Die Vorgeschichte des Dimensions-Trios – Chapter 1

~ Zum Freitag, den 13. war ich der Meinung, dass ich etwas besonderes machen müsste. Vielleicht etwas, den Umständen entsprechendes? Allerdings, was wäre das? So bin ich auf die Idee gekommen, die Vorgeschichte von dem Dimensions-Trio zu veröffentlichen. Sie werden irgendwann in meiner Geschichte Dystopia eine Rolle spielen. Ihre Geschichte ist jedenfalls unheimlich grausam und ein Unglück an sich, deswegen passt es doch wunderbar zum Freitag, den 13.! Also vorsichtig, dies ist nichts für schwache Nerven! Um euch die Story kurz zu erläutern:
Die legendären Pokemon haben hier eigentlich so gut wie gar nichts mit den Pokemon an sich zu tun, sondern sind Demonen in menschlicher Form. Fragt mich nicht, wie wir damals darauf gekommen sind. Im Übrigen wurde diese Story nie durch ein Rollenspiel festgehalten, sondern ich hatte nur grobe Informationen, nach denen ich die Geschichte selbst geschrieben habe. Also nur damit ihr nicht von einem Rollenspiel ausgeht! 😉
Ok, ich denke, das reicht als Erklärung.  Sagt mir, für welchen Charakter ihr am meisten Sympathie hegt, damit wir denjenigen, bei der Neuauflage unseres Rollenspiels mehr ausbauen können. Na dann viel Spaß beim Lesen! ~

 

 

„Was soll das sein?!“ Mir war schon ganz schwindelig, da erdreiste er sich auch noch mit einer neuen Spritze den Raum zu betreten. „Es ist nichts Schlimmes. Keine Sorge!“ „Verschwinde… Das ist genug für heute. Ich halt das nicht mehr aus.“, mit einer abfälligen Handbewegung versuchte ich ihn wegzuschicken. Unter dieser übertriebenen Gestik brach mein Körper in sich zusammen, so dass ich auf die Knie sank und mich verzweifelt versuchte bei Bewusstsein zu halten. „Aber ohne das wird es dir nur noch schlechter gehen!“ „Nein! Hör…“, zu mehr kam ich nicht, da ich anfangen musste heftig zu husten. Ich stützte mich nur noch halbwegs mit den Händen ab. Meine Sinne waren äußert eingeschränkt, wodurch ich leider zu spät bemerkte, wie mir die Spritze in den Arm gestochen wurde. Gequält biss ich die Zähne zusammen, bis sich plötzlich ein unglaubliches Stechen durch meinen Kopf zog und ich zu schreien begann.

 

Sie zuckte neben mir zusammen, als wir den Schrei aus dem Raum hörten. „Was geht da drinnen vor sich?…“, flüsterte sie leise. Ich hielt es nicht für nötig, ihr eine Antwort zu geben, denn ich konnte selbst nur deuten und meine Deutung würde sie nur noch mehr verstören. Leicht zitternd sah sie immer wieder zu mir rüber. Allerdings beobachtete ich sie nur aus dem Augenwinkel. Ich konnte sie einfach nicht direkt ansehen. Mir war diese Situation selbst nicht geheuer, sodass ich nichts für sie tun konnte.

 

