Wort und so brachte er uns die ersten Schritte bei. Ich langweilte mich sehr schnell, da die Schritte viel zu einfach waren und für meinen Geschmack viel zu oft wiederholt wurden. „So Männer jetzt fordert eine Frau zum Tanzen auf!“, erklärte uns der übermotivierte Ikki. „Aber es gibt doch viel mehr Jungen als Mädchen.“, meinte ein Tanzschüler. Der kam sich bestimmt ganz schlau vor, weil er etwas ausgesprochen hatte, was eh schon jedem aufgefallen sein müsste. „Einige Jungen müssen wohl leider miteinander tanzen. Anders geht es nicht.“ Also stürmten alle Jungen los, aber einige bekamen eine Abfuhr. Toma und ich schlenderten lässig hinüber. Ein Mädchen mit blauen, kurzen Haaren und einer Mütze auf dem Kopf, die sie sehr in ihr Gesicht hineinzog, hatte einige Männer bereits abgelehnt. Ich war der Überzeugung, sie würde es auch bei mir machen, deswegen hielt ich ihr einfach meine Hand hin, ohne ein weiteres Wort und ohne sie dabei wirklich anzusehen. Zu meiner Verwunderung nahm sie sie aber an. Auch Toma schien verdammt leichtes Spiel zu haben. Was hieß verdammt leicht? Einige Mädchen rissen sich um ihn und er wusste gar nicht so recht, was er tun sollte. Ein Mädchen kreischte: „Du bist ja so süß! Tanz mit mir!“ Ein anderes fauchte: „Nein, er tanzt schon mit mir!“ Wiederum eine andere kreischte: „Stimmt gar nicht, mit mir wollte er tanzen! Stimmt doch, oder?“ Tomas Blick suchte meinen, doch ich grinste nur darüber. Sollte er ruhig wählen, wenn er schon die Auswahl hatte. Letztendlich nahm Toma ein Mädchen mit schwarzen, längeren Haaren, die ihn wirklich anzuhimmeln schien. Er kam mir aber etwas so vor, als wäre ihm das nicht wirklich recht. Mit dem Mädchen, mit dem ich tanzte, hatte ich ebenfalls etwas die Arschkarte gezogen, fürchtete ich, denn sie schwärmte die ganze Zeit von dem Tanzlehrer, Ikki. Ich konnte den Namen wirklich nicht mehr hören. Wie mir diese verfluchte Schwärmerei die Nerven raubte! Vor allem nervte mich letztendlich auch das Geschwärme Tomas Tanzpartnerin. Sie war so laut, dass ich sie von meiner Position aus detailgenau verstand. Konnte sie nicht einfach mal ihre verdammte Klappe halten? Ich war wirklich froh, als Ikki die Tanzstunde für’s Erste beendete.
„Na, was macht ihr jetzt noch?“, fragte Ukyo Toma und mich, nachdem wir alles zusammen gesammelt hatten und gemütlich aus dem Gebäude tänzelten. „Gute Frage.“, antwortete Toma gleich für uns beide. „Was macht ihr denn jetzt noch?“ „Ich habe meine Kleine auf ein Essen im Meido no Hitsuji eingeladen, aber wenn ihr wollt, könnt ihr gerne mitkommen.“, meinte Ukyo. Dann wandte er sich nochmal zu Heroine: „Das ist doch ok, oder?“ „Na klar.“, meinte sie lächelnd. Ich wollte erst ablehnen, weil ich die Turteltäubchen ganz bestimmt nicht stören wollte. Allerdings kam mir Toma zuvor mit einem: „Also ich komm mit. Du doch auch, oder Shin?“ Mein Blick musterte ihn skeptisch, aber wenn er es so wollte. Warum eigentlich nicht? Ich nickte also und wir gingen zum Meido no Hitsuji, einer Art Restaurant. Toma quatschte mich wieder einmal zu. Meine Antworten blieben wie immer sachlich und eiskalt, ab und zu auch genervt. Ukyo und Heroine schienen uns still zuzuhören und sich das Lachen zu verkneifen. Irgendwann meinte Heroine jedoch kichernd: „Ihr benehmt euch wirklich wie ein altes Ehepaar!