Ich deutete ihr Schweigen als Hochmut. Natürlich wollte sie mir nicht antworten. Schließlich war ich doch diejenige, die ihr ihren geliebten Arceus wegnahm. Das dachte sie garantiert von mir, so eifersüchtig, wie sie manchmal reagierte. Vor allem wenn wir allein waren, bekam ich ihren Neid oft zu spüren. Das Zittern meines Körpers hörte einfach nicht auf und nur sehr knapp konnte ich Tränen unterdrücken. Plötzlich hörte ich erneut Dialgas Schrei durch das Kellergewölbe schallen, dann hörte ich gar nichts mehr. Ich schreckte hoch und stand auf. „Palkia! Sag mir, was passiert da drinnen?!“ Typisch, dass sie mir nicht antwortete, aber meine fürchterliche Angst um ihn ließ mich einfach keine Ruhe geben. Zu meiner Verwunderung machte Palkia dann aber doch einen Ansatz etwas zu sagen: „Giratina… setz dich bitte wieder hin… Wenn er herauskommt, dann…“ Zu mehr kam sie nicht, denn Arceus verließ den Raum bereits. „Dann?“, fragte er sie von oben herab blickend. Palkia ließ den Kopf gesenkt und sagte nichts weiter. Im nächsten Moment bekam sie von Arceus mit einem lauten Knall einen Schlag ab.  „Wag es dir ja nicht noch einmal irgendein Wort über mich zu verlieren, verstanden?“, befahl Arceus ernst. „Ja, Sir…“, sagte Palkia brav. Nun wieder mit seiner netten Tonlage meinte er zu mir: „Komm mit Schätzchen! Ich möchte dir etwas zeigen.“ „Nein… Ich will zu Dialga.“, erwiderte ich immer noch besorgt. „Ihm geht es gut, meine Liebe. Komm mit und lass Palkia sich um ihn kümmern. Sie kann doch damit umgehen.“, erklärte er besänftigend. „Aber…“ „Palkia, sei doch so gut und kümmer dich sorgfältig um Dialga. Wehe, du erlaubst dir nur einen Fehler, verstanden?!“, rief Arceus ihr streng zu. Mir war klar, dass Palkia seinen Aufforderungen so gut wie möglich nachging und dafür auch alles tat. Musste ich mir also keine Sorgen mehr machen? Ich sah Arceus unsicher an. „Komm mit, Prinzessin!“ Sein Blick hatte sich etwas verändert, sodass er mir doch einen leichten Schrecken einjagte. Noch einmal sah ich in die Richtung des Raums, in dem Dialga lag, der keinen Ton von sich gab. Letztendlich würde er mich so oder so zwingen mit ihm zu gehen, weshalb ich schließlich, die Hand, die er mir hinhielt, entgegen nahm und mit ihm mitging. Während Palkia, mich nicht beachtend, aufstand und in Richtung Dialgas lief.

 

Als sich meine Sicht langsam wieder klärte, sah ich Palkia vor mir stehen. War ich bewusstlos gewesen, dass ich zusammen gekauert auf dem Boden lag? Ich nahm alles nur verschwommen war, so viel war mir klar. Meine Sinne waren komplett benebelt, sowie mein Verstand, fürchtete ich. Meine Gedanken beschäftigten sich nicht lange mit diesen Fragen, oder doch? Ich sah nach oben, da stand Palkia weinend. Ihre Lippen bewegten sich, aber ich konnte nicht hören, was sie sagte. Irgendwann wurde mir klar, dass sie an mir rüttelte. Ich glaube, ich habe sie daraufhin geschlagen. Habe ich? Ich weiß es nicht. Mir war so, als sei da was gewesen. Vielleicht habe ich auch etwas gesagt. Naja… Wen kümmert’s? Irgendwie war dieser Zustand doch ganz angenehm. Ich fühlte keinen Schmerz, seelisch und körperlich nicht. In einer Art Traum wühlte sich mein Bewusstsein und zeigte mir die Schönheit des Lebens. Ich fühlte mich so frei. Ah, da war Giratina, die so gefühlvoll lächelte, wie ich es noch nie von ihr gesehen hatte. Sie tanzte mit Palkia, die ein wunderschönes Kleid trug und fast etwas zurückhaltend mit ihren geröteten Gesicht und ihrem schüchternen, aber ehrlichen Lächeln wirkte. Die beiden sahen so schön aus. Wieso wollten sie auf einmal, dass ich mittanzte? Sie wissen doch, dass ich nicht tanzen kann. Naja, ich werd’s versuchen, aber nur weil sie meine lieben Schwesterchen sind. Nur für sie!