“ Toma und ich liefen rot an. „Was?!“, fragten wir gleichzeitig schockiert. Jetzt fingen Ukyo und Heroine auch noch an zu lachen, welche Blamage. Was sollte das denn bitte heißen?! „Aber ihr wärt wirklich ein süßes Pärchen, wenn ich das so betrachte.“ Nun starrte ich sie völlig fassungslos an. „Nein, wären wir nicht.“, meinte ich schließlich und wendete den Kopf ab. Aus dem Augenwinkel merkte ich, wie Toma das Gesicht verzog. Wahrscheinlich nervte ihn Heroines Spaß ebenso, auch wenn er so etwas ja eher locker nahm. So kamen wir dann am Meido no Hitsuji an. Wir bestellten etwas zu essen bei Mine. Das war eine Kellnerin, die ich zufälligerweise vom Studium kannte. Sie verschwand sofort hinter den Tresen. Zu meiner Verwunderung entführte Heroine Toma, solange das Essen noch nicht da war, kurz nach draußen, sodass Ukyo und ich alleine am Tisch saßen. Der Grünhaarige musterte mich eine Weile. Irgendwann fragte er dann mitten in den Raum hinein: „Wie viel hast du für Kerle übrig?“ Mit dieser Frage überrumpelte er mich komplett. Was sollte denn das nur für eine Frage sein? Ich starrte ihn einfach fassungslos an und ich fürchtete, dass ich sogar etwas rot wurde. Allein der Gedanke daran war so peinlich, dass ich keinen weiteren darüber verschwenden wollte. „Du willst vielleicht behaupten, dass du gar nichts für sie übrig hättest, aber denk doch mal genau darüber nach.“, fordert Ukyo mich auf. Anschließend ergänzte er leicht zu meiner Beruhigung: „Keine Sorge, ich frage das nicht unbedingt aus persönlichen Interesse.“ Doch wieso fragte er es dann? „Ich… weiß es nicht… Woher auch?! Wieso sollte ich überhaupt darüber nachdenken? Was bezweckst du mit dieser Frage?“, quatschte ich einfach angepisst darauf los. Verwirrung hatte sich in mir breit gemacht. Was sollte ich denn bitte für Kerle übrig haben? Das war doch absurd. Ukyo löcherte mich mit seinem Blick. Schließlich schüttelte er aber den Kopf. „Ach, vergiss einfach, dass ich gefragt habe. Tut mir Leid, es geht mich ja auch gar nichts an. Vielleicht solltest du aber trotzdem mal darüber nachdenken.“ Er wollte mich verarschen, ganz bestimmt! Damit war die Sache für mich getan, auch wenn sie trotzdem ein ungutes Gefühl in mir hinterließ.
Toma und Heroine kamen wieder von draußen herein. Was sie wohl zu besprechen gehabt hatten? Ach was sollte das alles, sowie Ukyo mein Liebesleben, das nicht eigentlich gar nicht existierte, nichts anging, ging auch mich das Gespräch zwischen den beiden nichts an.
So nahm der Abend seinen Lauf und erst spät verließen wir das Meido no Hitsuji wieder. Ich hatte Ukyos Frage schon längst vergessen, als ich zu Hause ankam. Um solche Dinge musste ich mir keinen Kopf machen, stattdessen lernte ich lieber noch. Doch schon am nächsten Tag würde ich bereuen, dass ich diese Frage auf die leichte Schulter genommen hatte, denn mit ihr fing das Unheil an.

 

Save the Game? Yes or No?
~ Ich hoffe, es hat euch gefallen! Hinterlasst doch bitte ein paar Kommentare. 😉 Ihr könnt mir auch ruhig Tipps geben, wenn ihr der Meinung seid, ich würde irgendwelche Charaktere verunstalten. Aber lasst euch eines sagen! Ich habe noch große Taten mit dem armen Shin vor. Ihr könnt also gespannt sein!~