 

„Komm her, meine Kleine.“ Arceus Aufforderung war eindeutig. Auch wenn ich gehofft hatte, ihnen entgehen zu können, aber hatte ich eine Wahl? Ich suchte nach Hilfe, aber wer würde mir schon helfen? Angst überkam mich, jedoch durfte ich mich davon nicht zerstören lassen. Langsam ging ich auf ihn zu. Warum? Warum? Nein, ich durfte nicht darüber nachdenken. Der Ekel überkam mich, doch die Angst kämpfte gegen den Ekel an. Beides waren nicht unbedingt schöne Gefühle. Ich musste hier weg, aber das konnte ich nicht. Dialga, was war nur mit ihm geschehen? Wo war er nur? Unmittelbar vor Arceus kam ich nun zum stehen. „Setz dich doch.“ Da war sie wieder diese Angst, die mir fast Tränen in die Augen jagte. Ich durfte nicht darüber nachdenken. „Komm schon Schätzchen, sei nicht so zurückhaltend!“ Seine Aufforderung wurde lauter, deutlicher. Angewidert verzog ich das Gesicht. Sollte ich mich wehren? Nein, das konnte ich nicht. Das hatte ich doch schon so oft versucht und dann tat er mir nur noch mehr weh. Vielleicht sollte ich doch fliehen, aber diese Angst ließ mich wie versteinert da stehen. Ich musste meine Emotionen abschalten. Arceus wurde gereizt. So legte er einen Arm um meine Taille und zog mich fast etwas brutal auf seinen Schoß. Der Ekel und die Furcht jagten mir Tränen in die Augen. Die Emotionen ausschalten… einfach abtöten… Aber wenn das nur so einfach wäre…

 

Sofort nach seiner Aufforderung war ich aufgestanden, um seinem Befehl Folge zu leisten. Als er weg war, fiel mir erst einmal ein Stein von Herzen, dass die beiden nicht bemerkten, wie leise Tränen meine Augen schwemmten und wie sie in dünnen Fäden meine Wangen hinab kullerten. Es tat weh, wenn er mich so behandelte und das nicht nur körperlich. Aber Dialga und Giratina waren nun mal Arceus Lieblinge und daran konnte ich nichts ändern, so sehr ich es auch wollte. Oder vielleicht auch doch? Zugegeben mit Dialga wollte ich vielleicht auch eher weniger tauschen, aber Giratina war doch nichts weiter als sein Schätzchen, dass er verwöhnen musste. Sie durfte immer alles, ohne eine Bestrafung machen, aber ich… Ich durfte nicht einmal weinen, wenn es nach ihm ginge. Dabei wollte ich doch so sehr, dass er mich anerkannte. Alles Erdenkliche würde ich für ihn tun, doch es interessierte ihn anscheinend kein bisschen. Meine Schritte führten bis zur Tür, wo ich erst einmal stehen blieb und Dialga betrachtete. „Geh weg! Lass mich in Ruhe!“ Dialga wirkte unkontrolliert bei seinen Aufforderungen. Er sah mich nicht an, sondern starrte ausdruckslos auf den Boden. „Dialga, bleib ruhig… Ich bin es, Palkia. Ich werde dir nichts tun!“ Ich konnte nicht einschätzen, wie er reagieren würde, wenn ich einen Schritt zu weit ging. Also blieb ich erst einmal vor ihm stehen. „Dialga… Bist du halbwegs in Ordnung? Kannst du aufstehen?“ Während ich redete, sah Dialga langsam zu mir hoch. Sein Blick blieb an mir hängen, aber er sah nicht mich… Er schaute ins Leere. Diesen Blick von ihm hatte ich noch nie zuvor gesehen und er machte mir Angst. „Dialga? Ist alles in Ordnung? Hörst du mich überhaupt?“ Ich beugte mich vorsichtig zu ihm runter und legte meine Hände auf seine Schultern. Jetzt ging sein Blick völlig an mir vorbei. Leicht rüttelte ich an ihm. „Dialga! Sag doch was…“ Wie aus dem Nichts traf mich sein Schlag mitten ins Gesicht und ich flog quer durch den Raum. Ich rang um Atem und Besinnung. Die Tränen flossen nun entgültig wie Wasserfälle an meinen Wangen entlang. Wieso tat er das denn nur? Was war in ihn gefahren? Mir wurde schwarz vor Augen.

 

 

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~Ich hoffe, es hat euch gefallen! Hinterlasst bitte fleißig Kommentare, damit ich weiß, was ihr davon haltet! Thx!~

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